Hadrien David
Hadrien David (* 22. Februar 2004 in Royan) ist ein französischer Autorennfahrer.



Hadrien David (* 22. Februar 2004 in Royan) ist ein französischer Autorennfahrer.
Karriere als Rennfahrer
Kartsport- und Monopostorennen
Hadrien David begann im Alter von acht Jahren auf der Kartbahn Karting de Royan in seiner Heimatstadt mit dem Kartfahren. 2013 gab er sein Debüt im offiziellen Rennsport in der Mini-Kart-Kategorie und belegte den dritten Platz im französischen Pokal (Coupe de France), den ersten Platz in der Regionalmeisterschaft Poitou-Charentes und den zweiten Platz in der Region Centre-Valley. 2014 belegte er den fünften Platz beim Coupe de France und der französischen Meisterschaft in der Minime-Kategorie und wurde zudem als bester Rookie ausgezeichnet. Im selben Jahr nahm er am 10-153-Programm des französischen Automobilsportverbands teil. 2015 gewann er den französischen Pokal und die Rotax Challenge, wurde Dritter in der französischen Meisterschaft in derselben Kategorie und wurde Mitglied des französischen Kartteams.
2016 gab er sein internationales Debüt und wurde belgischer Meister im X30-Kadetten-Wettbewerb. Er gewann erneut den französischen Pokal und wurde französischer Kadettenmeister. Innerhalb von zwei Jahren nahm er an 30 nationalen und internationalen Wettkämpfen teil, stand 28 Mal auf dem Podium und errang 26 Siege. Ab 2017 baute er seine internationale Präsenz weiter aus und belegte den vierten Platz bei der Europameisterschaft sowie den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Genk und in der OK-Junior-Kategorie. 2018 gewann er die WSK in La Conca in derselben Kategorie und einen Lauf der Deutschen Meisterschaften in Genk in der OK-Kategorie.
2019 wechselte er in den Monopostosport und trat der französischen Formel-4-Meisterschaft an.[1] Zur Vorbereitung auf diese Saison nahm er auch an der Südostasiatische Formel-4-Meisterschaft teil und verwendete dabei denselben Mygale M14-F4-Renault wie in der französischen Meisterschaft. David gewann sechs der acht Rennen, an denen er teilnahm, und belegte außerdem einen zweiten und einen siebten Platz.[2] Beim Auftaktrennen der französischen Formel-4-Serie in Nogaro gewann David zwei der drei Läufe, sicherte sich zwei Pole-Positions und alle drei schnellsten Runden und übernahm damit die Führung in der Meisterschaft. In Pau feierte er seinen dritten Saisonsieg. Er gewann erneut in Lédenon, und trotz einiger komplizierter Rennen aufgrund von Kollisionen mit anderen Fahrern, die ihm die Plätze 9 und 16 einbrachten, führt David weiterhin die Meisterschaft an. Sein einziger ernstzunehmender Konkurrent war Reshad de Gerus. David errang zwei weitere Siege auf dem Hungaroring und stand von da an bis zum Saisonende nie ohne Podiumsplatz da, darunter ein weiterer Sieg in Paul Ricard. Mit diesem Erfolg wurde David im Alter von fünfzehn Jahren und insgesamt 280 Punkten zum jüngsten Fahrer, der jemals eine FIA-Formel-4-Kategorie gewinnen konnte.[3] 2019 fuhr er als Gastfahrer in der ADAC Formel-4-Meisterschaft auf dem Circuit Zandvoort und dem Nürburgring. Sein bestes Ergebnis war ein siebter Platz beim letzten Rennen auf dem Nürburgring. Anschließend kehrte er in die französische Formel-4-Meisterschaft zurück, wo er fortan die gesamte Saison bestritt.
