Haddessen

Haddessen ist ein Ortsteil der Stadt Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1973 eine selbständige Gemeinde im da…

Haddessen
Haddessen
Koordinaten: 52° 10′ N, 9° 21′ OKoordinaten: 52° 10′ 12″ N, 9° 21′ 0″ O
Fläche: 5,71 km²[1]
Einwohner: 320 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Eingemeindet nach: Fischbeck
Postleitzahl: 31840
Vorwahl: 05152
Haddessen (Niedersachsen)
Haddessen (Niedersachsen)
Lage von Haddessen in Niedersachsen

Haddessen ist ein Ortsteil der Stadt Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1973 eine selbständige Gemeinde im damaligen Landkreis Grafschaft Schaumburg. Innerhalb von Hessisch Oldendorf gehört Haddessen zur Ortschaft Süntel.[1]

Geografie

Der Ort liegt im Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln am Fuß des südöstlichen Teils des Süntelgebirges auf 202 m ü. NHN, sechs Kilometer östlich der Kernstadt von Hessisch Oldendorf und 11,4 Kilometer nordwestlich der Stadt Hameln am Südrand des Süntel.

Geschichte

Wie die Funde von drei verschiedenartigen Schabern bei Welliehausen zeigen, wurde das Gebiet am Süntel bereits in der Mittelsteinzeit (8000–5600 v. Chr.) von Menschen aufgesucht.[2]

Vom Frühmittelalter bis zur Neueren Geschichte

Nach der Siedlungsforschung wurden Orte mit den Endungen „-hausen“ und „-husen“ (abgeschliffen zu „-sen“), wie Haddessen, in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends am Süntel in zweitrangiger Siedlungslage angelegt.[3] Die Region um Haddessen und Fischbeck war ein früh besiedelter Teil des Schaumburger Landes. „Haddeshusun“ (Haddessen) wurde 954 oder 955 im Zusammenhang mit der Gründung des Stifts Fischbeck gegründet, und ein Hofgründer war Haddo, der dem Ort seinen Namen gab. Der Dorfname bedeutete also ursprünglich „Siedlung der Leute des Haddo“.[4]

Haddessen lag seit dem Frühmittelalter im altsächsisch-engernschen Tilithigau und gehörte wohl zum Gerichts- und Verwaltungsbezirk der Fischbecker Goe[Anm 1] des Tilithigaus. Das Gogericht (die „Malstatt“) der Fischbecker Goe befand sich in Fischbeck und wurde ab dem Spätmittelalter von der dort ansässigen Adelsfamilie von Post geschützt, welche über mehrere Jahrhunderte regionalen Einfluss besaß. Haddessen gehörte während des Mittelalters und der frühen Neuzeit zur Vogtei Lachem und kirchenrechtlich zum Archidiakonat Ohsen der Diözese Minden (das historische Bistum Minden wurde 1803 aufgelöst).[5]

Die aus altsächsischem Uradel stammenden Grafen von Schaumburg hatten ab dem frühen 12. Jahrhundert als weltliche Grundherren die Landeshoheit und vergaben in den Sünteldörfern Rechte und Meierhöfe als Lehen.[6] Das Stift Fischbeck besaß als geistlicher Grundherr bereits im Frühmittelalter Ländereien in Haddessen, darunter eine Schenkung. Das Stift Fischbeck besaß im Hochmittelalter weitere Ländereien, Höfe und Zehntrechte in Haddessen.[7] Zum Ende des Spätmittelalters und zu Beginn der neueren Geschichte erwarben wohlhabende Patrizier und Bürgerfamilien aus der Stadt Hameln ebenfalls Grundbesitz in den Sünteldörfern.

Der Dreißigjährige Krieg war für Haddessen die verheerendste Epoche. Am 8. Juli 1633 fand die Schlacht bei Hessisch Oldendorf statt. Das Umland der Sünteldörfer wurde von kaiserlichen und schwedischen Truppen rücksichtslos requiriert. Häuser wurden geplündert, das Vieh geraubt und die Ernten vernichtet.

Im Vorfeld der Schlacht bei Hastenbeck am 26. Juli 1757 im Siebenjährigen Krieg rückten zehntausende Soldaten in das Gebiet vor. Die Haddesser Bauern wurden gezwungen, französische und alliierte Soldaten einzuquartieren und zu verpflegen. Missernten gingen dem Jahr 1757 voraus, und der Krieg führte in der Region zu Hungersnöten.

