Helops (Kentaur)

Helops ist ein Kentaur der griechischen Mythologie. Er wird in der Kentauromachie auf der Hochzeit des Lapithen Peirithoos von diesem getötet. Einzige Quelle s…

Helops (Kentaur)
Kylix, 5. Jahrhundert v. Chr., Speerkämpfer versus Kentaur

Helops ist ein Kentaur der griechischen Mythologie. Er wird in der Kentauromachie auf der Hochzeit des Lapithen Peirithoos von diesem getötet. Einzige Quelle sind Ovids Metamorphosen.

Name

Er kommt vom griechischen Ἕλωψ, Hélōps. In vielen Kentaurennamen ist „eine deutliche Anspielung auf den Wohnsitz ... in Gebirgen zu erkennen“, andere lassen sich auf „bestimmte Örtlichkeiten“ beziehen,[1] also auf ein Gebiet oder einen Volksstamm, so auch hier.

Roscher verortet den Namen „entweder auf das Gebiet der eubötischen Έλλοπiεῖσ (Ellopieís, Ellópier) oder auf die von Stephanus Byzantinus[2] erwähnte Stadt der Doloper am Pindos.“[3] Gemeint ist zum einen die Insel Euböa, die früher ganz oder teilweise Ellopia hieß, zum anderen die dolopische Siedlung Ellopia in Thrakien. Dazu gibt es einen Helden, den Eponymus Ἔλλοψ, Éllops[4], „nach welchem Ellopia benannt sein soll.“[5] In beiden Regionen befinden sich große und hohe Gebirgszüge, in denen Kentauren traditionell hausen, so dass Ovid hier möglicherweise zugegriffen hat, um den mit einem Spiritus asper ausgestatteten, dafür um ein „l“ gekürzten (H)el(l)ops in die Kentauromachie aufzunehmen.

Mythos

Ovid lässt Nestor vor Troja die Kentaurenschlacht erzählen, war er doch selbst dabei: Peirithoos, der Bräutigam, habe in den Kampf eingegriffen, zuerst den Petraios, dann den Lykos und Chromis getötet, um sich schließlich zwei weitere Kentauren vorzunehmen, zuerst den Helops:

„Aber die beiden (Lykos und Chromis) schafften geringeren Ruhm dem Sieger als Dictys und Helops. Helops sank von dem Spieß (des Peirithoos), der Bahn sich brach durch die Schläfe und von dem rechten durchdrang, gebohrt zu dem linken der Ohren.“[6] Danach bedrängt Peirithoos den Dictys und schließt seine Siegesserie ab.

Peirithoos ist im Kampfrausch, der unbewaffnete Helops hat keine Chance, die Lanze durchbohrt seinen Kopf. Ovid fügt damit – variatio delectat – eine weitere Todesart im variantenreichen Gemetzel der Kentauromachie hinzu. Der „elegante“ Kopftreffer hebt Helops aus der Herde heraus und verschafft dem treffsicheren Helden mehr Ruhm (titulum) als der zuvor erlegte Lykos und Chromis, die nur namentlich aufgeführt werden.

Eine Käfergattung trägt den Namen Helops.

Quellen

  • Ovid: Metamorphosen 12, 334–336, Wikisource.
  • Stephanus von Byzanz: Ethnica, Edition Billerbeck&Zubler, Berlin 2011, Band 2, Seite 134, Nr. 66, griechisch/deutsch, archive.org.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Zitate aus Roscher, Kentaurennamen, Seite 425, siehe Literatur.
  2. Stephanus unter dem Stichwort „Ellopia“, siehe Quellen.
  3. Roscher, Kentaurennamen, Seite 425, siehe Literatur.
  4. Auch Name eines Fischs, etymologisch ungeklärt, siehe in der RE Ellops 2.
  5. Pape, siehe Literatur.
  6. Übersetzung Suchier von Ovid, Metamorphosen 12, 334–336: „Sed uterque minorem victori titulum quam Dictys Helops que dederunt, fixus Helops iaculo, quod pervia tempora fecit et missum a dextra laevam penetravit ad aurem“

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.