Manoach
Manoach oder Manoah ist im Tanach, der Hebräischen Bibel, der Vater des israelitischen Richters Samson bzw. Simson.
Manoach oder Manoah ist im Tanach, der Hebräischen Bibel, der Vater des israelitischen Richters Samson bzw. Simson.
Etymologie
Der Name hebräisch מָנ֫וֹחַ bedeutet „Ruhe“. In der Septuaginta wird er mit μανωε Manōe wiedergegeben.
Biblischer Bericht
Von Manoach wird im Buch der Richter (Kapitel 13–16) berichtet. Er war ein Daniter und lebte in einem Dorf namens Zora. Er war verheiratet, seine Frau war jedoch unfruchtbar und konnte keine Kinder bekommen. Manoachs Frau kam eines Tages verstört nach Hause und berichtete, dass ihr ein Engel erschienen sei und ihr die Geburt eines Sohnes geweissagt habe. Manoach, der dies nicht glauben konnte, lief hinaus aufs Feld und fand den Fremden, der ihm dies bestätigte. Daraufhin opferten Manoach und seine Frau für JHWH. Als die Flamme aufloderte, fuhr der Engel in das Feuer und verschwand (Ri 13,20 EU).[1] Nun glaubte Manoach an das Wunder des Herrn. Wenige Monate später wurde Samson geboren.
Samsons Vater wird noch einmal erwähnt, als er diesen zu seiner zukünftigen Frau nach Timna begleitet, um eine Ehe zu arrangieren (Ri 14,5 EU und Ri 14,10 EU).
Nach Samsons Tod wurde dieser im Grab seines Vaters zwischen Zora und Eschtaol beerdigt (Ri 16,31 EU). Dies ist die letzte Erwähnung Manoachs in der Bibel.
Manoach in der Kunst
Es gibt von Rembrandt mehrere Skizzen zu einem Gemälde des opfernden Manoach. Doch das ausgeführte Gemälde in Öl auf Leinwand, das sich in der Staatlichen Gemälde-Galerie in Dresden befindet, kann nach Ansicht von Kunstexperten nur zu einem geringen Teil von Rembrandt stammen.[2] Es wird vielmehr dem niederländischen Maler Abraham van Dijck (1635–1680) zugeschrieben, einem Schüler Rembrandts.[3][4]
Literatur
- Art. מָנֹוחַ2. In: Gesenius, 18. Aufl. 2013, S. 702.
- Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung. Stuttgart: Kohlhammer, 1928, S. 228.
- Ernst Jenni: Art. Manoah. In: Bo Reicke, Leonhard Rost (Hrsg.): Biblisch-Historisches Handwörterbuch. Göttingen 1994, S. 1143.
- Joel C. Slayton: Manoah. In: Anchor Bible Dictionary (ABD). Band 4, Doubleday, New York / London 1992, ISBN 0-385-19362-9, S. 511–512.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Manoah. In: Bibel-Lexikon. Verbreitung des christlichen Glaubens e. V. (VCG), 2025. Auf Bibelkommentare.de, abgerufen am 4. Oktober 2025.
- ↑ Manoach in der Kunst. In: Wissensbibliothek › Christliches Lexikon. Logo Buchversand, 2025. Auf Logo-Buch.de, abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Abraham van Dijck: Das Opfer des Manoah. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) In: Gemäldegalerie Alte Meister. Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD). Auf SKD.Museum, abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ David De Witt: Abraham van Dijck (c. 1635–1680) : life and work of a late Rembrandt pupil. WBooks, Zwolle 2020, ISBN 978-94-6258-331-3 (englisch). RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis. Auf RKD.nl, abgerufen am 20. Dezember 2025 (niederländisch).
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