DDBstudio
| DDBstudio
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|---|---|
| Basisdaten
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| Entwickler | Deutsche Digitale Bibliothek |
| Erscheinungsjahr | 2019 |
| Aktuelle Version | DDBstudio 4.0 |
| Betriebssystem | Plattformunabhängig (webbasiert) |
| Kategorie | Ausstellungstool |
| Lizenz | Proprietäre Software mit kostenlosem Zugang für registrierte Einrichtungen |
| deutschsprachig | ja |
| https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/daten-nutzen/virtuelle-ausstellungen/ddbstudio | |
DDBstudio ist ein Onlinedienst zur Erstellung und Veröffentlichung digitaler Ausstellungen.[1] Es ist ein Dienst der Deutschen Digitalen Bibliothek, der für Kultur- und Wissenseinrichtungen kostenfrei nutzbar ist.[2] Der Dienst wurde im Oktober 2019 veröffentlicht.[1] Aufgrund von Mittelkürzungen wird der Dienst 2026 eingestellt.[3]
Funktionsumfang
Technischer Hintergrund
Die technische Infrastruktur von DDBstudio basiert auf der Open-Source-Software Omeka, die speziell für den Einsatz in Bibliotheken, Archiven und wissenschaftlichen Sammlungen entwickelt wurde.[1] Hierbei wurde die Software so angepasst, dass sie ohne technische Vorkenntnisse von den Kuratoren bedient werden kann.[4] Für die Nutzung des Tools sind eine Internetverbindung und eine Registrierung auf der Website der Deutschen Digitalen Bibliothek notwendig.[1] Nach der Einrichtung des Online-Zugangs können die Einrichtungen ihre Ausstellung eigenständig anlegen und verwalten.[1] Die mit DDBstudio erstellten Ausstellungen werden von der Deutschen Digitalen Bibliothek gehostet und mit einer URL öffentlich zugänglich gemacht.[1] In einem Handbuch werden die Funktionen und Hintergrundinformationen der Anwendung erläutert.[5]
Ausstellungsdesign
Für die Visualisierung der Ausstellungen ist die Einbindung von 3D-Objekten, bildschirmfüllenden Grafiken, Videos, hochaufgelösten Bildern, Sound-Objekten oder auch GIFs möglich.[1][4] Das Tool ermöglicht es, Exponate raumunabhängig in den Fokus zu setzen, neue Kombinationen herzustellen und diese mithilfe von Texten und Informationen anzureichern.[6][7]
Ziel der Ausstellungen der DDB soll unter anderem sein, Geschichten zu erzählen.[8] Das Ausstellungsdesign und die grundlegenden Funktionalitäten orientieren sich daher am sogenannten Scrollytelling-Format, wobei die Ausstellungen als responsive Long-Paper angelegt werden.[8] Besucher der virtuellen Ausstellungen scrollen sich von oben nach unten durch eine lineare Erzählung, horizontale Abzweigungen und Vertiefungsebenen können ergänzt werden.[8] Verschiedene narrative Ebenen mit unterschiedlichem Informationsgehalt können hierbei verschiedene Nutzergruppen adressieren.[8] Neben der intuitiven Bewegung durch Scrolling, können die Besucher die präsentierten Inhalte auch über ein Navigationsmenü auffinden und anhand einer Fortschrittsanzeige sehen, an welchem Punkt der Ausstellung sie sich befinden.[8] Die Wahl des Themas und der gezeigten Ausstellungsstücke steht den Einrichtungen frei, wobei ein Großteil der verwendeten Objekte aus den Beständen der Deutschen Digitalen Bibliothek stammen sollte.[4] Sollten noch weitere Objekte benötigt werden, die nicht in der DDB vorliegen, können diese als Ausnahme ergänzt werden, die Rechteklärung liegt hierbei bei den Kuratoren.[9]
Für die optische Gestaltung stehen verschiedene Layout-Templates und Farbthemen zur Verfügung, die individuell thematisch angepasst gewählt werden können.[4]
Verbreitung/Anwendungsgebiete
Mit DDBstudio wurden 254 virtuelle Ausstellungen von vielen verschiedenen deutschen Museen und Kultureinrichtungen erstellt (Stand Februar, 2025).[10] Die Ausstellungsthemen sind hierbei vielfältig und reichen von kulturgeschichtlichen und geographischen Inhalten bis hin zu künstlerischen oder biografischen Exponaten.[10]
Zu den publizierenden Institutionen gehören beispielsweise die Staatlichen Museen zu Berlin mit einer Ausstellung zu Albrecht Dürer.[11][12] Eine weitere exemplarische Ausstellung ist eine von dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek kuratierte Exposition zu Heinrich Klemm.[13] Im naturwissenschaftlichen Bereich erstellte die TU Braunschweig, die Universitätsbibliothek Leipzig und das Leibniz-Institut DSMZ eine Ausstellung mit dem Titel „Sprache der Mikroben“.[14][15] Weitere Institutionen, welche mithilfe von DDBstudio ausstellten sind unter anderem die Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, die Universität zu Köln, das Stiftsmuseum Xanten, die Staatsbibliothek zu Berlin, das Stadtarchiv Darmstadt, die Philipps-Universität Marburg, das Hölderlin-Archiv, die Bibliothek für Zeitgeschichte sowie das Stefan George Archiv der Württembergischen Landesbibliothek, die Universitätsbibliothek Regensburg oder die Bauhaus-Universität Weimar.[10] Die Ausstellungen sind gesammelt auf der Website der DDB zu finden, können aber auch auf der Website der jeweiligen Institution eingebunden werden.[10][16]
Auch die Wikimedia nutzte das Tool im März 2021 zur Erstellung einer virtuellen Jubiläumsausstellung der Wikipedia mit dem Titel „Gemeinsam für Freies Wissen 20 Jahre Wikipedia“.[17][18]
