Shunkan

Shunkan (japanisch 俊寛; geboren im Jahr Kōji 2 (jul. 1143–1144); gestorben 2.3.Jishō 3lunisolar/10. April 1179jul.) war ein japanischer buddhistischer Pr…

Shunkan
Vertikales Diptychon von Yoshitoshi[A 1]

Shunkan (japanisch 俊寛; geboren im Jahr Kōji 2 (jul. 11431144); gestorben 2.3.Jishō 3lunisolar/10. April 1179jul.) war ein japanischer buddhistischer Priester in der späten Heian-Zeit.

Leben und Wirken

Gedenkstätte für Shunkan (Kikai, Kagoshima).

Shunkan war ein Enkel von Minamoto no Masatoshi (源 雅俊; 1063–1122) aus dem Murakami-Minamoto-Klan und Sohn von Kidera Hōin Kan’ya (木寺法印寛雅). Er, ein Priester der Shingon-Richtung des Buddhismus, beaufsichtigte die ausgedehnte Anlage des Hōsshō-ji (法勝寺), eines Tempels im Bezirk Shirakawa von Kyōto, und nahm Aufgaben eines buddhistischen Geistlichen wahr.

Im Jahr 1177 schloss sich Shunkai dem Kaiser im Ruhestand Go-Shirakawa, zusammen mit Fujiwara no Narichika (藤原 成親; 1138–1177), dem Priester Saikō (西光; gestorben 1177) und anderen, bei einem Anschlag an, der als „Shikageya-Zwischenfall“ (鹿ケ谷事件) in die Geschichte eingegangen ist. Der Anschlag war gegen Taira no Kiyomori gerichtet, der damals die Macht in der Stadt besaß. Kiyomori nahm die Verschwörer fest und verbannte Shunkan auf eine Insel namens „Kigaigashima“ (鬼界ヶ島) – etwa „Insel der Teufelswelt“. Eine Insel dieses Namens gibt es jedoch nicht: Eine Annahme ist, dass es sich um die Insel Iōjima – die „Schwefelinsel“ – in der Provinz Satsuma handelt, aber auch andere Orte werden diskutiert.

Im folgenden Jahr wurde eine Amnestie verkündet, aber Shunkan gehörte nicht zu den Begnadigten. So musste er weiter sein Leben auf der Insel verbringen und starb auch dort. Seine Bestürzung und seine Wut, dass er nicht zurückkehren konnte, bildete dann den dramatischen Höhepunkt in verschiedenen -Dramen, im Bunraku und im Kabuki. Am bekanntesten ist „Heike myogo no shima“ (平家女護島), das Chikamatsu Monzaemon 1719 publizierte. Akutagawa Ryunosuke publizierte 1922 Shunkan, basierend auf den Werken von Kurata Hyakuzō und Kikuchi Kan und anderen.

Anmerkungen

  1. Shunkan blickt verzweifelt hinterher, wie ein Amnestierter (im unteren Bild links oben) im Boot zurückkehren kann.

Literatur

  • S. Noma (Hrsg.): Shunkan. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1425.
Commons: Shunkan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.