Benjamin Mennerich
Benjamin Mennerich (* 1981 in der Lüneburger Heide) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er ist seit 2025 Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft.
Benjamin Mennerich (* 1981 in der Lüneburger Heide) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er ist seit 2025 Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft.
Leben
Mennerich wuchs in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein auf. Nach dem Abitur ging er zur Bundeswehr und schlug dort die Offizierslaufbahn ein. Zuletzt war er Teil der Luftlandeaufklärungskompanie 310. Er absolvierte ein geisteswissenschaftliches Studium an der Helmut-Schmidt-Universität. 2017 endete seine Dienstzeit bei der Bundeswehr. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft tätig.[1]
Seit 2019 war Mennerich auf der rassistischen Datingplattform „WhiteDate“ angemeldet, wie Anfang 2026 durch einen Hack bekannt wurde.[2]
Politik
Mennerich ist seit 2015 Mitglied der AfD. Er ist Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2020 kandidierte er auf Platz 13 der AfD-Landesliste, verfehlte jedoch den Einzug in die Bürgerschaft. Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte er im Bundestagswahlkreis Hamburg-Nord und auf Platz 5 der AfD-Landesliste, verfehlte jedoch den Einzug in den Bundestag.
2021 warfen zwei AfD-Mitglieder Mennerich in internen E-Mails vor, dass dieser mehrfach angezweifelt haben soll, „ob der Holocaust jemals stattgefunden habe“. Weiterhin solle laut Mennerich vor dem Trinken auf den Tisch geklopft werden, damit sichergestellt werde, dass „kein Jude mit am Tisch säße“. Laut dem Schreiben habe der Militärische Abschirmdienst seine Karriere in der Bundeswehr wegen „rechtsextremer/verfassungsfeindlicher Tendenzen“ beendet.[3] Nachdem das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ Mennerich in einer Pressemitteilung als Holocaustleugner darstellte, klagte Mennernich dagegen. Der Antrag wurde vom Hamburger Landgericht abgewiesen, Mennernich musste 1.000 Euro an das Bündnis zahlen.[4]
Bei der Bürgerschaftswahl 2025 kandidierte Mennerich im Wahlkreis Billstedt – Wilhelmsburg – Finkenwerder und auf Platz 7 der Landesliste der AfD. Er zog über die Wahlkreisstimmen in die Bürgerschaft ein.
Weblinks
- Benjamin Mennerich auf der Website der Hamburgischen Bürgerschaft
- Benjamin Mennerich auf der Website des AfD-Bezirksverbands Hamburg-Mitte
- Benjamin Mennerich auf abgeordnetenwatch.de
Einzelnachweise
- ↑ Interner AfD-Streit über Antisemitismus: Was Braunes in der Post. In: taz.de. 6. Februar 2021, abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Andreas Speit: Rechtsextremes Datingportal: Liebestod für Nazis. In: Die Tageszeitung: taz. 12. Januar 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. März 2026]).
- ↑ Andreas Speit: Interner AfD-Streit über Antisemitismus: Was Braunes in der Post. In: Die Tageszeitung: taz. 6. Februar 2021, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 19. März 2026]).
- ↑ AfD muss 1.000 Euro an Hamburger Bündnis zahlen. 15. Februar 2022, abgerufen am 19. März 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mennerich, Benjamin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (AfD), MdHB |
| GEBURTSDATUM | 1981 |
| GEBURTSORT | Lüneburger Heide |
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