Felix MC

Der Felix MC war ein rumänischer Mikrocomputer, der 1974 an der Polytechnischen Universität Bukarest von den Professoren Adrian Petrescu, Trandafir Moisa und …

Der Felix MC war ein rumänischer Mikrocomputer, der 1974 an der Polytechnischen Universität Bukarest von den Professoren Adrian Petrescu, Trandafir Moisa und Nicolae Țăpuș entwickelt und anschließend bei ICE Felix in Serie gefertigt wurde.[1]

Das Labormodell trug die Bezeichnung MC3; ICE Felix übernahm es zur technologischen Überarbeitung und brachte es unter dem Namen Felix MC-8 in die Serienproduktion. In den rund zwei Jahren der Fertigung wurden etwa 100 Exemplare hergestellt.[1]

Angesichts der Neuartigkeit dieser Entwicklung verlieh die Rumänische Akademie dem Autorenteam den Premiul Traian Vuia (Traian-Vuia-Preis).

Hardware

Die Zentraleinheit basierte auf dem Intel 8008-Prozessor und war auf einer einzelnen Platine untergebracht. Da der 8008 in PMOS-Technologie gefertigt war und einen geringen Integrationsgrad aufwies, war eine umfangreiche zusätzliche Logik erforderlich, um die für Prozessor und Peripherie nötigen Signale bereitzustellen. Der Prozessor arbeitete mit 500 kHz Taktfrequenz, einem zweiphasigen Takt und wurde mit +5 V und −9 V gespeist. Er verfügte über Interrupt-Eingänge sowie Synchronisations- und Ready-Signale für Speicher und Peripherie.

Da zur damaligen Zeit keine PROM/EPROM-Bausteine verfügbar waren, gab es keine Möglichkeit, Monitor- oder Ladeprogramme dauerhaft zu speichern. Zum Laden eines Programms von Lochstreifen musste zunächst ein Bootstrap-Lader manuell über das Frontpanel (mit Schaltern, Tastern und LEDs) eingegeben werden. Über das Frontpanel ließen sich auch Testprogramme für die einzelnen Systemmodule eingeben und schrittweise ausführen.

Software

Die Software für den Felix MC-8 wurde sowohl auf dem Mikroprozessorsystem selbst als auch als Cross-Software auf dem Felix C-256 (Großrechner) entwickelt. Auf dem Mikroprozessorsystem standen zur Verfügung:

  • Monitor;
  • Assembler;
  • Bibliothek für den Zugriff auf Dateien der Magnetkassette;
  • diverse Anwendungsprogramme.

Die Cross-Software auf dem Felix C-256 umfasste Monitor, Assembler und Simulator. Die meisten Anwendungen für den Felix MC-8 wurden mit den Entwicklungswerkzeugen des Felix C-256 erstellt.

Eigenschaft Felix MC-8
Prozessor Intel 8008, 500 kHz
Typ Mikrocomputer
Produktion 1974–1977
Stückzahl ca. 100
Peripherie alphanumerische Konsole, elektrische Schreibmaschine, Minidrucker, Lochstreifen, Magnetkassetten
Preis 400.000 Lei (1975)

Einzelnachweise

  1. a b Microcalculatorul FELIX MC-8. (PDF, Archivversion, rumänisch).

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