Gleismagnet

Gleismagnete sind streckenseitige Magnete induktiver Zugbeeinflussungssysteme. Sie übertragen eine Information auf das Triebfahrzeug oder den Steuerwagen.

Gleismagnet

Gleismagnete sind streckenseitige Magnete induktiver Zugbeeinflussungssysteme. Sie übertragen eine Information auf das Triebfahrzeug oder den Steuerwagen.

Gleismagnete der Punktförmigen Zugbeeinflussung

Prinzipschaltbild Integra-Signum. Blau Streckenausrüstung mit zwei Gleismagneten. Integra-Signum funktioniert im Gegensatz zur PZB mit einem Gleichstromfeld.[1]

Gleismagnete werden von der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB) in Deutschland, Österreich, Rumänien, Israel, der Türkei und in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens verwendet. Gleismagnete der PZB bilden einen Gleisschwingkreis und bestehen aus einer (oder bei Doppelmagneten aus zwei) Spule(n) und Kondensator(en). Sie sind in Fahrtrichtung außen neben der rechten Schiene außerhalb des Lichtraumprofils angeordnet.[2]

Die Funktion der PZB beruht auf Resonanz. Der durch Kondensatoren abgestimmte Gleismagnet entzieht im Beeinflussungsfall der darüber hinwegfahrenden Fahrzeugmagnetwicklung Energie und bringt dadurch das Empfangsrelais des Zuges zum Ansprechen.[3]

Andere Systeme

Punktförmige Zugbeeinflussungssysteme mit Gleismagneten sind ASFA in Spanien, mit Automatic Warning System in Großbritannien sowie in der Schweiz mit Integra-Signum auf Normalspur und ZSI-90 und ZST-90 auf Schmalspur. Neben Elektromagneten kommen bei einigen Systemen auch Permanentmagnete zum Einsatz.

Bei Zahnradbahnen kontrollieren Gleismagnete, ob der Triebfahrzeugführer beim Regimewechsel Adhäsion/Zahnrad oder umgekehrt richtig umgestellt hat.[4] Zudem werden Gleismagnete für die Steuerung von Bahnübergangssicherungen, Signalrückstellung und ähnliches verwendet.

Bilder

Gleismagnete zur Be­triebsartenüberwachung Zahnrad-/Adhäsionsbetrieb bei der Haltestelle Stoss der Appenzeller Bahnen.

Einzelnachweise

  1. Fritz Steiner: Sicherungsmassnahmen gegen das Ueberfahren geschlossener Eisenbahnsignale (Schluss von Seite 282). In: Schweizerische Bauzeitung. Band 103 (1934), Heft 25 (PDF 2,8 MB)
  2. Gleismagnet. In: Lexikon der Eisenbahn. 5. Auflage. Transpress VEB Verlag, Berlin 1978, S. 327.
  3. Fritz Steiner: Sicherungsmassnahmen gegen das Ueberfahren geschlossener Eisenbahnsignale. In: Schweizerische Bauzeitung. Band 103 (1934), Heft 24 (E-Periodica, PDF 1,9 MB)
  4. Werner Hubacher, Othmar Wilhelm: Die Serieausführung der Brünigbahn-Lokomotiven HGe 4/4 101 961–968. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 10. Minirex, 1989, S. 231–239.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.