African Space Program
Veröffent-lichung
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| Studioalbum von Abdullah Ibrahim Orchestra | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
LP, CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
3 | |||
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43:09 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Studio WARP, New York City | |||
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African Space Program ist ein Musikalbum von Abdullah Ibrahim (zunächst noch unter dem Namen Dollar Brand) mit seinem Orchester. Die am 7. November 1973 im Studio WARP in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen 1974 auf Enja.
Hintergrund
African Space Program war die ersten Aufnahme mit einer großformatigen Besetzung, die Abdullah Ibrahims Talent als Arrangeur herausstellte. Der Künstler spielte das Album mit Enrico Rava, Cecil Bridgewater, Charles Sullivan (Trompete), Sonny Fortune, Carlos Ward, Roland Alexander, John Stubblefield, Hamiet Bluiett (Saxophone & Flöten), Kiane Zawadi (Posaune), Cecil McBee (Bass) und Roy Brooks am Schlagzeug ein.
Der erste Teil von Tintiyana, vollständig im Arrangement niedergeschrieben, erinnert an die Musik von Duke Ellington und Charles Mingus, mit seinen wogenden tiefen Tönen und dem treibenden Schlagzeug, notierte Brian Olewnick. Mit Beginn des zweiten Teils schlägt die Stimmung in Feierlaune um, untermalt von dem beschwingten, gospelartigen Thema und den Soli aller Beteiligten. Das zweite Stück Jabulani – Easter Joy ist ähnlich aufgebaut, wobei das bereits seit den 1960er Jahren von Ibrahim verwendete Thema angeblich eine auffällige, wenn auch zufällige, Ähnlichkeit zur zentralen Melodie von Jesus Christ Superstar aufweist.[1]
Titelliste
- Dollar Brand (Abdullah Ibrahim): African Space Program (Enja Records enja 2032)[2]
- A1 Tintiyana, First Part 6:58
- A2 Tintiyana, Second Part 13:00
- B Jabulani – Easter Joy 22:48
Die Kompositionen stammen von Abdullah Ibrahim.
Rezeption
Brian Olewnick verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, Abdullah Ibrahim, damals noch unter dem Namen Dollar Brand bekannt, habe im Rahmen des African Space Program seine erste Begegnung mit einem großen Ensemble – mit beachtlichem Erfolg. Trotz des etwas dumpfen Klangs besteche die Musik durch eingängige Themen, die von einer exzellenten Besetzung mitreißend interpretiert würden. Viele der Musiker seien damals der Avantgarde des Jazz zugehörig gewesen, und ihr Spiel sei bissig und risikofreudig, was dem Ganzen eine besondere Lebendigkeit verleihe. Die Soli auf „Jabulani – Easter Joy“ seien vielleicht sogar noch mitreißender als die auf „Tintiyana“ und würden einen wahrhaft fulminanten Abschluss des Albums bilden. Neben all den hervorragenden Leistungen verdiene das Rhythmus-Duo Cecil McBee und Roy Brooks besondere Erwähnung, die, zusammen mit der unerbittlichen und treibenden Begleitung des Bandleaders, dem Ensemble einen wunderbaren Rhythmus geben und mit ihren eigenen brillanten Soli bereichern würden.[1]
Brian Priestley, der die CD-Ausgabe als Enja Jazz Classics für Jazzwise besprach, war mit deren Wiedergabequalität nicht zufrieden. Die Aufnahme, wohl aus einem Hörfunkstudio, was die raue Klangqualität erklären könne, sei geprägt von Verzerrungen, die durch das digitale Remastering noch verstärkt zu wirken schienen. Während sich Ibrahims Klavierspiel eher im Hintergrund halte, würden in den beiden langen Stücken seine hymnischen Harmonien präzise in ein bisweilen tastendes Ensemblespiel übertragen. Das eigentliche Herzstück der Darbietung sei das „Post-Free“-Spiel einer hochkarätigen New Yorker Besetzung; einige ihrer Soli würden zwar in der im Begleitheft abgedruckten Rezension aus dem Down Beat erwähnt, seien aber nirgends chronologisch aufgelistet. Während die Trompeter und Holzbläser meist identifizierbar seien, werde Alexanders Mundharmonika oder Brooks’ Spiel auf der Singenden Säge in der Besetzungsliste nicht erwähnt. Die Kombination aus Soli und dem temperamentvollen Spiel der Band erinnere bisweilen an die Brotherhood of Breath von Chris McGregor. Das Album sei ein Werk, das wieder gehört werden sollte, vorzugsweise aber, nachdem die Bänder klanglich besser aufbereitet worden seien.[3]
Die meisten der Beteiligten würden auf kompetente, moderne/Mainstream-Art spielen, schrieb Mike Shera 1974 im Jazz Journal. Die Trompeter seien etwas beeindruckender als die anderen Solisten. Tenorsaxophonist Roland Alexander drehe ein wenig durch, hebe sich seine besten (oder schlimmsten?) Einfälle jedoch für „Jabulani“ auf. Dies beginne mit einer angenehm akkordisch behandelten Melodie, münde aber rasch in einen extrem schnellen Ausbruch, bei dem wieder einmal alle Bandmitglieder ihr eigenes Ding machten.[4]
Weblinks
- African Space Program von Abdullah Ibrahim. In: Bandcamp. (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ a b Besprechung des Albums von Brian Olewnick bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 19. Juni 2026.
- ↑ Dollar Brand – African Space Program. In: Discogs. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Brian Priestley: Dollar Brand/Abdullah Ibrahim Orchestra: African Space Program. In: Jazzwise. Februar 2014, abgerufen am 18. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Mike Shera: JJ 07/74: Dollar Brand – Ancient Africa & African Space Program. In: Jazz Journal. 27. Juli 2024, abgerufen am 21. Juni 2026 (englisch).
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