FS ALe 841
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| FS ALe 841 | |
|---|---|
ALe 841 im Bahnhof Fabriano
| |
| Nummerierung: | FS ALe 841.001–32 (Triebwagen) |
| Anzahl: | 16 |
| Hersteller: | Casaralta, OCREN, Macchi, Elettromeccanica Parizzi u. a. Umbau |
| Baujahr(e): | 1994–2004 Umbau |
| Ausmusterung: | 2014 |
| Achsfolge: | Bo’Bo’+2’2’+2’2’+Bo’Bo’ |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | Triebwagen: 27.400 mm Zug: 109.600 mm |
| Breite: | 2870 mm |
| Höhe: | 3770 mm |
| Drehzapfenabstand: | 18200 mm |
| Drehgestellachsstand: | 3000 mm |
| Treibraddurchmesser: | 1040 mm |
| Laufraddurchmesser: | 940 mm |
| Dienstmasse: | 234 t |
| Radsatzfahrmasse: | 17,25 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 160 km/h |
| Stundenleistung: | 1048 kW |
| Dauerleistung: | 872 kW |
| Stromsystem: | 3000 V = |
| Fahrmotoren: | 8 × T 165 |
| Übersetzungsverhältnis: | 31:53 |
| Sitzplätze: | 58 + 244 |
| Klasse(n): | 1./2. |
Die Triebwagen der Baureihe ALe 841 der italienischen Ferrovie dello Stato (FS) waren Elektrotriebwagen, die durch Umbau aus den ALe 601 für den Regionalverkehr entstanden. Zusammen mit zu Mittelwagen umgebauten Steuerwagen wurden 16 Vierwagenzüge gebildet.
Geschichte
Da die Triebwagen der Baureihe ALe 601 in den 1990er Jahren für den Fernverkehr nicht mehr benötigt wurden, die Triebwagen aber erst die Hälfte ihrer Nutzungszeit erreicht hatten, beschloss die FS 1993, die Fahrzeuge für den Regionalverkehr umzubauen.
1994 begann die Modernisierung. Sie umfasste im Wesentlichen eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses zum Erreichen einer schnelleren Beschleunigung bei reduzierter Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, die Verwendung von pneumatisch zu betätigenden Außentüren und den Umbau der Inneneinrichtung.
Der Umbau wurde von den Firmen Casaralta, OCREN, Aermacchi, Elettromeccanica Parizzi und anderen durchgeführt. Es wurden Vierwagenzüge, bestehend aus zwei Triebwagen und zwei Mittelwagen, gebildet.
Am Führerstand A der Triebwagen wurde die Stirntür entfernt und durch eine zentrale Frontscheibe ersetzt.[1] Der zweite Führerstand wurde entfernt. Stattdessen erhielten die Triebwagen einen Gummiwulst-Übergang. Die Steuerwagen wurden zu Mittelwagen umgebaut, wobei die Führerstände durch Übergänge mit Gummiwulst ersetzt wurden. Der eine Mittelwagen eines Zugs erhielt 58 Sitze der 1. Klasse und die Baureihenbezeichnung Le 581, der andere erhielt 76 Sitzplätze der 2. Klasse und wurde als Le 761 bezeichnet.
Intern erhielten die Vierwageneinheiten die Nummern ALe 841.01, 02, usw.[2] Ab dem dritten Zug wurden die Fahrzeuge speziell auf die Bedürfnisse der Flughafen-Verbindungen ausgerichtet, wie vom Bahnhof Roma Termini zum Flughafen Rom-Fiumicino.[3] Die Umbauten wurden 2004 abgeschlossen.[4]
Die ersten beiden Triebzüge waren für den überregionalen Verkehr vorgesehen und erhielten eine Lackierung in Staubgrau mit rotem Fensterband und orangen Zierstreifen.[5] Später umgebaute Züge erhielten die XMPR-Lackierung. Für den Einsatz im Flughafenverkehr wurde das Innenraumkonzept angepasst. Zwei Gepäckabteile wurden eingerichtet, was die Sitzplatzzahl auf 286 verringerte. Neben der Flughafenverbindung zum Flughafen Palermo-Punta Raisi (ab 2001) wurden die Züge auf der Bahnstrecke von Rom nach Ancona, auf der Bahnstrecke von Rom nach Pescara sowie auf der Bahnstrecke Ancona–Lecce eingesetzt, gelegentlich auch auf IC-Verbindungen zwischen Rom und Florenz. Mit der Ankunft modernerer Züge wurden sie zurückgezogen und nur noch mit Wagen 2. Klasse gefahren, dadurch erhöhte sich die Gesamtsitzplatzzahl von 286 auf 304 Reisende.[6]
Nach dem Umbau blieben die Züge noch 10–20 Jahre im Einsatz, bevor sie von moderneren Fahrzeugen abgelöst wurden. Die letzten Triebwagen wurden 2014 ausgemustert.[7] Es ist kein Wagen erhalten geblieben.
