Korallit
Ein Korallit oder Korallenkelch ist der Teil des Skeletts von Steinkorallen (Scleractinia) auf beziehungsweise in dem die Korallenpolypen sitzen. Er wird an der…



Diploria labyrinthiformis
Ein Korallit oder Korallenkelch ist der Teil des Skeletts von Steinkorallen (Scleractinia) auf beziehungsweise in dem die Korallenpolypen sitzen. Er wird an der Basis des Polypen durch die Ausscheidung feinster Aragonitkristalle gebildet. Der Korallit gibt in seiner Struktur die Anatomie des Korallenpolypen wieder.
Der Kelch besteht aus einer Basalplatte, die von einer Theca genannten ringförmigen Außenwand umgeben ist. Von der Theca aus erstrecken sich sechs, zwölf oder, bei vielen großpolypigen Steinkorallen auch ein Vielfaches von sechs, scharfkantige Kalksepten radiär zur Mitte des Koralliten. Setzen sich die Septen über die Korallitenwand hinaus nach außen fort, werden die außen sitzenden Teile als Costae bezeichnet.[1] Die Anzahl der Kalksepten entsprechen der Anzahl der Mesenterien im Gastralraum der Polypen. Im Zentrum des Koralliten sitzt bei manchen Gattungen eine kleine, Collumella genannte, Kalksäule, an die alle Septen stoßen. Bei solitären Steinkorallen fehlt oft die Außenwand. Der Korallit wächst durch die Kalkproduktion am Fuß des Polypen weiter und wird immer tiefer. Sind Septen und Außenring zu hoch geworden, so wird eine neue Basalplatte, etwas höher als die alte, gebildet. Die alte Basalplatte ist jetzt zu einem Querboden im Korallenskelett geworden, der Dissepiment genannt wird. Lebendes Korallengewebe, das sich unterhalb der neuen Basalplatte befindet, stirbt ab.
Bei den Hirnkorallen genannten, massiven Korallenformen entsteht die gewundene, stark gefaltete Form dadurch, dass sich mehrere Polypen einen langgestreckten Koralliten teilen, und sich zwischen den gemeinsamen Außenwänden tiefe Täler befinden. Diese Form wird auch Flabello-meandroid genannt.
Die genaue Feinstruktur der Koralliten ist ein wichtiges Merkmal bei der sehr schwierigen Artbestimmung der Steinkorallen.
Einzelnachweise
- ↑ Daniel Knop: Riffaquaristik für Einsteiger. ISBN 978-3-944821-19-1, S. 163.
Literatur
- Helmut Schumacher: Korallenriffe, BLV Verlagsgesellschaft München, 1988, ISBN 3-405-13614-8
- Yossi Loya und Ramy Klein: Die Welt der Korallen, Jahr Verlag Hamburg, 1998, ISBN 3-86132-226-9
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.