Maria Mesner

Maria Mesner (* 23. Juli 1960 in Braunau am Inn) ist die wissenschaftliche Leiterin des Bruno-Kreisky-Archivs Wien.

Leben

Maria Mesner wuchs in Braunau am Inn auf und maturierte am dortigen Bundesgymnasium im Jahre 1978. Nach der Matura begann sie ein Doppelstudium der Geschichte und deutschen Philologie sowie der Soziologie an der Universität Wien.

Nach ihrer Sponsion zur Mag.a phil. wechselte sie in das Renner-Institut in Wien, wo sie in der Folge bis 1999 als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Mitarbeiterin der historischen Abteilung des Renner-Instituts im Studien- und Forschungszentrum „Vorwärts“ und ab Oktober 1996 als Leiterin der Abteilung Sozialwissenschaften und Dokumentation des Renner-Instituts wirkte.

1994 promovierte sie zur Dr. phil. am Institut für Geschichte der Universität Wien und ist seit 1997 auch als Lektorin an den Instituten für Geschichte und Zeitgeschichte der Universität Wien tätig.

2004 habilitierte sie an der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und erhielt die venia docendi für „Zeitgeschichte“ und ist seit dem Studienjahr 2007/08 auch Lehrbeauftragte am Referat Genderforschung der Universität Wien.

Seit 2000 ist Maria Mesner die geschäftsführende Leiterin des Bruno-Kreisky-Archivs in Wien.

Weitere Tätigkeitsbereiche

  • 1998–2001: Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des „Schwerpunktes frauenspezifische politikrelevante Hochschulforschung“ im Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr
  • 09/1999–09/2005: Vizepräsidentin der ITH (Internationale Tagung der Historiker und Historikerinnen der ArbeiterInnenbewegung und anderer sozialer Bewegungen), seither Kuratoriumsmitglied
  • seit 12/2001: Mitherausgeberin der ÖZG (Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften)
  • seit 1997: Vorstandsmitglied der IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen, davon:
  • 2000–2002: als Präsidentin
  • 2004/05: Mitglied des Programmkomitees für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften am Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • seit 2018: Studienprogrammleiterin Geschichte (SPL 7) an der Universität Wien

Schriften

  • Der Tod der Olympe de Gouges. 200 Jahre Kampf um Gleichberechtigung und Grundrechte. Dr.-Karl-Renner-Institut, Wien 1994.
  • mit Gabriella Hauch: Vom „Reich der Freiheit“. Liberalismus, Republik, Demokratie 1848–1998. Wien 1999, ISBN 978-3-85165-356-4.
  • Das Geschlecht der Politik. Verlag Österreich, Wien 2004, ISBN 978-3-85224-114-2.
  • mit Matthew Paul Berg: Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg. Das Beispiel der SPÖ. Oldenbourg, Wien/München 2005, ISBN 978-3-486-57815-7.
  • mit Johanna Gehmacher: Land der Söhne. Geschlechterverhältnisse in der Zweiten Republik. Studienverlag, 2007.
  • Geburten-Kontrolle. Böhlau, Wien 2010, ISBN 978-3-205-78320-6.
  • mit Gernot Heiss (Hrsg.): Asyl. Löcker, Wien 2012, ISBN 978-3-85409-628-3.
  • mit Heidi Niederkofler: Johanna Dohnal. Ein politisches Lesebuch. Mandelbaum-Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85476-407-6 (mandelbaum.at [PDF]).
  • mit Robert Kriechbaumer, Michaela Maier, Helmut Wohnout: Parteien und Gesellschaft im Ersten Weltkrieg. Das Beispiel Österreich-Ungarn. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2014.
  • mit Robert Kriechbaumer, Michaela Maier, Helmut Wohnout: Die junge Republik. Österreich 1918/19. Wien/Köln/Weimar 2018, ISBN 978-3-205-20105-2.
  • mit Michaela Maier, Robert Kriechbaumer, Johannes Schönner (Hrsg.): Die Krisen der Demokratie in den 1920er und 1930er Jahren. Böhlau, 2023.
  • Wessen Körper, wessen Leben, wessen Recht? Das Abtreibungsverbot und seine Wirkungen in Österreich. Picus Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-7117-3037-4.

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