Fahrpost
Fahrpost ist ein postgeschichtlicher Überbegriff und bezeichnet im Gegensatz zur reitenden Post den Transport von Personen, Massensendungen oder sperrigen Güt…

Fahrpost ist ein postgeschichtlicher Überbegriff und bezeichnet im Gegensatz zur reitenden Post den Transport von Personen, Massensendungen oder sperrigen Gütern mithilfe von speziellen Wagen oder Postkutschen.
Anfänge
Der Wagen trat wegen der schlechten Wegverhältnisse im Überlandverkehr erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts gleichberechtigt neben das Reitpferd. Die Fahrpost wurde zunächst von den eigenständigen Landespostanstalten, halbstaatlichen Pächtern und privilegierten Unternehmern wie z. B. den Düsseldorfer Maurenbrecher betrieben, aber auch von der Kaiserlichen Reichspost, die von den Thurn und Taxis organisiert wurde. Die Fahrpost verkehrte regelmäßig zwischen bestimmten Orten, den „Relais“ oder „Poststationen“, an denen die Pferde gewechselt wurden, und an denen Unterkünfte für die Reisenden entstanden, die Vorläufer des Hotels.
Eine solche Art der Personen- und Postbeförderung war allerdings zeitaufwändiger als der Transport per Estafette. Die Fahrt zwischen London und Oxford dauerte beispielsweise zwei Tage, mit einer besonderen Schnellpost immer noch 13 Stunden. Daher wurde diese Art des Transportes bald nach dem Aufkommen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert zugunsten der Bahnpost aufgegeben, während sie in Gegenden ohne Eisenbahnanschluss bis zur Einführung der Kraftpost blieb.
Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff Fahrpost auf sämtliche Transporte mithilfe von Wagen erweitert.
Fahrpost im 19. Jahrhundert
Briefe
Verwaltungsmäßig waren im 19. Jahrhundert die Sammelbegriffe Briefpost- oder Fahrpostsendungen rechtlich bedeutungslose Bezeichnungen für Dienstanweisungen der altdeutschen Post, des Norddeutschen Bundes und der Reichspost. Zur Fahrpost gehörten Briefe mit Wertangabe, Postvorschusssendungen (Postnachnahmen) und Pakete (Wert-, Einschreib- und gewöhnliche Pakete). Weiterhin gehörten die Sendungsform Muster ohne Wert, die schwerer als 16 Lot waren (bei Thurn und Taxis), sowie Briefe schwerer als vier Loth zur Fahrpost.
Personenverkehr

Auch das Reisen blieb ein Bestandteil der Fahrpost. Dazu gehörte das Reisen mit Omnibussen (Großkutschen), Postkutschen oder Diligencen. Dazu benötigte man Berechtigungsscheine, wie Eilwagen-Reisescheine und Extrapostscheine.
Literatur (Auswahl)
- Klaus Beyrer: Die Postkutschenreise. TVV Verlag, Tübingen 1985, ISBN 3-925340-35-1
- Wolfgang Behringer: Im Zeichen des Merkur, Göttingen 2003, ISBN 3-525-35187-9
- Ausstellungskatalog: Geld oder Leben! Vom Postkutschenüberfall zum virtuellen Datenraub, Edition Braus, Heidelberg 2006, ISBN 3-89904-210-7
- Thomas Gaal: Fahrpost bei Thurn und Taxis, Birstein 2008, ISBN 978-3-00-024295-3
Siehe auch
Weblinks
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.