Butscha Unbroken
Butscha Unbroken
| Film | |
| Titel | Butscha Unbroken |
|---|---|
| Originaltitel | Буча |
| Produktionsland | Ukraine |
| Originalsprache | Ukrainisch, Russisch |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Länge | 118 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Level |
| Stab | |
| Regie | Stanislaw Tiunow |
| Drehbuch | Olexander Schtschur |
| Produktion | Aleksandr Schtschur |
| Musik | Issa Meliko, Ihor Poklad |
| Kamera | Eugenij Kirej |
| Besetzung | |
| |
Butscha Unbroken (Originaltitel: Bucha, ukrainisch Буча) ist ein ukrainisches Dokudrama von Stanislaw Tiunow über einen Freiwilligen, der während des Massakers von Butscha durch die russische Armee Menschen aus der Stadt evakuiert.[2] Der Film basiert auf der wahren Biografie des Freiwilligen Kostjantyna Hudauskassa.[3][4] Premiere des Films war am 23. Februar 2023 während des Ukrainian National Film Festival, wo er als Eröffnungsfilm gezeigt wurde. Im September 2024 kam er in die ukrainischen Kinos.[5]
Handlung
Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Kostjantyna Hudauskassa, einem Freiwilligen, der Dutzende Menschen aus Butscha, Worsel und anderen von Russland besetzten Orten im Oblast Kiew evakuierte. Kostjantyna ist Litauer, wurde aber in Kasachstan geboren. Sein aus russischer Sicht „freundlicher“ kasachischer Pass half ihm, russische Kontrollpunkte zu passieren.[5]
Besetzung
- Cezary Łukaszewicz als Kostjantyna Hudauskassa[5]
- Wjatscheslaw Dowschenko als FSB Kommandant[5]
- Serhij Strelnykow als Oleksandr
- Artemij Jehorow als Stanislaw
- Oleksandr Kryschanowskyj als Jewhen Mykolajowytsch
- Anastassija Nesterenko als Ira
- Nykon Fedotow als Dima
Produktion
Bei der Erstellung des Drehbuchs stützten sich die Filmemacher auf Hudauskassas Aussagen und konsultierten die Hauptverwaltung Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Laut BBC entsprechen die meisten Handlungsstränge des Films „in irgendeiner Weise den Ereignissen in der besetzten Region Kiew“. Für die Dialoge zwischen russischen Soldaten wurden veröffentlichte Aufnahmen abgehörter Kommunikationen verwendet. Von der ukrainischen Armee erbeutete Schützenpanzer und Lastwagen dienten im Film als russische Militärfahrzeuge.[5]
Zusätzlich zum Spielfilm arbeitet das Team auch an einem Dokumentarfilm mit Augenzeugenberichten, die während der Dreharbeiten zum Spielfilm aufgezeichnet wurden.[5]
Die Dreharbeiten werden mit privaten Mitteln finanziert, insbesondere vom amerikanischen Investor Semen Dukatsch.[5]
Veröffentlichung
Im Jahr 2023 wurde der Film im Rahmen einer Sonderveranstaltung der Internationalen Filmfestspiele Berlin, bei separaten Vorführungen in New York und Boston, bei den Filmfestspielen von Venedig und bei den Internationalen Filmfestspielen von Toronto gezeigt.[6]
Am 24. Februar 2024, zum zweiten Jahrestag des Beginns des Überfalls Russlands auf die Ukraine, war in Los Angeles eine Vorführung von Rohmaterial geplant.[5]
Im Februar 2024 fand im Rahmen des ukrainischen Dokumentarfilmfestivals Cinema for Victory die erste öffentliche Vorführung statt.[7]
Kritik
Schon vor seiner Veröffentlichung wurde der Film kritisiert, weil er „zu früh“ erschien, da das Trauma der Betroffenen noch zu frisch sei, und weil er ein Spielfilm und kein Dokumentarfilm sei. Zusätzliche Kritik rief eines der englischsprachigen Plakate hervor, auf dem „Bucha“ stand und ein teilweise zerstörtes Wohnhaus in Borodianka gezeigt wurde, was manche als grobe Ungenauigkeit ansahen (obwohl ein Teil der Handlung des Films ebenfalls in Borodianka spielt[5]).[8]
Filmdienst schreibt in seiner Kurzkritik, in seinen schlichten Gut-Böse-Zeichnungen und durch die Drastik, mit der russische Menschenrechtsverletzungen gezeigt werden, fungiere der Film nicht zuletzt als Parteinahme für die bedrohte Ukraine und trage im patriotischen Tonfall teils sehr dick auf, und gibt dem Film zwei von fünf möglichen Sternen.[9]
Weblinks
- Butscha Unbroken bei IMDb
- Bucha Website des films
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Butscha Unbroken. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 269935; abgerufen am 7. Mai 2026).
- ↑ Katya Soldak: Film Bucha: A Painful Story Based On True Events In Ukraine. In: Forbes. Abgerufen am 28. Juni 2024 (englisch).
- ↑ Волонтер Костянтин Гудаускас: про врятованих людей і фільм-драму "Буча". In: Суспільне. 15. September 2022 (ukrainisch).
- ↑ Ramy Inocencio, Kerry Breen, Barny Smith: New film honors "angel" who saved over 200 lives during Russian occupation of Bucha - CBS News. In: www.cbsnews.com. 29. Juli 2023, abgerufen am 28. Juni 2024 (amerikanisches Englisch).
- ↑ a b c d e f g h i Vyacheslav Shramovych: "Буча": фільм, який ще до прем'єри викликав запеклу критику. In: BBC Ukrainian. 13. Februar 2024, abgerufen am 13. Februar 2024 (ukrainisch).
- ↑ Про фільм. In: BuchaFilm. 30. Januar 2024, abgerufen am 13. Februar 2024 (ukrainisch).
- ↑ "Film 'Bucha' caused a scandal in Ukraine: why the film is constantly accompanied by sharp criticism" – Mykola Milinevskyi
- ↑ "In Los Angeles they did not allow 'Bucha' to be shown": producer Oleksandr Shchur on the hate towards the film in Ukraine, the reaction of American politicians, and the likelihood of the disappearance of Ukrainian cinema. Abgerufen am 28. Juni 2024 (ukrainisch).
- ↑ Butscha Unbroken filmdienst.de, abgerufen am 1. Mai 2026
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