19. Jahrhundert

Bis zum Jahr 1804 gehörte Haddessen zum gemeinsamen Schulverband mit den Nachbarorten Höfingen, Pötzen und Bensen. Ab 1804 wurden die Schüler aus Haddessen und Höfingen in der Schule in Haddessen in einem einklassigen System unterrichtet. Diese Struktur blieb über ein Jahrhundert stabil. In den späten 1960er Jahren wurden die kleinen Dorfschulen am Süntel erneut zu einem gemeinsamen Schulverband mit rollierenden Klassen zusammengeschlossen, bis die Schule in Haddessen ebenso wie die Schule in Höfingen im Jahr 1976 endgültig geschlossen wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Haddessen die Ablösung aller bäuerlichen Lasten vollzogen und eine umfassende Agrarreform durchgeführt. Die Generalteilung der Fischbecker Mark fand statt. Im Rahmen der Spezialteilung wurde die Gemeinheitsteilung und Verkoppelung von Acker- und Wiesenflächen in der Gemarkung Haddessen durchgeführt.

20. und 21. Jahrhundert

Im Ersten Weltkrieg wurden fast alle wehrfähigen Männer eingezogen. Den Höfen fehlten Arbeitskräfte, und es herrschte akuter Mangel an Nahrungsmitteln. Im Ersten Weltkrieg gab es 12 Gefallene aus Haddessen, im Zweiten Weltkrieg gab es 40 Gefallene aus dem Ort.

Jagdrecht und Waldwirtschaft

Seit der zweiten Hälte des ersten Jahrtausends gehörten die Waldgebiete der sog. Fischbecker Mark um Haddessen zum historischen Süntelwald.[8] Die Bauern in Haddessen konnten seit dem Frühmittelalter bis in das 19. Jahrhundert die Holz- und Weiderechte in den Waldgebieten der Fischbecker Mark (dem östlichen Teil der Schaumburger Mark im Süntel nördlich des Ortes und im Großen Finnenberg südöstlich des Ortes) nutzen.[9] Die Urgenossen in der Fischbecker Mark besaßen nach altem, mündlich überlieferten germanischen Gewohnheitsrecht die sog. „Erbaxt“ bzw. den freien Holzhieb.[10] Rechtlich gab es im Frühmittelalter noch keine abgegrenzten Forstgebiete, die exklusiv zu einer der frühen Germanensiedlungen gehörten. Ab dem Hochmittelalter wurden genossenschaftliche Organisationsformen der Waldwirtschaft geschaffen, die aber ebenfalls noch für mehrere Dörfer galten. Die Haddesser Bauern konnten ihr Vieh, vor allem Schweine und Rinder, zur Waldweide (Waldmast) in die Eichen- und Buchenwälder des Süntels, die Allmende treiben und festgesetzte Mengen von Brenn- und Bauholz für den Eigenbedarf schlagen. Die Grafen von Schaumburg beanspruchten Hoheitsrechte im Süntel, und das Stift Fischbeck sowie das Augustiner-Chorherrenstift in Hameln besaßen durch Schenkungen und Tauschgeschäfte Pachteinnahmen, Zehntrechte und Holzrechte in und um Haddessen. Erst mit den großen Teilungen und Verkoppelungen ab den 1830er Jahren wurden die mittelalterlichen Gemeinschaftswälder real aufgeteilt, und Forstgenossenschaften entstanden.

