FS 214
Die Baureihe 214 sind Diesellokomotiven der italienischen Staatseisenbahn Ferrovie dello Stato. Sie entstand von 1964 bis 1986 in drei Unterbaureihen mit versch…
| FS 214 | |
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214 347 2019 im Bahnhof Pistoia
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| Nummerierung: | FS 214.1001–1156 Hersteller Greco, Badoni u. a. FS 214.4001-4319 Hersteller u.a.San Giorgio FS 214.7001–7020 Hersteller Greco |
| Anzahl: | 494 |
| Hersteller: | Greco, Badoni, San Giorgio und andere |
| Baujahr(e): | 1964–1986 |
| Achsfolge: | B-dh |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | 7.158 mm 214.10 und 214.40 6.958 mm 214.70 |
| Breite: | 2.800 mm |
| Gesamtachsstand: | 2.506 mm |
| Treibraddurchmesser: | 910 mm |
| Dienstmasse: | 21-22 t |
| Reibungsmasse: | 21-22 t |
| Radsatzfahrmasse: | 10,5-11 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 35 km/h |
| Installierte Leistung: | 95,6 kW 214.10 und 214.40 103 kW 214.70 |
| Motortyp: | Deutz A8L 714 214.70 FIAT 8217.02.001 214.10 VM Motori 1308 V 214.40 |
| Motorbauart: | Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotor 214.70 und 214.40 Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor 214.10 |
| Nenndrehzahl: | bis 1.800 U/min |
| Leistungsübertragung: | hydraulisch |
| Bremse: | Westinghouse-Bremse, Handbremse |
| Tankinhalt: | 300 l 214.10 und 214.40 320 l 214.70 |
Die Baureihe 214 sind Diesellokomotiven der italienischen Staatseisenbahn Ferrovie dello Stato. Sie entstand von 1964 bis 1986 in drei Unterbaureihen mit verschiedenen Maßen und wurde von verschiedenen Firmen hergestellt. Viele Lokomotiven sind um 2026 noch im Einsatz. Einige Lokomotiven der Unterreihe 214.10 und 214.40 sind auch in verschiedenen Depots von der FS-Stiftung erhalten geblieben.
Geschichte


Um vorhandene Fahrzeuge der Reihen FS 213 I, FS 215 und FS 218 I abzulösen, die sich in einem schlechten Zustand befanden, entstand diese Diesellokomotivbaureihe für den leichten Rangierdienst.[1.1] Den Anfang der Lieferung machten 20 Lokomotiven vom Hersteller Greco in den Jahren 1964 und 1965, sie besaßen einen Endführerstand, der von beiden Seiten aus zugänglich war. Diese Lokomotiven wurden als 214.7001–7020 bezeichnet.[2] 156 ähnliche Lokomotiven folgten in den Jahren 1971 bis 1978 von verschiedenen Herstellern, sie waren ähnlich aufgebaut wie die 214.70, unterschieden sich aber von dieser Unterbaureihe durch die Motorisierung.[1.2] Den Abschluss der Lieferung bildeten 319 Lokomotiven von verschiedenen Herstellern, sie waren wesentlich moderner mit einer glatten Vorbaufront und einem vom hinteren Rangiertritt zugänglichen Führerstand ausgerüstet. Diese Lokomotiven wurden als FS 214.4001-4319 bezeichnet.[3] Allen Lokomotiven der Unterbaugruppen ist gemeinsam, dass die Kraftübertragung hydraulisch über den Achsantrieb mit Ketten durchgeführt wurde. Unterschiede liegen besonders in der Motorisierung und der äußeren Form der Führerstände sowie der Motorhauben. Die Lokomotiven sind für den Betrieb von kleinen Verschiebeaufgaben in Depots und Anschlussgleisen sowie kleinerer Übergabedienste einsetzbar.
In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass die 214.70 bei der Rete Ferroviaria Italiana (RFI) eingesetzt werden, die anderen bei verschiedenen Depots der FS. Dazu gehören auch die Einsätze bei Mercitalia. Dort ist nicht ersichtlich, um welche Unterbaugruppe der Reihe es sich hier handelt.[4] Mehrere Lokomotiven der Untergruppe 214.10 bzw. 214.40 sind in verschiedenen Depots in Italien von der FS-Stiftung erhalten. Dabei handelt es sich (ohne Einzelnachweis) um die 214.1010 in Palermo, die 214.1051, die 214.4067 in La Spezia und die 214.4256 in Porto Empedocle. Von der ersten Serie ist die 214.7013 bekannt, sie befindet sich im Museo dei Trasporti in La Spezia.[2]
Konstruktive Details
Schon in der äußerlichen Form sind die Lokomotiven der einzelnen Unterbaugruppen mit deutlichen Unterschieden versehen. Die zuerst gebauten 214.70 sind durch den von beiden Seiten zugänglichen Endführerstand und einer Motorhaube mit keilförmiger Stirnfront gekennzeichnet. Ähnlich aufgebaut sind die 214.10. Die 214.40 besitzen stattdessen vordere und hintere Rangierbühnen mit einer senkrechten Stirnseite der Motorhaube, sie besitzen den Zugang zu dem Führerstand über eine mittlere Tür auf der hinteren Rangierbühne.
Die 214.70 haben als Antriebseinheit einen Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotor vom Typ Deutz A8L 714, die 214.10 einen Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor vom Typ FIAT 8217.02.001 und die 214.40 den Achtzylinder-Viertakt-Dieselmotor vom Typ VM Motori 1308 V, dessen Leistung auf 95 kW gedrosselt wurde.[2] Die Kraft gibt der Motor an ein von Breda in Lizenz gefertigtes Strömungsgetriebe der Bauart Voith L 33 U ab. Es besitzt einen Anfahrwandler und 2 Kupplungen für die Geschwindigkeitsbereiche 11, 21 und 35 km/h. Nach dem Strömungsgetriebe folgt noch ein mechanisches Wendegetriebe sowie ein Stufengetriebe, damit kann die Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h reduziert werden. Auf die Räder wird die Kraft dann mittels Duplexrollenkette übertragen.[3]
Die Lokomotiven sind mit einer Druckluftbremse Bauart Westinghouse ausgestattet und sind so ausgerüstet, dass sie auch durch das Rangierpersonal bedient werden können.[3] Mittels Druckluft wird auch der Sandstreuer der Lok bedient.
Siehe auch
Literatur
- Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Angelo Nascimbene und Luca Vanni, FS Trenitalia. Locomotive Diesel, in Duegi Editrice, Albignasego 2002, ISSN 1124-4232
- ↑ a b c Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1, Seite 76
- ↑ a b c Nuova serie di automotori gruppo 214.4000, in I treni, 1980, Nr. 2, Oktober 1980, Seiten 8–9.
- ↑ Internetseite über den Lokeinsatz bei mercitalia mit Erwähnung der Reihe 214
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