Conkal
Bundesstaat
| Conkal | |||
|---|---|---|---|
| |||
| Koordinaten | 21° 4′ 24″ N, 89° 31′ 12″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Mexiko | ||
| Yucatán | |||
| Municipio | Conkal | ||
| Einwohner | 13.944 (2020) | ||
| Stadtinsignien | |||
| Detaildaten | |||
| Fläche | 7,7 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 1.811 Ew./km2 | ||
| Höhe | 9 m | ||
| Postleitzahl | 97345 | ||
Conkal ist eine Kleinstadt und der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde (municipio) im mexikanischen Bundesstaat Yucatán.
Lage und Klima
Die Kleinstadt Conkal liegt im Norden der Halbinsel Yucatán etwa 17 km (Fahrtstrecke) nördlich von Mérida. Die bedeutende Maya-Stätte Dzibilchaltún befindet sich nur etwa 9 km nordwestlich. Die Karibikküste bei Progreso ist nur etwa 30 km entfernt. Das Klima ist meist schwülwarm; Regen (ca. 800–1200 mm/Jahr) fällt ganz überwiegend im Sommerhalbjahr.
Bevölkerung
| Jahr | 2000 | 2010 | 2020 |
| Einwohner | 6.028 | 7.345 | 13.944[1] |
Die ursprünglich indigene Bevölkerung des Ortes erlebte seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Zuwanderung.
Wirtschaft
Die Bevölkerung lebte lange Zeit vom Mais- und Gemüseanbau. Heute arbeiten viele Einwohner als Kleinhändler und Dienstleister in Mérida. Zahlreiche Neubauten entstanden in den Außenbezirken der Stadt.
Geschichte
Conkal wurde bei Ankunft der spanischen Konquistadoren (um 1540) von Ixkil Itzám Pech regiert. Nach der Machtübernahme installierten die Spanier ein Encomienda-System, welches jahrhundertelang Bestand hatte. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ort in die Wirren des Kastenkriegs (Guerra de Castas) verwickelt.
Sehenswürdigkeiten
- Die – mit Ausnahme des Portals – aus nur grob behauenen Bruchsteinen errichtete Kirche des Ortes stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und trägt das Patrozinium des hl. Franz von Assisi, dem Gründer des Franziskanerordens. Die Kirche war das Hauptgebäude eines Konvents zur Missionierung der Indios. Sie hat einen abgerundeten Glockengiebel (espadaña), der sich seitlich in kleineren Formen wiederholt. Das einschiffige, aber mit Seitenkapellen versehene Langhaus ist tonnengewölbt; in der Apsis steht ein großer Schnitzaltar (retablo).
- Ein originelles Bauwerk im ehemaligen Klosterbezirk ist ein überkuppeltes Brunnenhaus.
- In einem Nebengebäude wurde ein Museo de Arte Sacro eingerichtet.
- Das breitgelagerte Rathaus (ayuntamiento) besitzt einen zur Straße geöffneten Arkadengang.
- Umgebung
- Etwa 9 km nordwestlich liegt die Maya-Stätte Dzibilchaltún.
Weblinks
- Klosterkirchen in Yucatán – Fotos + Infos (englisch)
Einzelnachweise
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