Bis zum Frühmittelalter durften die freien germanischen Siedler das Wild frei jagen. Das Jagdrecht, speziell die sog. Hohe Jagd (auf Rothirsche,[Anm 2] Wildschweine, Wölfe,[Anm 3] Steinadler, Fischadler[11] und Auerhähne[Anm 4]), ging jedoch im Hochmittelalter auf den Landesherrn über; die Grafen von Schaumburg beanspruchten Hoheitsrechte im Süntel. Die Bauern durften nur das sog. Niederwild wie z. B. Rehe, Marder, Iltisse, Dachse usw. jagen. Nach Aufhebung des Jagdregals im Jahr 1848 kam es durch die verschiedenen politischen Zugehörigkeiten von Haddessen zu den Fürstentümern Hessen, Kurhessen und Schaumburg im Zeitverlauf zu unterschiedlichen Situationen des Jagdrechts. Seit 1866 gibt es einen gemeinschaftlichen Jagdbezirk Haddessen-Höfingen. 1944 wurde der Eigenjagdbezirk Finnenberg-Waldgenossenschaft mit Durchführung des Reichsjagdgesetzes von 1934 aufgelöst. 1946 wurde das Jagdrecht von den Britischen Besatzungsbehörden wahrgenommen. Seit dem 18. April 1949 wurde die Jagd wieder verpachtet. Am 18. Dezember 1957 wurde die Jagdgenossenschaft Höfingen als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. 1958 wurden die Jagdbezirke Haddessen (Fläche von 239 ha) und Höfingen neue eigenständige Jagdbezirke.

Infrastruktur

Haddessen wurde im Jahr 1964 im Zuge des Aufbaus der zentralen Wasserversorgung für die Sünteldörfer über den „Wasserbeschaffungsverband (WBV) Süntelwald“ an das Trinkwassernetz angeschlossen.[12]

Im Rahmen der flächendeckenden Erschließung der Ortsteile von Hessisch-Oldendorf wurde Haddessen in den 1990er Jahren an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen.[13]

Haddessen hat einen eingruppigen Kindergarten und gehört seit 1976 zum Einzugsgebiet der Verlässlichen Grundschule Fischbeck. Weiterführende Schulen werden von Schülern aus Haddessen in der Kernstadt von Hessisch Oldendorf oder in der Stadt Hameln besucht. Weitere Kinderkrippen und Kindergärten befinden sich in Zersen und Fischbeck. Im Ort gibt es einen Kinderspielplatz.

Haddessen gehört zur ev.-luth. Kirchengemeinde Fischbeck. An der Süntelstraße 1 befindet sich der örtliche Friedhof.

Ortsfeuerwehr, Dorfgemeinschaft und Vereine

Die Freiwillige Feuerwehr Haddessen wurde 1926 gegründet. Im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform 1973 wurde die zuvor selbständige Feuerwehr Teil der neu formierten Stadtfeuerwehr von Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont. Sie wurde mit Inkrafttreten des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes am 1. April 1978 zu einer offiziellen Ortsfeuerwehr.[14] Sie verfügt über ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) und hat auch eine Jugendfeuerwehr und eine Kinderfeuerwehr.

Das Freibad Süntelbad Haddessen wurde im Jahr 1939 in Betrieb genommen; es musste in der Zeit von 1964 bis 1968 wegen massiver baulicher Mängel und Frostschäden geschlossen werden. Das Freibad wurde saniert und am 23. Juni 1968 wiedereröffnet; es wurde erneut in den Jahren von 1979 bis 1982 saniert. Heute gibt es auf dem Freibadgelände einen Grillplatz. Die Stadt Hessisch Oldendorf hat das Süntelbad an den Trägerverein verpachtet. Im Süntelbad sollen die sanitären Anlagen in einem fortlaufenden Prozess weiter jeweils im Frühjahr modernisiert und barrierefrei gemacht werden. Nach der aktuellen Badesaison sollen im Herbst 2026 Bauarbeiten stattfinden und bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

Die Stadt Hessisch Oldendorf kaufte im Jahr 2023 die alte Pfarrscheune in Haddessen von der Kirche und übergab sie an die Dorfgemeinschaft.[15] Es ist geplant, das Gebäude zu einem Dorfgemeinschaftshaus umzubauen; die Stadt hofft auf Zuschüsse vom Amt für regionale Landesentwicklung.

