Bovingerode

51.8810.61695Koordinaten: 51° 52′ 48″ N, 10° 36′ 36″ O

Bovingerode

Koordinaten: 51° 52′ 48″ N, 10° 36′ 36″ O

Karte: Deutschland
marker
Bovingerode

Bovingerode (auch: Bovenrode) ist eine Wüstung in der heutigen Stadt Bad Harzburg am nördlichen Harzrand. Sie ist südlich der heutigen Landesstraße L 501 gelegen und befindet sich etwa 500 Meter östlich des heutigen städtischen Wohngebiets am Woldsberg im Schimmerwald.[1]

Geschichte

Die auf dem Woldsberg erbaute Hasselburg, welche sich unweit der Siedlung befand, wurde vermutlich von den Herren von Veckenstedt erbaut und erwies sich als strategisch gut gelegen. Als ihre Position als Reichsvögte 1017 endete, fiel neben weiteren Wäldereien im Umland auch das Dorf Bovingerode in ihre Macht. Erstmals genannt wurde Bovingerode 1018 zusammen mit der Ruine Hasselburg.

Später gehörte Bovingerode zum Reichsgut der Harzburg und kam mit dieser 1180 an die Grafen von Wohldenberg. 1249 erwarben die Grafen von Wernigerode den Ort Bovingerode. Für die Wernigeröder Grafen war Bovingerode von entscheidender territorialer Bedeutung: Sie konnten mit dieser Ortschaft ihren Machtbereich weit in den Westen bis zur Nähe des zu jener Zeit zu den Wohldenberger Grafen gehörenden Burgbergs der Harzburg vorrücken und ihren Machtbereich ausbauen. Zudem konnte durch die Errichtung eines Wirtschaftshofes im Jahr 1254 ein großes wirtschaftliches Potenzial eröffnet werden.[2] 1269 verpfändeten die Grafen Ludolf und Hermann von Wohldenberg auch die Harzburg mit weiteren Grundherrschaften an die Wernigeröder.

Die Siedlung fiel 1323 wüst.[3]

Nun nur noch als Flurname findet Bovingerode 1578 in „Datt Molendal bi dem Bovenrode“ und 1703 schlicht als „Das Bovenrode“ letzte Erwähnung.[4]

Einzelnachweise

  1. Bernd Stenal: Die Harz-Geschichte 5: Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. 2015. Seite 72.
  2. Jan Habermann: Die Herrschaftsausweitung der Grafen von Wernigerode am Nordharz (1249 – 1369). TU Chemnitz 2006, S. 11 f. (qucosa.de [PDF; 1000 kB; abgerufen am 6. Oktober 2018]).
  3. Bernd Stenal: Die Harz - Geschichte 2 HC: Band 2 - Früh- und Hochmittelalter. 2015. Seite 118.
  4. Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde. Band 70. 1937. S. 45.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.