Ardning
Ardning ist eine Gemeinde mit 1273 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) in der Obersteiermark im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.
Ardning
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|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Liezen | |
| Kfz-Kennzeichen: | LI | |
| Fläche: | 34,05 km² | |
| Koordinaten: | 47° 35′ N, 14° 22′ O | |
| Höhe: | 696 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.273 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 37 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 8904 | |
| Vorwahl: | 03612 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 12 06 | |
| NUTS-Region | AT222 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Oberdorf 250 8904 Ardning | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Reinhard Metschitzer (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2020) (15 Mitglieder) |
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| Lage von Ardning im Bezirk Liezen | ||
Ardning von Süden | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Ardning ist eine Gemeinde mit 1273 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) in der Obersteiermark im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.
Geografie
Ardning liegt im Bezirk Liezen. Die Seehöhe beträgt 696 Meter. Die Gesamtfläche beträgt 34,05 km². Damit liegt die Gemeinde Ardning flächenmäßig unter den 51 Gemeinden des Bezirks Liezen auf Platz 39. Auf dem Gemeindegebiet liegt das Pürgschachen-Moor, das sich über einen Kilometer durch das Ennstal zieht.
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026[1]):
- Ardning (889) samt Haindlgraben, Harsbach, Hinterstatt, Lainken, Oberdorf und Unterdorf
- Frauenberg (240) samt Forchner und Kulm (mit Wallfahrtskirche auf der Kuppe)
- Pürgschachen (144)
- Ardningalm samt Ardningalm-Bungalowsiedlung
Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Ardning.
Nachbargemeinden
| Spital am Pyhrn (KI) | ||
| Liezen | Admont | |
| Selzthal |
Geschichte
Die Herkunft des Gemeindenamens ist umstritten. Nicht unwahrscheinlich ist, dass sich „Ardning“ vom slawischen Wort „jar“ für „Graben“ oder „Schlucht“ ableitet, was durch die geographische Lage gestützt wird. Erstmals erwähnt wurde Ardning im Jahre 1077 als „Arnich“.[2]
Nach den Februarkämpfen 1934 wurde der Nationalratsabgeordnete Koloman Wallisch am 18. Februar 1934 in Ardning verhaftet und am folgenden Tag in Leoben zum Tode verurteilt.[3]
Bevölkerungsentwicklung
| Ardning: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 769 | |||
| 1880 | 811 | |||
| 1890 | 746 | |||
| 1900 | 709 | |||
| 1910 | 861 | |||
| 1923 | 852 | |||
| 1934 | 905 | |||
| 1939 | 835 | |||
| 1951 | 887 | |||
| 1961 | 907 | |||
| 1971 | 1.003 | |||
| 1981 | 1.063 | |||
| 1991 | 1.237 | |||
| 2001 | 1.251 | |||
| 2011 | 1.185 | |||
| 2021 | 1.279 | |||
| 2026 | 1.273 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten


- Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns
- Katholische Filialkirche Ardning
- Pürgschachen-Moor
-
Kriegerdenkmal, Naturdenkmal Sommerlinde
-
Bahnhof Ardning
-
Bosrucktunnel Südportal
-
Ardningalm
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftssektoren
Von den landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 23 im Haupt-, 38 im Nebenerwerb, zwei von Personengesellschaften und sechs von juristischen Personen geführt. Von den 25 Erwerbstätigen im Produktionssektor arbeiteten 22 im Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (53), Verkehr (32) und Handel (20 Erwerbstätige).[4][5][6]
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 69 | 79 | 37 | 30 |
| Produktion | 4 | 7 | 25 | 107 |
| Dienstleistung | 45 | 33 | 145 | 130 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln
Von den 586 Erwerbstätigen, die 2011 in Ardning wohnten, arbeiteten 111 in der Gemeinde. Mehr als achtzig Prozent der Arbeitnehmer pendelten aus.[7]
Fremdenverkehr
Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Altenmarkt bei St. Gallen, Admont, Landl und St. Gallen den Tourismusverband „Alpenregion Nationalpark Gesäuse“. Dessen Sitz ist in Admont.[8]
Verkehr
- Eisenbahn: Südlich des Gemeindegebietes verläuft die Rudolfsbahn, durch Ardning führt die Pyhrnbahn.
