Michael Neef

Michael Neef (* 28. August 1967 in Göttingen) ist ein deutscher Bundesrichter.

Michael Neef (* 28. August 1967 in Göttingen) ist ein deutscher Bundesrichter.

Neef studierte ab dem Sommersemester 1988 Rechtswissenschaften in Göttingen und war dort wissenschaftliche Hilfskraft bei Michael Coester. Zu seinen Studienfreunden gehört der Kunsthistoriker Georg Habenicht. 1993 absolvierte Neef die erste juristische Staatsprüfung, die zweite 1996 nach dem Referendariat in Celle.

Er trat im September 1996 in Heilbronn in den höheren Justizdienst des Landes Baden-Württemberg ein. Während der Proberichterzeit war er bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn, dem Amtsgericht und Landgericht Heilbronn tätig. Ab April 2000 war er Staatsanwalt in Stuttgart.

Im September 2003 wechselte er in den höheren Justizdienst des Landes Niedersachsen und war dort beim Landgericht Braunschweig als Richter am Landgericht tätig und seit 2004 Leiter der Führungsaufsichtsstelle. In der Zeit von Juli bis Dezember 2008 und erneut von Januar bis Anfang Mai 2010 war er an das Oberlandesgericht Braunschweig abgeordnet, bevor er dort im Mai 2010 zum Richter am Oberlandesgericht ernannt wurde. Infolge einer Abordnung in das Niedersächsische Justizministerium ab September 2015 leitete er ab September 2015 das Referat „Korruption, Wirtschafts- und Umweltstrafrecht“, ab Oktober 2016 war er mit den Aufgaben eines stellvertretenden Abteilungsleiters in der Abteilung für Strafrecht, Strafprozessrecht und Soziale Dienste in der Justiz betraut. Er wurde Ende Januar 2018 zum Ministerialrat ernannt.

Im Oktober 2018 kehrte er mit seiner Beförderung zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht an das Oberlandesgericht Braunschweig zurück und leitete dort zuletzt einen Strafsenat und einen Zivilsenat. Unter anderem hatte sein Senat 2019 über das sogenannte Diesel-Musterverfahren von Verbraucherschützern für etwa 470.000 Verbraucher gegen Volkswagen zu entscheiden,[1] das 2020 nach außergerichtlichen Vergleichen durch Klagerücknahme erledigt wurde.

2026 wurde er zum Bundesrichter ernannt und dem zum 1. Juli 2026 neu gebildeten 7. Strafsenat mit Sitz in Leipzig zugewiesen, der für die Revisionen in Strafsachen aus den Bezirken der Oberlandesgerichte Bamberg, Bremen, Koblenz, Oldenburg, Schleswig und Stuttgart zuständig ist.

Einzelnachweise

  1. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-musterfeststellungsklage-103.html

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