Folgende Vereine befinden sich in Haddessen:

  • Die Dorfgemeinschaft Haddessen ist kein eingetragener Verein, sondern ein aktives loses Bündnis von Bürgern.
  • Die Jagdgenossenschaft Haddessen wurde im Jahr 1957 gegründet.[16]
  • Die DLRG Ortsgruppe Haddessen e. V. wurde am 19. Juli 1968 als historisch wichtigste Säule der organisierten Dorfgemeinschaft gegründet, um das Freibad im Ort im Fortbestand zu retten.[17] Der DLRG Ortsgruppe gehörten anfangs 35 Mitglieder an.[18]
  • Der Trägerverein des Süntelbades Haddessen e. V. wurde im Jahr 1999 gegründet, um das Süntelbad offiziell zu pachten und gemeinschaftlich zu bewirtschaften.
  • Der Förderverein Kindergarten Haddessen e. V. wurde im Jahr 2004 gegründet.[19]

Darüber hinaus sind die Einwohner von Haddessen oft in übergeordneten Vereinen und Einrichtungen der Stadt Hessisch-Oldendorf oder der Stadt Hameln engagiert.

Im Jahr 2000 feierte Haddessen sein 1050-jähriges Dorfjubiläum.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1830 184 [20]
1850 215 [21]
1871 228 [22]
1895 258 [23]
1910 283 [24]
1939 248 [25]
1950 491 [26]
1961 371 [26]
1970 388 [26]
2024 320 [1]

Die Kirchenbucheinträge der ev.-luth. Kirchengemeinde Fischbeck zu Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Begräbnissen für Haddessen sind ab 1833 bei Archion digital verfügbar.[27]

Politische Zugehörigkeiten

Haddessen gehörte vom Frühmittelalter bis in das 19. Jahrhundert zur „Fischbecker Goe“ im altsächsischen Tilithigau und zur Vogtei Lachem in der Grafschaft Schaumburg. Nach dem Aussterben der Grafen von Schaumburg in der männlichen Linie fiel Haddessen 1640/1647 an den hessischen Teil der Grafschaft, der zur Landgrafschaft Hessen gehörte und später an das Kurfürstentum Hessen-Kassel. Von 1807 bis 1813 gehörte Haddessen zum Kanton Oldendorf des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel. 1814 fiel Haddessen wieder an das Kurfürstentum Hessen-Kassel zurück. Von 1866 bis 1932 gehörte der Ort zunächst zur preußischen Provinz Hessen-Nassau und zum Kreis Rinteln und ab 1905 zum Kreis Grafschaft Schaumburg der preußischen Provinz Hessen-Nassau. 1932 wurde der Kreis in die preußische Provinz Hannover umgegliedert.

1945 gehörte Haddessen zur Britischen Besatzungszone, ab 1946 zum Land Hannover und in demselben Jahr zum Regierungsbezirk Hannover im Land Niedersachsen. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Haddessen am 1. Januar 1973 Teil der Gemeinde Fischbeck, die ihrerseits am 29. Januar 1973 in die Stadt Hessisch Oldendorf eingemeindet wurde. 1977 wurde die Region um Hessisch-Oldendorf und Fischbeck in den Landkreis Hameln-Pyrmont umgegliedert. Am 31. Dezember 2004 wurden die Regierungsbezirke aufgelöst.

Politik

Bürgermeister der Stadt Hessisch-Oldendorf ist Tarik Oenelcin. Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Süntel ist Kirsten Mitosinka.

Der Ortsrat Süntel besteht nach der Wahl von 2021 aus Vertretern von SPD, CDU und Grünen.

Die Stadt Hessisch Oldendorf hatte einen Dorfentwicklungsplan in Auftrag gegeben, welcher der Stadt im Juni 2020 mit einer Perspektive für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre vorgelegt wurde.[28] Der Entwicklungsplan hat keine rechtliche Verbindlichkeit, dient aber nach dem Beschluss durch den Orts- und Stadtrat als selbstbindender kommunaler Handlungsrahmen für die künftige Entwicklung. Im Jahr 2026 befasst sich der Ortsrat Süntel mit lokalen Infrastrukturprojekten, wie z. B. der Reparatur und dem Neubau von Straßen.

Bau- und Naturdenkmale

In der Liste der Baudenkmale in Hessisch Oldendorf sind für Haddessen neun Baudenkmale aufgeführt.

Die beiden Hofanlagen Hannebreite 8 und Süntelstraße 22 sowie das alte Schulgebäude stehen in Haddessen unter Denkmalschutz. Ein Findling aus Tertiärquarzit am südöstlichen Ortsrand ist ein Naturdenkmal (siehe Liste der Naturdenkmale in Hessisch Oldendorf).