- Straße: In Ardning befindet sich das Südportal des Bosrucktunnels der Pyhrn Autobahn A9.
- Rad: Die Enns entlang verläuft der Ennsradweg.[9]
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.
- Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 SPÖ und 1 FPÖ.
- Mit den Gemeinderatswahlen 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ und 7 ÖVP.[10]
- Mit den Gemeinderatswahlen 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 6 ÖVP und 1 FPÖ.[11]
- Mit den Gemeinderatswahlen 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 3 ÖVP und 2 FPÖ.[12]
- Mit den Gemeinderatswahlen 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ und 5 ÖVP.[13]
Bürgermeister
Wappen
Im Jahr 1980 wurde der Gemeinde folgendes Wappen verliehen:
- Im geteilten und oben wieder geteilten Schild eine silberne Lilie im grünen, ein schwarzer Querfaden im silbernen und ein silberner Sonnentau mit einer Blüte und sechs Blättern im roten Feld.
Die Lilie symbolisiert die Wallfahrtskirche Frauenberg, der Querfaden die Landesgrenze und der Sonnentau wächst im Feuchtgebiet Pürgschachen-Moor.[2]
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Günter Brus (1938–2024), Aktionskünstler und Maler
Personen mit Bezug zur Gemeinde
- Adalbert Heuffler von Rasen und Hohenbühel (1631–1696), Abt von Admont von 1675 bis 1696, Erbauer des barocken Frauenberg, begraben in der Pfarrkirche Frauenberg.
- Bonifaz Zölß (1875–1956), Abt von Admont von 1935 bis 1956, begraben in der Pfarrkirche Frauenberg.
- Koloman Holzinger (1915–1978), Abt von Admont von 1956 bis 1978, Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, begraben in der Pfarrkirche Frauenberg.
- Benedikt Schlömicher (1930–2005), Abt von Admont von 1978 bis 1996, begraben in der Pfarrkirche Frauenberg.
- Bruno Hubl (1947–2026), Abt von Admont von 1996 bis 2017, begraben in der Pfarrkirche Frauenberg.
- Maximilian Schiefermüller (* 1981), Historiker, Pfarrer und Superior von Frauenberg, Vikar von Ardning, Stiftsbibliothekar und Archivar im Benediktinerstift Admont
Weblinks
- 61206 – Ardning. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Webpräsenz der Gemeinde Ardning
- Steiermark360, 360°-Panorama Ardning (Luftaufnahme)
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
- ↑ a b Gemeinde Ardning www.ardning.at: Gemeinde Ardning, Bezirk Liezen, Steiermark. Abgerufen am 19. März 2021.
- ↑ Martin F. Polaschek: Statt „ständisch-autoritär“ ständig autoritär. Die Steiermark zwischen 1933 und 1938. In: Alfred Ableitinger (Hrsg.): Bundesland und Reichsgau. Demokratie, „Ständestaat“ und NS-Herrschaft in der Steiermark 1918 bis 1945. Böhlau, Wien 2015, S. 251 f.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Ardning, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. März 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Ardning, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. März 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Ardning, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. März 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Ardning, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. März 2021.
- ↑ Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 297. ZDB-ID 1291268-2 S. 623.
- ↑ Ennsradweg – 3. Tagesetappe | Schladming-Dachstein. Abgerufen am 19. März 2021.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Ardning. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 26. Juli 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Ardning. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 26. Juli 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Ardning. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 26. Juli 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Ardning. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 26. Juli 2020.
- ↑ Johann Egger (Ardning) Ennstalwiki
- ↑ Reinhard Metschitzer Ennstalwiki
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