Technik
Im Rahmen des Umbaus wurden aus den zuvor flexibel tauschbaren Triebwagen ALe 601 und Steuerwagen feste Zugkompositionen mit vier Wagen gebildet. Sie bestanden aus zwei umgebauten Triebwagen ALe 841 an den beiden Enden und den Mittelwagen Le 581 (1. Klasse) und Le 761 (2. Klasse). Die nicht mehr benötigten Führerstände wurden ausgebaut, zudem entfielen die Fahrgastübergänge an den verbleibenden Führerständen.
Der Umbau der Triebwagen ALe 601 umfasste eine Änderung der Getriebeübersetzung für eine geringere Höchstgeschwindigkeit und schnelle Beschleunigung. Die Triebzüge erhielten eine Klimaanlage und automatisch schließende Schwenkschiebetüren.[7] Der Innenraum konnte durch den Wegfall der Verbindungsgänge beim Führerstand durch ein zusätzliches Abteil mit acht Sitzen vergrößert werden. Die Sitzreihung war in der 2. Klasse 2+2, in der 1. Klasse 2+1. Das ergab im Triebwagen 84 Sitzplätze, im Mittelwagen 1. Klasse 58 Sitzplätze und im Mittelwagen 2. Klasse 76 Sitzplätze.
Neben den 16 Vierwagenzügen mit ALe 841 wurden weitere ALe 601 umgebaut:
- Es wurden drei rein zweiklassige Vierwagenzüge gebildet, die als
- ALe 783 + Le 813 + Le 813 + ALe 783
- ALe 783 + Le 783 + Le 783 + ALe 783
- ALe 603 + Le 703 + Le 703 + ALe 603 eingereiht wurden.[8]
- Zudem wurden zwei Diagnosezüge mit zwei Wagen (1 ALe 601 und 1 Le) gebildet. Dafür wurden die ALe 601.065 und Le 480.008[9] sowie die ALe 601.064 und Le 700.003 umgebaut.[10]
Siehe auch
Literatur
- Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1
Weblinks
- Fotosammlung von den Triebwagen ALe 841 auf trainspo.com
- Foto vom FS ALe 841.025 auf bahnbilder.de
- Internetseite über die Historie der FS ALe 841 auf trainsimhobby.net
- Beschreibung über den Umbau von ALe 601 in ALe 841 auf www.ferrovie.it
- Internetseite über das Umbauprogramm zum ALe 841 auf marklinfan.com
Einzelnachweise
- ↑ Foto eines führenden ALe 841 auf www.marklinfan.com
- ↑ Blockzug ALe 841.01 auf trainsimhobby.net
- ↑ Abfahrt eines ALe 841 vom Flughafen Rom-Fiumicino nach Roma Termini auf ferrovie.it
- ↑ Datentabelle über das Umbauprogramm der ALe 841 auf marklinfan.com
- ↑ Foto des ALe 841.001 auf marklinfan.com
- ↑ Angelo Nascimbene, ALe 601 quarant'anni dopo, in Tutto treno 13 (2001), Nr. 142, S. 28–32.
- ↑ a b Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1, Seite 90
- ↑ Foto eines umgebauten ALe 601 auf marklinfan.com
- ↑ Foto des ALe 601.065 mit Beiwagen auf marklinfan.com
- ↑ Foto des ALe 601.064 auf marklinfan.com
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