Literatur

  • Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung, Rinteln, 1968.
  • Kurfürstentum Hessen: Kurhessisches Staats- und Adresshandbuch auf das Jahr 1830, Verlag des Waisenhauses, Kassel, 1830.
  • Kurfürstentum Hessen: Kurfürstlich Hessisches Hof- und Staatshandbuchauf das Jahr 1851, Verlag des reformierten Waisenhauses, Kassel, 1851.
  • Michael Rademacher: Schaumburg, Online-Material zur Dissertation, Osnabrück, 2006, in: https://www.eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/schaumburg.html, abgerufen am 14. Juni 2026.
  • N. N.: Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. 10. Die Gemeinden der Provinz Hessen-Nassau und ihre Bevölkerung, in: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11157798?page=72 (Volkszählung 1871), abgerufen am 14. Juni 2026.
  • N. N.: Gemeindelexikon für das Königreich Preussen, 11., Provinz Hessen-Nassau, in: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11480940?q=Eichmühle&page=90,91 (Volkszählung 1895), abgerufen am 14. Juni 2026.
  • N. N.: Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen), in: https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/_inhalt.html, abgerufen am 14. Juni 2026.
  • Stadt Hessisch-Oldendorf (Hrsg.): Dorfentwicklungsplan der Süntel- und Hohensteindörfer Barksen - Bensen - Haddessen - Höfingen - Krückeberg - Langenfeld - Pötzen - Wickbolsen - Zersen, Juni 2020, PDF, online, abgerufen am 13. Juni 2026.
  • Carl Wilhelm Wippermann: Regesta Schaumburgensia: Die gedruckten Urkunden der Grafschaft Schaumburg, 1853.

