Meschulasch

Der Meschullasch (hebräisch .mw-parser-output .Hebr{font-size:115%}הַמְּשֻׁלָּשׁ .mw-parser-output .Latn{font-family:"Akzidenz Grotesk","Arial","A…

Meschulasch
Gemeinden überwiegend arabischer Israelis, die zum Meschullasch zählen

Der Meschullasch (hebräisch הַמְּשֻׁלָּשׁ ha-Məschullasch, Plene auch: המשולש) oder Muthallath (arabisch المثلث, DMG al-muṯallaṯ; beides bedeutet ‚das Dreieck‘) bezeichnete ursprünglich ein von dem Städtedreieck Tira, Tayyibe und Qalansuwa gebildetes Siedlungsgebiet im Zentralbezirk von Israel, inzwischen den gesamten dichtbevölkerten Umkreis von Umm al-Fahm (dieses im Bezirk Haifa). Meschullasch ist auch die Bezeichnung für ein wichtiges Geschäftsviertel in Jerusalem.[1]

Geschichte

Obwohl irakische Streitkräfte das Gebiet des Meschullasch im Krieg um Israels Unabhängigkeit eingenommen und bis zu dessen Ende erfolgreich gehalten hatten, zog das Königreich Irak im März 1949 seine Truppen unvermittelt ab, ohne sich mit Israel auf Bedingungen der Waffenruhe zu verständigen. So teilten sich dann Israel und Jordanien im Waffenstillstandsabkommen von 1949 auf Rhodos das von irakischen Truppen geräumte Gelände in gegenseitigem Einvernehmen auf und fixierten die Grüne Linie in ihrem Verlauf.[2] Israel und Jordanien vereinbarten auch, dass Israel diese territorialen Zugewinne an anderer Stelle durch Gebietsabtretungen ausgleicht. So kam der Meschullasch mit Wirkung vom 20. Mai 1949 an Israel, während Areale südwestlich von Hebron und südöstlich von Beit Scheʾan an Jordanien kamen.

Neben Galiläa und dem Negev ist der Meschullasch eines der Gebiete mit hohem arabischem Bevölkerungsanteil in Israel.[3] Einer der Vorschläge des von Avigdor Lieberman 2004 lancierten sogenannten Lieberman-Plans war, den Meschullasch an einen zukünftigen palästinensischen Staat abzutreten im Austausch für israelische Siedlungsgebiete im Westjordanland. Dieser Plan wird von arabischen Israelis überwiegend abgelehnt.[4]

Einzelnachweise

  1. David Kroyanker (דָּוִד קְרוֹיָאנְקֶר): Die Architektur Jerusalems: 3000 Jahre Heilige Stadt. Hubertus von Gemmingen (Übers.). Kohlhammer, Stuttgart/Berlin u. a. 1994, ISBN 3-17-013165-6, S. 145.
  2. Ilan Pappe: „Das Scheitern der Politik: Eine historische Annäherung an den Krieg von 1948.“ In: Babylon: Beiträge zur jüdischen Gegenwart. Jg. 3, Heft 4, September 1988, S. 24–39, hier S. 31.
  3. Angelika Timm: Toleranz in der politischen Kultur […] – Das Beispiel Israel. Leibniz Online 1, Nr. 1, 2005, S. 6.
  4. Fadi Eyadat: New Poll Shows 68,4 % of Israeli Jews Fear Israeli Arab Uprising. In: Haʾaretz. 12. März 2007. (haaretz.com)

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.