Alex Rebar

Alexander John Rebar (* 9. Juli 1940 in Kingston, Luzerne County, Pennsylvania; † 19. November 2021 in Glendale, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schaus…

Alexander John Rebar (* 9. Juli 1940 in Kingston, Luzerne County, Pennsylvania; † 19. November 2021 in Glendale, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor und Filmemacher, der von 1964 bis 2000 aktiv war. Er führte auch die Pseudonyme Justin Kase und Dell Lekus.[1][2][3]

Leben

Rebar wurde im Nesbitt Memorial Hospital in Kingston im US-Bundesstaat Pennsylvania geboren. Er wuchs auf einer Pferdefarm im Borough Dallas in Pennsylvania auf und war der Sohn von Annette English und Alex Nesbar jr., ehemaliger Inhaber des Paramount Studio im benachbarten Plymouth.[4] Nach seiner Jugend in Plymouth besuchte er die Valley Forge Military Academy in Wayne und im Anschluss das Wilkes College in Wilkes-Barre. Er trat der United States Navy bei und wurde Marinefotograf (Fotografenmaat). Während seiner Zeit beim Militär nahm er am Koreakrieg teil.[1][2][5]

Nach seiner Dienstzeit studierte er ab 1964 Schauspiel in Kalifornien und spielte in Bands. Ende der 1960er-Jahre zog er nach Paris in Frankreich, wo er dem Repertoire‑Ensemble des Studio Theater of Paris beitrat, das aus englischen, französischen und amerikanischen Schauspielern bestand. Zu dieser Zeit war er unter anderem in Stücken wie Mutter Courage, By the Skin of Our Teeth und Virginia Woolf zu sehen. Später ging er nach Rom und arbeitete als Autor und Synchronsprecher für Production Cinitalia Edizone, wo er unter anderem Marcello Mastroianni, Giancarlo Giannini, Vittorio Gassman und Klaus Kinski synchronisierte und seine Stimme der italienischen Fassung von Oskar, die Supermaus lieh. Einen ersten Auftritt vor der Kamera hatte er im Jahr 1967.[2][5][6]

Nach fast zehn Jahren in Italien kehrte er Ende der 1970er-Jahre in den Vereinigten Staaten zurück, schrieb das Drehbuch zu Beyond the Door und spielte seine bekannteste Rolle in Der Planet Saturn läßt schön grüßen (englisch The Incredible Melting Man) aus dem Jahr 1977.[2] In den 1980er-Jahren war er in zahlreichen Fernsehserien in Gast- und Nebenrollen zu sehen und lebte in Los Angeles. So spielte er Vince Holliday in Schatten der Leidenschaft.[1][2][3][6]

Neben seiner Arbeit vor der Kamera war Rebar ab 1974 auch als Drehbuchautor und Produzent aktiv und schrieb bis 1987 fünf Drehbücher, darunter Horrorfilme wie Demented, To All a Goodnight, Terror on Tour sowie Home Sweet Home.[2] Einen letzten Auftritt vor der Kamera hatte er 1989 im Fernsehfilm Amityville Horror 4, bevor er sich aus dem Filmgeschäft zurückzog.[1]

Im Jahr 2000 kehrte er als Autor einer Serie von Kurzfilmen für das Internet zurück, Sex, Pain and Murder, bei denen er auch Regie führte. In der zweiten Folge, Castration Elation, spielte er Bob Nevers unter dem Pseudonym Justin Case.[1][7] Im deutschen Sprachraum wurde Rebar unter anderem von Ingolf Gorges, Fritz von Hardenberg, Andreas Hosang, Willi Röbke, Karl Schulz, Bernd Stephan und Michael Telloke synchronisiert.[8][9]

Privat spielte er Darts und trat mit seiner Band Blues in the Night in Blues- und Jazzclubs im San Fernando Valley auf.[5]

Rebar war – bis zu ihrem Tod im Jahr 2003 – mit der Opernregisseurin Barbara Karp verheiratet.[1] Er starb im Jahr 2021 im Alter von 81 Jahren in Glendale. Fragen zu einer Gedenkfeier nach seinem Tod beantwortete er mit dem Zitat: „Es war eine höllische Fahrt! Jeder sollte einfach nach Hause gehen, eine Flasche Wein öffnen und sich Got My Mojo Working von Muddy Waters anhören.“[1][5]

Filmografie (Auswahl)

Darsteller

Autor

  • 1974: Wer bist Du?
  • 1980: Goodnight
  • 1980: Rache um jeden Preis
  • 1980: Terror on Tour (als Dell Lekus)
  • 1987: Die Unbarmherzigen
  • 2000: Sex, Pain and Murder, Episode One: The Girls Next Door (Kurzfilm)
  • 2000: Sex, Pain and Murder, Episode Two: Castration Elation (Kurzfilm; auch Darsteller)
  • 2000: Sex, Pain and Murder, Episode Three: Sex Ain’t All That (Kurzfilm)
  • 2000: Sex, Pain and Murder, Episode Four: Range of Change (Kurzfilm)

Literatur

  • Obituary Notices: Alexander John Rebar. In: Los Angeles Times. Band 141, Nr. 37, 9. Januar 2022, S. B6 (englisch).

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Alex Rebar. Internet Movie Database, abgerufen am 2. Juli 2026.
  2. a b c d e f Alex Rebar in The Movie Database (englisch), abgerufen am 2. Juli 2026.
  3. a b Alex Rebar bei Fernsehserien.de, abgerufen am 2. Juli 2026.
  4. Son Born Today To Mrs. Alex Rebar, Jr. In: newspapers.com. 9. Juli 1940, S. 3, abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
  5. a b c d Alexander John Rebar. In: legacy.com. 9. Januar 2022, abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
  6. a b Mary Ellen Alu: Such a nice Guy, so why do soap fans hate him? In: newspapers.com. 19. Oktober 1979, S. 1B, 9, abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
  7. Daniel Bernardi: Sex, Pain and Murder, Episode One: The Girls Next Door. In: Film Threat. 26. Mai 2005, abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).
  8. Sprecher Alex Rebar. In: Sprecherdatei.de. Abgerufen am 2. Juli 2026.
  9. Alex Rebar. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 2. Juli 2026.
  10. Pam Jahn: Microscopic Liquid Subway to Oblivion. In: Electric Sheep Magazine. 10. April 2014, abgerufen am 2. Juli 2026 (englisch).

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