Monbos

Monbos (Aussprache [.mw-parser-output .IPA a{text-decoration:none}mɔ̃ˈbo], okzitanisch Mombòs) ist ein Dorf mit 81 Einwohnern (Stand: 1968) in der französi…

Monbos
Monbos
Monbos (Frankreich)
Monbos (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Bergerac
Gemeinde Thénac
Koordinaten 44° 45′ N, 0° 23′ OKoordinaten: 44° 45′ N, 0° 23′ O
Postleitzahl 24240
Ehemaliger INSEE-Code 24275
Eingemeindung 1. Januar 1973

Ehemaliges Priorat von Monbos

Monbos (Aussprache [mɔ̃ˈbo], okzitanisch Mombòs) ist ein Dorf mit 81 Einwohnern (Stand: 1968) in der französischen Gemeinde Thénac im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 1972 selbstständige Gemeinde gehörte Monbos zum Arrondissement Bergerac.

Am 1. Januar 1973 schlossen sich die Gemeinden Monbos und Puyguilhem der Gemeinde Thénac an, wobei sie den Status von Communes associées erhielten. Zum 1. Januar 2011 wurde dieser Zusammenschluss zur einfachen Fusion.[1]

Geografie

Monbos liegt etwa 55 Kilometer südsüdwestlich von Périgueux, etwa 67 Kilometer westsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 14 Kilometer südwestlich von Bergerac am südwestlichen Rand des Départements in der Landschaft des Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre. Das Ortsgebiet von Monbos ist der südöstliche Ortsteil von Thénac. Es befindet sich in den Einzugsgebieten von Dordogne und Garonne und wird von den zeitweise trockenfallenden Flüsschen Besageou, Ruisseau de Monbos und Rivaille entwässert.

Das Ortsgebiet erstreckt sich über eine wellige, waldarme Landschaft. Der topographisch höchste Punkt liegt mit 191 m südöstlich des Dorfzentrums. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Nordwesten auf etwa 105 m Höhe beim Austritt des Ruisseau de Monbos aus dem Ortsgebiet. Das Ortszentrum liegt auf etwa 140 m Höhe.

Etymologie und Geschichte

Der Name von Mombos erschien 1135 in der Schreibweise Manbos, dann Monbo und Monbos im 13. Jahrhundert. Er ist zusammengesetzt aus dem okzitanischen mont (deutsch Anhöhe) aus dem lateinischen mons (deutsch Berg, Gebirge) und einem Personennamen germanischen Ursprungs, Boso. Bos wurde im 16. Jahrhundert fälschlicherweise als Ableitung von bosc (deutsch Wald) interpretiert, was die Form Monbosc erklärt.[2]

Das Priorat, im 11. und 12. Jahrhundert erbaut, wird im Urkundenbuch der Abtei La Sauve-Majeure von 1135 und im Urkundenbuch der Abtei Cadouin von 1226 erwähnt. Diese Dokumente belegen insbesondere die Schenkung all seiner Besitztümer im Périgord an die Mönche von Cadouin durch Boson, Graf von Grignols.

Als Zeuge von über tausend Jahren Geschichte hat das Priorat den Hundertjährigen Krieg, Plünderungen und Invasionen, die Hugenottenkriege und die Französische Revolution überstanden. Um den Spuren der Zeit zu trotzen, wurde die Kirche im Laufe der Jahrhunderte in mindestens vier Bauphasen mehrmals umgebaut oder verstärkt.[3]

Einwohnerentwicklung

Mombos: Einwohnerzahlen von 1793 bis 1968
Jahr  Einwohner
1793
  
210
1800
  
199
1806
  
214
1821
  
243
1831
  
227
1836
  
223
1841
  
237
1846
  
219
1851
  
191
1856
  
206
1861
  
181
1866
  
149
1872
  
141
1876
  
189
1881
  
161
1886
  
144
1891
  
141
1896
  
143
1901
  
130
1906
  
137
1911
  
122
1921
  
109
1926
  
104
1931
  
108
1936
  
116
1946
  
117
1954
  
103
1962
  
100
1968
  
81
Quelle(n): EHESS/Cassini[4]

Sehenswürdigkeiten

  • Ehemaliges Priorat. Die Kirche besitzt ein einziges Kirchenschiff ohne Querschiff und einen flachen Glockenturm mit zwei Öffnungen über einem Okulus. Die Apsis ist mit einem Halbkuppelgewölbe versehen. Die Kapitelle sind mit historisierenden Figuren verziert. Sie ist seit 1947 als Monument historique eingeschrieben.[5]

Literatur

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Monbos – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Un peu d'histoire. Gemeinde Thénac, abgerufen am 8. August 2026 (französisch).
  2. Siehe Tanet, Hordé, Seite 407
  3. L’église de Monbos, témoin de mille ans d’histoire. Petites chroniques périgourdines, 10. Juni 2018, abgerufen am 8. August 2026 (französisch).
  4. Notice Communale Mombos. EHESS, abgerufen am 8. August 2026 (französisch).
  5. Prieuré de Monbos in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

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