Im Oktober 2019 nahm David mit R-ace GP und MP Motorsport am Nachsaisontest des Formel Renault Eurocup am Yas Marina Circuit teil. Im Januar des darauffolgenden Jahres wurde bestätigt, dass David in der kommenden Saison für MP Motorsport an der Seite von Franco Colapinto sein Debüt geben würde. Allerdings erlebte er eine schwache erste Saisonhälfte mit vier Rennen in Folge ohne Punkte. In der zweiten Hälfte steigerte sich David, erzielte regelmäßig Punkte und stand in Imola auf dem Podium. Am Ende belegte er den zehnten Platz in der Gesamtwertung, sieben Plätze hinter seinem Teamkollegen Franco Colapinto.[4] 2021 startete er für R-ace GP in der Formula Regional European Championship, zusammen mit Léna Bühler, Zane Maloney und seinem Landsmann Isack Hadjar. Seinen ersten Podiumsplatz erreichte David im ersten Rennen mit dem dritten Platz in Imola. Im zweiten Rennen belegte er den vierten Platz. Am Ende der Saison wurde David Vizemeister. Er blieb für die Formula Regional European Championship 2022 bei R-ace GP, da er nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügte, um in die FIA-Formel-3-Meisterschaft dieses Jahres aufzusteigen. Zu Beginn der Saison nahm er an den ersten beiden Läufen der Formula Regional Asian Championship, wo er zwei Siege errang und den neunten Platz in der Gesamtwertung belegte.[5]
Als Belohnung für den Gewinn des französischen Forme-4-Titels wurde David im Januar 2020 Mitglied der Renault Sport Academy. Nach der Umbenennung der Akademie in Alpine Academy wurde er freigestellt.[6]
GT- und Sportwagenrennen
David gab sein Debüt im Sportwagenbereich im Jahr 2022 und fuhr einen Lauf der Ultimate Cup Series in der LMP3-Klasse. Anfang 2024 startete David zusammen mit Fabien Michal und R-ace GP beim Finale der Prototype Winter Series. Dort sicherte er sich im zweiten Stint (Fahrzeit zwischen zwei Boxenstopps) mit Überholmanövern gegen Rik Koen und Danny Soufi seinen ersten LMP3-Sieg.[7] Daraufhin nahm David am Michelin Le Mans Cup 2024 teil, wo er für R-ace an der Seite des Bronzeranglistenplatzierten Michal antrat. Beim Saisonauftakt in Barcelona belegten die beiden den zweiten Platz, wobei David die Führung kurz vor Schluss an Tommy Foster verlor. In Le Castellet führte ein Dreher Michals vor dessen Boxenstopp und eine obligatorische Zeitstrafe für den Boxenstopp (die Michal aufgrund seiner starken Leistung in Barcelona erhalten hatte) dazu, dass David zu Beginn seines Stints auf den achten Platz zurückfiel. David kämpfte sich jedoch nach vorn, war der schnellste Fahrer auf der Strecke und verbesserte sich auf den dritten Platz.
Er blieb auch in der Le-Mans-Cup-Saison 2025 bei R-ace und fuhr zusammen mit Hugo Schwarze im neuen Duqueine D09. Beim ersten Lauf in Barcelona belegte das Duo den achten Platz, nachdem Schwarze wegen einer vermeidbaren Kollision eine Durchfahrtsstrafe erhalten hatte. Nach einem fünften Platz in Le Castellet wurde David im ersten Rennen der Road to Le Mans Zweiter, nachdem er nach den Boxenstopps vom späteren Rennsieger Adrien Closmenil überholt worden war. Im zweiten Rennen des Wochenendes belegten David und Schwarze erneut den zweiten Platz, wobei Schwarze Matteo Quintarelli in der letzten Runde nicht mehr überholen konnte. In Spa sicherte sich David im verregneten Qualifying die Pole-Position und fuhr anschließend einen dominanten Vorsprung heraus, um das Rennen mit 14 Sekunden Vorsprung zu gewinnen. Mit einem hart umkämpften Sieg in Silverstone, wo David die Führung in einem Kampf in der letzten Runde erfolgreich gegen Romain Favre verteidigte, sicherten sich David und Schwarze den LMP3-Titel bereits vor dem letzten Rennen. Auch im letzten Rennen fuhr David einen Sieg ein und baute seinen Vorsprung auf 21 Sekunden aus, nachdem er den führenden Inter Europol Competition-Wagen überholt hatte.[8]
Statistik
Le-Mans-Ergebnisse
| Jahr | Team | Fahrzeug | Teamkollege | Teamkollege | Platzierung | Ausfallgrund |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | Lexus RC F GT3 | Rang 34 |
Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft
| Saison | Team | Rennwagen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | Akkodis Team | Lexus RC F GT3 | ||||||||
| 31 | DNF | 34 | 31 |
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hadrien David fährt in der französischen Formel-4-Meisterschaft (französisch)
- ↑ Südostasiatische Formel-4-Meisterschaft 2019 (englisch)
- ↑ Jüngster Formel-4-Meisterschaftsgewinner (englisch)
- ↑ Im Formel Renault Eurocup (englisch)
- ↑ Die Erfolge 2022 (englisch)
- ↑ Die Zeit als Renault-Junior (englisch)
- ↑ Prototype Winter Series Barcelona 2024 (englisch)
- ↑ Le-Mans-Cup-Saison 2025 (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | David, Hadrien |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Autorennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 2004 |
| GEBURTSORT | Royan |
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