Karl Hackenschmidt
Christian Karl Hackenschmidt (auch Christian Charles Hackenschmidt; * 14. März 1839 in Strasbourg; † 11. November[1] 1915 ebenda) war ein elsässisch…

Christian Karl Hackenschmidt (auch Christian Charles Hackenschmidt; * 14. März 1839 in Strasbourg; † 11. November[1] 1915 ebenda) war ein elsässischer evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe.
Leben
Karl Hackenschmidt war der Sohn des Korbflechters und Dichters Johannes Christian Hackenschmidt und seiner Frau Louise Urban. Er besuchte das Gymnasium in Straßburg. Von 1857 bis 1861 studierte er in Straßburg Evangelische Theologie. Im Jahre 1857 war er zusammen mit Friedrich August Ihme einer der Stifter der Wingolfsverbindung Argentina zu Straßburg.[2] Er schloss sein Studium 1862 in Erlangen mit einer Arbeit zur lutherischen Dogmatik ab, wo er auch Mitglied des Erlanger Wingolf wurde. Am 23. Oktober 1864 wurde er ordiniert. Im Jahre 1869 wurde er in Straßburg mit der Arbeit Études sur la doctrine chrétienne du péché (Studien über das Christliche Dogma der Sünde) promoviert.

Hackenschmidt war von 1864 bis 1868 Vikar in Ingwiller. Anschließend wurde er Hauslehrer in Froeschwiller und unternahm eine Studienreise nach Paris und nach Deutschland. Von 1870 bis 1882 war er Pfarrer in Jaegerthal, von 1882 bis 1885 Gefängnispfarrer in Straßburg. Anschließend wurde er Pfarrer an Saint-Pierre-le-Jeune protestant (Jung-St-Peter protestantisch), was er bis zu seinem Tode blieb. Von 1909 bis 1915 war er zudem Präsident des Konsistoriums der Gemeinde. Theologisch entwickelte sich Hackenschmidt im Lauf seines Lebens von einem streng konfessionellen Lutheraner zu einem „Rechtsritschlianer“ und grenzte sich immer mehr vom Neuluthertum ab.
Hackenschmidt galt als einer der Vorkämpfer des Deutschtums im Reichsland Elsass-Lothringen. Die Universität Straßburg zeichnete ihn 1896 mit der theologischen Ehrendoktorwürde aus. Gleichwohl wurde ihm laut Siegwalt zur Zeit der Zugehörigkeit Straßburgs zum Deutschen Reich ein Lehrstuhl an der Universität Straßburg versagt, weil er „zu deutsch“ war.[3]
Hackenschmidt war seit 30. Juni 1871 verheiratet mit Emilie Baranowska. Ihre Tochter war die Künstlerin Sabine Hackenschmidt (1873–1939).
Schriften
- Vaterlandslieder eines Elsässers, Lahr 1871.
- Die Anfänge des katholischen Kirchenbegriffs. Dogmenhistorischer Versuch, Straßburg 1874.
- Über wahres u. falsches Luthertum, Leipzig 1877.
- Der römische Bischof im vierten Jahrhundert, Heidelberg 1880.
- Die Kirche im Glauben des ev. Christen, Erlangen 1881.
- Der christliche Glaube, Calw und Stuttgart 1901.
- Licht- u. Schattenbilder aus dem AT, Gütersloh 1908.
- Die Christuspredigt für unsere Zeit, Göttingen 1909.
- Der Prophet Jeremia, Gütersloh 1912.
- Wegweiser zu den Segensquellen Gottes für Konfirmanden, Gütersloh 1913.
- Der Prophet Daniel, Gütersloh 1914.
- Der Krieg und die Lüge. Vortrag, Straßburg 1915.
- Kalendergeschichten, Straßburg 1925.
Literatur
- Otto Michaelis: Karl Hackenschmidt, 1839–1915. Ein deutscher Sänger und Prophet des Elsasses. Strassburger Druckerei und Verlagsanstalt, Straßburg 1916.
- Karl Dienst: Hackenschmidt, Karl. In: Religion in Geschichte und Gegenwart³, Band 3, 1959, Sp. 7.
- Friedrich Wilhelm Bautz: Hackenschmidt, Karl. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Bautz, Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8, Sp. 421–422.
- Bernhard Vogler: Karl Hackenschmidt. In: Jean-Marie Mayeur, Yves-Marie Hilaire (Hrsg.): Dictionnaire du monde religieux dans la France contemporaine. Bd. 2. Alsace 1977.
- Hélène Georger-Vogt: Hackenschmidt, Charles Christian. In: Nouveau dictionnaire de biographie alsacienne 1989 (Internet-Ressource).
Einzelnachweise
- ↑ Laut BBKL 10. November.
- ↑ Festschrift der Argentina zum 50. Stiftungsfest 1907
- ↑ vgl. Martin Siegwalt: Carl Maurer. Ein Leben für Kirche und Heimat. Neudettelsau 2014, S. 144.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hackenschmidt, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Hackenschmidt, Christian Karl (vollständiger Name); Hackenschmidt, Christian Charles |
| KURZBESCHREIBUNG | elsässischer evangelisch-lutherischer Pfarrer und Theologe |
| GEBURTSDATUM | 14. März 1839 |
| GEBURTSORT | Strasbourg |
| STERBEDATUM | 11. November 1915 |
| STERBEORT | Strasbourg |
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.