Gubernium
Das Gubernium (neulateinisch für „Regierung“, von lateinisch gubernare, „lenken, leiten“ (vgl. Kybernetik); adjektivisch gubernial) ist die politische …
Das Gubernium (neulateinisch für „Regierung“, von lateinisch gubernare, „lenken, leiten“ (vgl. Kybernetik); adjektivisch gubernial) ist die politische Verwaltung eines Gouvernementsbezirkes.
Österreich
Ab 1763 wurde die Regierung einer Provinz der Habsburgermonarchie als Gubernium bezeichnet, die einem Kronland entsprachen oder mehrere oder auch größere Teile davon zusammenfassen konnte. Diese wurde von einem Gubernialpräsidenten oder Gubernator geführt, der später auch Landeshauptmann oder Landmarschall bezeichnet wurde. In den größeren Gouvernementsbezirken unterstanden dem Gubernium mehrere Kreisämter, die als unterste Ebene der staatlichen Behörde fungierten. Kleinere Gubernien übernahmen diese Aufgaben selbst und waren unmittelbare Aufsichtsorgane über die von den Grundherrschaften ausgeübten Lokalverwaltungen.
1848 wurden die Gubernien durch die Statthaltereien ersetzt, die bis zur Auflösung der Monarchie im Jahr 1918 existierten und danach durch die Landesregierungen der Bundesländer ersetzt wurden. Es bestand auch der Titel Gubernialrat.
1834 werden in der österreichischen Monarchie 18 Länderstellen und 175 Kreisämter genannt,[1] darunter:
- k.k. niederösterreichische Landesregierung in Wien
- k.k. Regierung in Linz für Oberösterreich und Salzburg
- Gubernium in Prag für Böhmen
- Gubernium in Brünn für Mähren und Schlesien
- Gubernium in Lemberg für Galizien
- Gubernium in Graz für die Steiermark
- Gubernium in Mailand für die Lombardei
- Gubernium in Venedig für Venezien
- Gubernium in Zara für Dalmatien
- Gubernium in Laibach für die Krain und Kärnten
- Gubernium in Triest für das Küstenland
- Gubernium in Innsbruck für Tirol und Vorarlberg
- Gubernium in Klausenburg für Siebenbürgen
- Distriktstafel in Tyrnau für Ungarn diesseits der Donau
- Distriktstafel in Güns für Ungarn jenseits der Donau
- Distriktstafel in Eperies für Ungarn diesseits der Theiß
- Distriktstafel in Debrezin für Ungarn jenseits der Theiß
- Banaltafel in Agram für Kroatien und Slawonien
Siehe auch
- Gouvernement, teilweise mit Gubernium synonym, bspw. für das Russische Zarenreich
- Gouverneur
- Gubernative
Literatur
- Thomas Stockinger: Bezirke als neue Räume der Verwaltung: Die Einrichtung der staatlichen Bezirksverwaltung in den Kernländern der Habsburgermonarchie nach 1848. In: Administory. Zeitschrift für Verwaltungsgeschichte. Band 2, 1917. ISSN 2519-1187 online
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Adolf Bäuerle: Was verdankt Österreich der beglückenden Regierung Sr. Majestät Kaiser Franz des Ersten? Gedruckt bei Anton v. Hankul, Wien 1834 PDF
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.