DoBetter

Dominique Färber (Finanzen) Melanie Schillinger (Organisation)

DoBetter
doBetter e.V.
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 2016 in München
Gründerin Jacqueline Flory
Sitz München
Vorläufer Zeltschule e.V.
Motto Wir machen Schule.
Zweck Unterstützung von Menschen in Krisenregionen durch Bildungsangebote, humanitäre Hilfe, Frauen- und Mädchenförderung sowie Maßnahmen zur Existenzsicherung
Vorsitz Jacqueline Flory
Personen Elsbeth Bösl (Schulkooperationen)

Dominique Färber (Finanzen)
Melanie Schillinger (Organisation)

Umsatz 6.530.592 Euro (2023)
Beschäftigte 7 (2022)
Freiwillige 20 (2022)
Mitglieder 2.000 (2020)
Website https://dobetter.org
Zeltschule für geflüchtete syrische Kinder im Libanon
Die erste Zeltschule im Libanon

doBetter e. V. (ehemals Zeltschule e. V.) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in München. Der Verein entstand aus Schulprojekten für syrische Geflüchtete im Libanon und ist heute insbesondere im Libanon, in Syrien und in Afghanistan tätig. Die Arbeit umfasst Bildungsangebote, humanitäre Hilfe, Frauen- und Mädchenförderung, Maßnahmen zur Existenzsicherung.

Struktur und Organisation

doBetter e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit 2000 Mitgliedern (Stand: 2026). Er hat vier Mitarbeitende in Teilzeit und drei in Vollzeit beschäftigt.

Der Verein finanziert sich ausschließlich über Spenden, und zwar zu 75 % aus Einzelspenden. Der Verein ist Träger des DZI Spenden-Siegels seit 25. August 2022.[1]

Geschichte

Der Verein entstand aus einer Initiative von Jacqueline Flory, einer Münchner Autorin und Übersetzerin. Im Herbst 2015 begann sie an der Schule ihrer Kinder anlässlich der sogenannten Flüchtlingskrise Spenden zu sammeln. Im Frühjahr 2016 gründete sie den Verein „Zeltschule e. V.“. Im August 2016 wurde die erste Zeltschule gebaut.[2]

Die ersten Zeltschulen entstanden in Flüchtlingslagern im Libanon und in Syrien, insbesondere in der libanesischen Bekaa-Ebene nahe der Grenze zu Syrien. Die Schulen bestanden aus einfachen Konstruktionen mit Holzgerüst und Zeltplanen und wurden vom Verein finanziert.[3]

Die einzelnen Schulen wurden von ehrenamtlichen syrischen Lehrkräften betrieben, die selbst in den Camps lebten. Unterrichtet wurden unter anderem Arabisch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften auf Grundlage des syrischen Curriculums. Mädchen und Jungen wurden nach Altersgruppen unterrichtet.[4]

Der Verein plante von Anfang an, die im Libanon aufgebauten Schulprojekte nach einem Ende des Krieges schrittweise nach Syrien zu verlagern, um den Unterricht auch während des Wiederaufbaus fortzuführen. 2026 begann der Verein damit, Camps und Schulprojekte nach Syrien zurückzubegleiten und dort neue Bildungsangebote aufzubauen. Aufgrund der weiterhin eingeschränkten Bildungsinfrastruktur in vielen Regionen Syriens wurde das Schulangebot vor Ort ausgebaut. Gleichzeitig betreibt der Verein weiterhin Schulen im Libanon.

In den folgenden Jahren weitete der Verein seine Arbeit aus. Neben Bildungsangeboten umfasst die Tätigkeit heute auch humanitäre Hilfe, Frauen- und Mädchenförderung sowie Maßnahmen zur Existenzsicherung.

Der Verein ist insbesondere im Libanon, in Syrien und in Afghanistan tätig.

2026 wurde der Verein von „Zeltschule e. V.“ in „doBetter e. V.“ umbenannt, um der erweiterten Arbeit und dem gewachsenen Tätigkeitsfeld Rechnung zu tragen.

Unterstützung neben der Schule

Erwachsenen syrischen Flüchtlingen ist im Libanon die Erwerbstätigkeit verboten. Kinder dagegen arbeiten oft auf den Feldern der Libanesen und übernehmen mit dem Einkommen die Versorgung beziehungsweise die finanzielle Verantwortung für ihre ganze Familie. So ist zum Beispiel jeder Flüchtling in den Camps gezwungen, Miete an den Landbesitzer zu zahlen.[5] Damit die Kinder zur Schule gehen können, versorgt der Verein alle in der Familie mit dem Nötigsten: Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Feuerholz.

Preise und Auszeichnungen

Literatur

  • INVICTA – Feministisches (Über-)Leben auf der Flucht, Jacqueline Flory. 2021. Zeltschule e. V.
  • Bruchstücke. Alltag einer verlorenen Generation, Jacqueline Flory. 2020. Zeltschule e. V.

Einzelnachweise

  1. Spendensiegel
  2. Bayerischer Rundfunk: Hilfe für Flüchtlinge: Eine Zeltschule im Libanon. 10. März 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.
  3. Flüchtlingshelferin: „Diese Zeltschulen brauchen wir noch Jahre“. Abgerufen am 28. Mai 2020.
  4. Wie ein Münchner Verein Tausende Kinder im Libanon rettet
  5. Bruchstücke. Alltag einer Verlorenen Generation. Jacqueline Flory. 2020. Zeltschule e. V.
  6. Über "Wir für morgen"
  7. Friedenspreis 2021 | die schwelle. Abgerufen am 12. November 2021.
  8. Eine Pionierin und ihr Erbe: Ellen-Ammann-Preis zeichnet Frauen aus, die Frauen helfen. 2. Juli 2021, abgerufen am 23. Juli 2021.
  9. Jacqueline Flory. In: GOLDENE BILD der FRAU. Abgerufen am 28. Mai 2020.
  10. Projekte 2018 | startsocial. Abgerufen am 28. Mai 2020.
  11. zeltschulen. Abgerufen am 28. Mai 2020.
  12. Bayerischer Rundfunk: Gutes Beispiel: Das waren die Gewinner 2017. 16. November 2017 (br.de [abgerufen am 28. Mai 2020]).

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