Klimablatt

Klimablatt

Klimablatt

Beschreibung Zeitung der Klimastreik-Bewegung in der Schweiz
Sprache Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
Verlag Klimastreik Schweiz (Schweiz)
Hauptsitz Zürich, Bern (koordiniert)
Erstausgabe Oktober 2019, 2023
Gründer Klimastreik Schweiz
Erscheinungsweise einmalig zu eidgenössischen Wahlen
Verkaufte Auflage 1'500'000 (2019), schweizweite Verteilung Exemplare
Chefredaktorin kollektiv herausgegeben
Herausgeberin Klimastreik Schweiz'

Klimablatt ist eine von der Schweizer Klimabewegung Klimastreik Schweiz herausgegebene Zeitung. Sie erschien erstmals vor den eidgenössischen Wahlen 2019 und erneut vor den eidgenössischen Wahlen 2023. Ziel der Publikation ist es, die Öffentlichkeit über die Klimakrise zu informieren und klimapolitische Themen in den Wahlkampf einzubringen.

Geschichte

Die erste Ausgabe des Klimablatts erschien im Herbst 2019, wenige Wochen vor den nationalen Wahlen. Sie wurde in Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gedruckt und schweizweit verteilt. Inhaltlich stellte die Zeitung die Forderungen der Jugendbewegung ins Zentrum und kritisierte die als unzureichend empfundenen politischen Massnahmen gegen den Klimawandel.[1][2][3] Diese erste Ausgabe des Klimablatts wurde über eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform wemakeit finanziert.[4]

Im Jahr 2023 wurde eine zweite Ausgabe veröffentlicht, die erneut anlässlich der nationalen Wahlen erschien.[5] Diese griff aktuelle Themen wie die Energiewende, den Schutz der Biodiversität, Klimagerechtigkeit sowie eine erneute Bewertung der Parteiprogramme auf.

Inhalte

Das Klimablatt verbindet journalistische mit aktivistischen Elementen. Typische Inhalte sind:

  • Artikel über wissenschaftliche Hintergründe des Klimawandels
  • Interviews mit Forschenden, Aktivistinnen und Politikern
  • Vergleiche und Einschätzungen der Klimapolitik verschiedener Parteien
  • Kommentare und Meinungsbeiträge junger Aktivistinnen und Aktivisten
  • Illustrationen, Infografiken und kreative Beiträge über Klimaauswirkungen und Lösungsansätze

Verbreitung

Beide Ausgaben wurden in hoher Auflage kostenlos in Schweizer Städten, Schulen und im öffentlichen Raum verteilt. Zudem war die Zeitung digital über die Website von Klimastreik Schweiz und über soziale Medien zugänglich.

Rezeption

Die Initiative wurde in den Schweizer Medien als Beispiel für jugendliches politisches Engagement gewürdigt[6]. Befürworter lobten das Klimablatt dafür, komplexe Klimathemen verständlich aufzubereiten und junge Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Auch von wissenschaftlicher Seite wurde das Klimablatt unterstützt. So verfasste Sonja Seneviratne einen wissenschaftlichen Beitrag, und Reto Knutti bestätigte: «Die Fakten zum Klimawandel sind in dieser Zeitung völlig korrekt dargestellt.»[7]

Siehe auch

  • Klimablatt, Version vom 14. Dezember 2019 (archive.org)

Einzelnachweise

  1. «Klimablatt»: So will die Klimajugend die Wahlen 2019 aufmischen. In: Watson. 3. Oktober 2019, abgerufen am 8. September 2025.
  2. Die Klimajugend verschickt heute 1'067'000 Klimazeitungen – das steckt dahinter. In: Aargauer Zeitung. 4. Oktober 2019, abgerufen am 8. September 2025.
  3. «Klimablatt» soll Wähler mobilisieren. In: 20 Minuten. 4. Oktober 2019, abgerufen am 8. September 2025.
  4. Klimablatt – Crowdfunding. In: wemakeit. Abgerufen am 8. September 2025.
  5. Das Klimablatt 2023 geht in den Endspurt. In: Limmattaler Zeitung. 19. September 2023, abgerufen am 8. September 2025.
  6. Daniel Stern: «‹Klimablatt›: Der Klimastreik in jeden Briefkasten», WOZ, Nr. 37(2019), 12. September 2019
  7. Klimastreik: Was taugt die Zeitung der Aktivisten? In: nau.ch. 4. Oktober 2019, abgerufen am 8. September 2025.

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