PSORT
PSORT war eine online verfĂŒgbare Datenbank, die eine Vorhersage von Proteinlokalisationen in Zellen trifft. Dies geschah durch Analyse der eingegebenen Aminosïżœ…
PSORT war eine online verfĂŒgbare Datenbank, die eine Vorhersage von Proteinlokalisationen in Zellen trifft. Dies geschah durch Analyse der eingegebenen AminosĂ€uresequenz. Sequenzen, die charakteristisch fĂŒr Sortiersignale sind (beispielsweise LĂ€nge der N-terminalen Region, der hydrophoben Region, Nettoladungen), wurden mit bekannten Sortiersignalen verglichen. Daraus wurde eine Lokalisationswahrscheinlichkeit fĂŒr Zytoplasma, Periplasma, innere Membran und AuĂenmembran errechnet.
Aufbau
PSORT bestand aus mehreren Subdatenbanken:
- PSORT (alte Version; Bakterien, Pflanzen)
- PSORT II (Tiere, Hefe; in Bearbeitung: Pflanzen, Gram-positive und Gram-negative Bakterien)
- Wolf PSORT (basierend auf PSORT II; Pilze, Tiere, Pflanzen)
- iPSORT (Detektion von N-terminalen Sortiersignalen)
- PSORT-B (Gram-negative Bakterien)
PSORT untersuchte Proteinsequenzen mithilfe der AminosĂ€uresequenzen. Mit einer anfĂ€nglichen Kategoriebestimmung wurde die Herkunft (Tier, Pflanze etc.) des Proteins bestimmt. Im Anschluss wurde der Standard-Buchstabencode fĂŒr AminosĂ€uren eingegeben. Die Ausgabe erfolgte in drei Abschnitten: ZunĂ€chst wurde die eingegebene Sequenz (ggf. korrigiert) gelistet. Daran anschlieĂend waren die Ergebnisse der Subprogramme zu ersehen. Die errechnete Wahrscheinlichkeit der Lokalisation erfolgte im dritten Abschnitt.
Ergebnisbeispiel
1. Abschnitt: Wiederholung der Eingabesequenz
2. Abschnitt: Ergebnisse der Subprogramme (Auswahl)
- PSG: Signalpeptidvorhersage
Aufgrund von Sequenzvergleichen mit eingespeisten AminosÀuresequenzen wurde eine Vorhersage getroffen, ob das eingegebene Protein ein Signalpeptid besitzt. Dies geschah aufgrund der LÀnge der N-terminalen Region und aufgrund der Nettoladungen in dieser Region.
- GvH: Signalsequenzerkennung
Weitere Methode zur Signalsequenzbestimmung, die auf der Weight-Matrix-Methode beruht. Dabei wurden die Input-Sequenzen an den Konsensussequenzen in der NÀhe der möglichen Schnittstellen mit bekannten Signal-Sequenzen verglichen.
3. Abschnitt: Lokalisationswahrscheinlichkeit
Hier wurden die von den Subprogrammen errechneten Daten durch Algorithmen zu einer Lokalisationswahrscheinlichkeit zusammengerechnet. Angegeben wurden die Orte mit den fĂŒnf höchsten Wahrscheinlichkeiten.
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