Die Möglichkeit der Ausstellung über DDBstudio kann die Reichweite der Inhalte für ausstellende Einrichtungen erhöhen.[19] Die Zugänglichkeit der Inhalte kann auch für Interessierte gewährleistet sein, die zuvor keine Möglichkeit hatten, die analoge Ausstellung zu einem Thema zu besuchen und diese stattdessen virtuell rezipieren können.[20] Durch die Niedrigschwelligkeit des Zugangs können zudem neue Nutzergruppen generiert werden.[21]
Geschichte

Seit 2014 stellt die Deutsche Digitale Bibliothek auf ihrem Portal virtuelle Ausstellungen online.[1] Die erste virtuelle Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek trug den Titel „Zu Mythen und Monumenten. Die Forschungsreise von Konrad Theodor Preuss nach Kolumbien (1913–1919)“.[22] DBBstudio wurde entwickelt und im Oktober 2019 veröffentlicht, um diesen Service nun auch weiteren interessierten Einrichtungen zur Verfügung zu stellen.[1] Im September 2021 wurde die 100. Ausstellung über DDBstudio kuratiert.[23] Stand Mai 2025 gibt es bereits 270 veröffentlichte Ausstellungen.[10] Inzwischen werden die virtuellen Ausstellungen der DDB systematisch in Wikidata und teilweise mit Commons-Kategorien erschlossen.[24]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h i DDBstudio. Abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ DDBstudio: Mit virtuellen Ausstellungen Geschichten erzählen – neuer Service der Deutschen Digitalen Bibliothek. In: Pressemitteilung Deutsche Digitale Bibliothek. 8. Oktober 2019, abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ Newsletter Virtuelle Ausstellungen Februar 2026. Deutsche Digitale Bibliothek, abgerufen am 23. März 2026.
- ↑ a b c d Hauschildt: DDBstudio – Das neue Ausstellungstool der Deutschen Digitalen Bibliothek. In: Archive 2.0. 28. Oktober 2019, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Index - DDBstudio-Handbuch. Abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Jörg Ennen: Virtuelle Ausstellungen aus der WLB. In: WLBforum. Band 23, Nr. 1, 15. April 2021, ISSN 2747-7290, S. 72–74, doi:10.53458/wlbf.v23i1.55 (wlb-stuttgart.de [abgerufen am 14. Februar 2025]).
- ↑ DDBstudio – Das Online-Ausstellungstool. In: Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland. Humboldt Universität zu Berlin, 19. Mai 2020, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ a b c d e Julia Spohr, Lidia Westermann: Mit virtuellen Ausstellungen Geschichten erzählen. DDBstudio – Das Ausstellungstool der Deutschen Digitalen Bibliothek. In: Exponat – Raum – Interaktion (= DH&CS). Band 2. V&R unipress, 2022, ISBN 978-3-8471-1258-7, S. 87–96, doi:10.14220/9783737012584.87 (vr-elibrary.de [abgerufen am 16. Februar 2025]).
- ↑ Lidia Westermann: Kultursnack 2021 (3): Mit virtuellen Ausstellungen Geschichten erzählen. In: LWL. Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 3. März 2021, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ a b c d e Virtuelle Ausstellungen. Deutsche Digitale Bibliothek, abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche · Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche. In: Hamburger Kulturschlüssel. 16. Juni 2020, archiviert vom am 16. Februar 2025; abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Vom Waisenkind zum Millionär · Vom Waisenkind zum Millionär. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Redaktionsteam Geistes-und Sozialwissenschaften: Online-Ausstellung: Die kontaminierte Bibliothek | Geistes- & Sozialwissenschaften. Abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ MIKROBIB – Kontamination und Lesbarkeit der Welt: Mikroben in Sammlungen zur Sprache bringen. In: Koordinierungsstelle wissenschaftliche Sammlungen. Humboldt Universität zu Berlin, 12. Oktober 2021, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Virtuelle Ausstellungen. In: Deutsche Nationalbibliothek. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2025; abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Gemeinsam für Freies Wissen · 20 Jahre Wikipedia - eine virtuelle Retrospektive. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Wikimedia Deutschland, abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ 20 Jahre Wikimedia – Gemeinsam wissen wir mehr. Wikimedia Deutschland, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Maik Bozza: Virtuelle Ausstellungen aus der WLB. In: WLBforum. Band 23, Nr. 1, 3. Mai 2021, ISSN 2747-7290, S. 72–74, doi:10.53458/wlbf.v23i1.55 (wlb-stuttgart.de [abgerufen am 16. Februar 2025]).
- ↑ Jörg Ennen: Virtuelle Ausstellungen aus der WLB. In: WLBforum. Band 23, Nr. 1, 3. Mai 2021, ISSN 2747-7290, S. 72–74, doi:10.53458/wlbf.v23i1.55 (wlb-stuttgart.de [abgerufen am 16. Februar 2025]).
- ↑ Lidia Westermann: Mit virtuellen Ausstellungen Geschichten erzählen: DDBstudio – Das neue Ausstellungstool der Deutschen Digitalen Bibliothek. In: b.i.t.online: Bibliotheksfachzeitschrift mit Information und Technologie. Abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Michael Müller: Die erste virtuelle Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek ist online. In: Culture to go. 30. März 2014, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ 100 virtuelle Ausstellungen in der Deutschen Digitalen Bibliothek. In: LVR. Landschaftsverband Rheinland, 17. September 2021, abgerufen am 16. Februar 2025.
- ↑ Jens Bemme et al.: WikiKult – Offene Kulturdaten/Virtuelle Ausstellungen. In: Meta-Wiki. 2026, abgerufen am 24. Juni 2026.
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