Einzelnachweise

  1. a b c d Haddessen auf der Website der Stadt Hessisch Oldendorf
  2. Jürgen Schlieckau: Die Geschichte der Dörfer Diedersen und Dadersen, Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2025, S. 11, ISBN 978-3-95954-174-9.
  3. Helga Knoke, 1968, S. 118.
  4. Vgl. zur Ortsnamenforschung das Niedersächsische Ortsnamenbuch (NOB). Es ist ein langfristig angelegtes Projekt des Instituts für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen.
  5. Jürgen Schlieckau, 2025, S. 25.
  6. Carl Wilhelm Wippermann, 1853.
  7. R. Oldermann: Stift Fischbeck. Eine geistliche Frauengemeinschaft in mehr als tausendjähriger Kontinuität, Schaumburger Studien, Band 64, Verlag für Regionalgeschichte.
  8. Manfred Willeke, 175 Jahre Realverband Forstgenossenschaft Holtensen, Forstgenossenschaft Holtensen (Hrsg.), 1. Auflage, Hameln, 2019, S. 125 f., ISBN 978-3-00-061843-7; zit. Jakob Grimm: „Die drei Süntelmarkgenossenschaften“, in: Deutsche Rechtsaltertümer und Weistümer, 2. Ausgabe, 1854, Nr. 43. Jakob Grimm schrieb: „Die Mark bedeutet ursprünglich Grenze. Die natürliche älteste Grenze war der Wald. Der Name übertrug sich auf den gemeinsamen Wald. Zur Mark gehörte nicht nur der Wald, sondern auch Viehtriften und Hude im Wald, Wild, Vögel und Bienen. Die meisten großen Waldungen sind früher Markengut gewesen. [...] Jeder volle Markgenosse hatte freies Bau- und Brennholz. [...] Die Holtting wurde jährlich abgehalten. Sie stellte das Markrecht fest und überlieferte es. Sie urteilten über Verletzungen des Rechtes und konnten Rechtsbrecher aus der Mark verweisen!
  9. Die drei Süntelmarkgenossenschaften waren die Schaumburger Mark, die Mündersche Mark und die Ostermark. Die Fischbecker Mark ist der östliche Teil der Schaumburger Mark. Die Aufteilung der Waldmarken wurde bereits in vorkarolingischer Zeit durch die Altsachsen durchgeführt. Manfred Willeke, 2019, S. 125 f.; zit. Jakob Grimm: „Die drei Süntelmarkgenossenschaften“, in: Deutsche Rechtsaltertümer und Weistümer, 2. Ausgabe, 1854, Nr. 43. Jakob Grimm schrieb: „Die Mark bedeutet ursprünglich Grenze. Die natürliche älteste Grenze war der Wald. Der Name übertrug sich auf den gemeinsamen Wald. Zur Mark gehörte nicht nur der Wald, sondern auch Viehtriften und Hude im Wald, Wild, Vögel und Bienen. Die meisten großen Waldungen sind früher Markengut gewesen. [...] Jeder volle Markgenosse hatte freies Bau- und Brennholz. [...] Die Holtting wurde jährlich abgehalten. Sie stellte das Markrecht fest und überlieferte es. Sie urteilten über Verletzungen des Rechtes und konnten Rechtsbrecher aus der Mark verweisen!
  10. Manfred Willeke: 175 Jahre Realverband Forstgenossenschaft Holtensen, Forstgenossenschaft Holtensen (Hrsg.), 1. Auflage. Hameln, 2019, S. 134 f., ISBN 978-3-00-061843-7.
  11. Bis ins 19. Jahrhundert gab es im Süntel noch Steinadler, die z. B. auf dem Hohenstein nisteten; sie gibt es in Deutschland heute nur noch in den Alpen. Heute gibt es gelegentlich Fischadler in der Region um Haddessen.
  12. Information des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) Süntelwald, abgerufen am 13. Juni 2026.
  13. Stadt Hessisch Oldendorf: Satzung über die Abwasserbeseitigung und den Anschluss an die öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage der Stadt Hessisch Oldendorf (Abwasserbeseitigungssatzung), in: PDF, abgerufen am 14. Juni 2026.
  14. Information zur Ortsfeuerwehr Haddessen in: Website der Feuerwehr Haddessen
  15. Jule Stolpe: Hessisch Oldendorf: Projekte in Haddessen und im Süntel auf den Weg gebracht, auf radio-aktiv.de, abgerufen am 14. Juni 2026.
  16. Geschichte der Jagdgenossenschaft Höfingen, auf hoefingen.net, abgerufen am 14. Juni 2026.
  17. Chronik des Süntelbades Haddessen, auf dlrg-haddessen.de, abgerufen am 8. Juli 2026.
  18. Das Süntelbad 1968, auf dlrg-haddessen.de, abgerufen am 8. Juli 2026
  19. Förderverein Kindergarten Haddessen e.V., auf hessisch-oldendorf.de, abgerufen am 14. Juni 2026.
  20. Kurhessisches Staats- und Adresshandbuch auf das Jahr 1830. Kurfürstentum Hessen. Verlag des Waisenhauses, Kassel 1830 (google.de).
  21. Kurfürstlich Hessisches Hof- und Staatshandbuch auf das Jahr 1851. Kurfürstentum Hessen. Verlag des reformierten Waisenhauses, Kassel 1851 (google.de).
  22. Daten für Haddessen aus der Volkszählung 1871
  23. Daten für Haddessen aus der Volkszählung 1895
  24. Landkreis Rinteln. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. August 2022; abgerufen am 2. März 2026.
  25. Michael Rademacher: Schaumburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  26. a b c Daten für Haddessen aus: Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  27. Digitalisierte Kirchenbucheintrage bei Archion: Haddessen, abgerufen am 15. Juni 2026.
  28. Stadt Hessisch-Oldendorf (Hrsg.): Dorfentwicklungsplan der Süntel- und Hohensteindörfer Barksen - Bensen - Haddessen - Höfingen - Krückeberg - Langenfeld - Pötzen - Wickbolsen - Zersen, Juni 2020, PDF, online verfügbar, abgerufen am 13. Juni 2026.

Anmerkungen

  1. Siehe Tilithigau und Gogericht.
  2. Rothirsche wurden im Süntel Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Jagd und die starke Holznutzung ausgerottet. Heute gibt es gelegentlich Rothirsche, die durch die Wälder um Haddessen ziehen, sowie im umzäunten Saupark Springe.
  3. Wölfe wurden im Weserbergland in der Zeitstellung zwischen 1840 und 1850 systematisch ausgerottet. Heute sind Wölfe im Süntel wieder auf Durchreise, aber es gibt im Umkreis von Haddessen (noch) kein festes Wolfsrudel.
  4. Auerhähne starben im Weserbergland im Verlauf des 19. Jahrhunderts aus.

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