Opernquerschnitt
Ein Opernquerschnitt ist eine Vermarktungsform von Werken des Musiktheater-Repertoires durch Tonträgerunternehmen in der Ära der Langspielplattenproduktion.
Ein Opernquerschnitt ist eine Vermarktungsform von Werken des Musiktheater-Repertoires durch Tonträgerunternehmen in der Ära der Langspielplattenproduktion.
Während es bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auf Tonträgern meist nur instrumentale Arrangements der populärsten Melodien aus Opern und Operetten gab, entwickelten die Produzenten von Schellackplatten ab 1930, alternativ zur damals noch sehr seltenen Gesamtaufnahme einer Oper, das Format des sogenannten Opernquerschnitts.
Zunächst wurde oft ein bunter Melodienreigen zusammengestellt, der nicht immer aus vollständigen Nummern bestand, teils auch von ganz unterschiedlichen Sänger-Teams und Orchestern eingespielt waren. Auch die Reihenfolge des Zusammenschnitts hatte nicht immer mit der originalen Dramaturgie des Werkes zu tun, sondern orientierte sich teils an der Idee einer möglichst abwechslungsreichen Anordnung oder sogar einer Tonartenfolge, die aufeinander abgestimmt war. Die gebotene Kürze der Präsentation (in der zweiten Nachkriegszeit, als der Opernquerschnitt besondere Konjunktur hatte, war der Umfang noch immer auf maximal 20–25 Min. pro Seite beschränkt) machte es nötig, überwiegend geschlossene Nummern aus Opern zu wählen, eine Praxis, die der italienischen und französischen Nummernoper des Belcanto (Rossini, Verdi, Gounod, Offenbach, Bizet) weit mehr entgegenkam als dem durchkomponierten Musikdrama von Richard Wagner oder Richard Strauss.
Noch bis in die 1960er Jahre wurden Opernquerschnitte auch separat produziert, doch gab es auch die auf einen Querschnitt reduzierte Gesamtaufnahme, die viele Firmen erfolgreicher vermarkteten als die integralen Versionen.
Auch von Oratorien (z. B. Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach) wurden Querschnitte produziert.[1]
Literatur
- Martin Elste: Kleines Tonträger-Lexikon. Bärenreiter, Kassel 1989. ISBN 3-7618-0966-2
- Martin Elste: Der Opernquerschnitt. Eine medienspezifische Form des Musiktheaters? In: Hans-Joachim Hinrichsen/Klaus Pietschmann (Hrsg.): Jenseits der Bühne: Bearbeitungs- und Rezeptionsformen der Oper im 19. und 20. Jahrhundert (Schweizer Beiträge zur Musikforschung; Bd. 15), Kassel 2011, S. 172–194.
Einzelnachweise
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.