Simonshofen

Simonshofen ist ein Gemeindeteil der Stadt Lauf an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Simonshofen hat e…

Simonshofen
Simonshofen
Koordinaten: 49° 33′ N, 11° 16′ OKoordinaten: 49° 33′ 6″ N, 11° 16′ 8″ O
Höhe: 374 m ü. NHN
Fläche: 8,86 km²[1]
Einwohner: 732 (1. Sep. 2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 91207
Vorwahl: 09123
Der Laufer Gemeindeteil Simonshofen
Der Laufer Gemeindeteil Simonshofen
Der Turmhügel Simonshofen

Simonshofen ist ein Gemeindeteil der Stadt Lauf an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Simonshofen hat eine Fläche von 8,862 km². Sie ist in 1295 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6843,58 m² haben.[1][4]

Geografie

Das Dorf befindet sich etwa vier Kilometer nördlich des Ortszentrums von Lauf und liegt auf einer Höhe von 374 m ü. NHN.[5]

Geschichte

Aus dem 1360 erwähnten Hof eines Sigman hat sich das Dorf Simonshofen entwickelt. Bereits 1375 wurde dort der Hopfenanbau erwähnt. Im Jahre 1333 erwarb der Nürnberger Konrad Groß die Güter und Grundstücke, die er in die von ihm errichtete Stiftung des Heilig-Geist-Spitals einbrachte. Über 600 Jahre übte das Spitalamt die Gemeindeherrschaft aus, besoldete einen Schullehrer und einen Förster. Im Jahre 1806 kam der Ort zum Landgericht Lauf.

Durch die Verwaltungsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern wurde der Ort mit dem Zweiten Gemeindeedikt eine Ruralgemeinde. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Simonshofen am 1. Januar 1973 in die Stadt Lauf eingegliedert.[6][7]

Kirchgemeindlich gehört Simonshofen zur evangelischen Kirchengemeinde Beerbach. Simonshofen war ursprünglich Bestandteil der Pfarrei Neunkirchen am Sand und wandte sich nach Einführung der Gegenreformation 1628 der Beerbacher Gemeinde zu. Seit 1814 gehört Simonshofen einheitlich zu Beerbach.[8]

Baudenkmäler

In Simonshofen befinden sich sechzehn Baudenkmäler, darunter mehrere Bauernhöfe, Wohnstallhäuser und Scheunen. Am Höllweiher stehen zwei Steinkreuze. In der Ortsmitte ist ein Kriegerdenkmal des Ersten und Zweiten Weltkriegs zu finden.

Aktivitäten und Infrastruktur

In Simonshofen sind mehrere Vereine ansässig, die das Dorfleben prägen. Der SV Simonshofen (gegründet 1964) stellt, neben Gesangs- und Kirchweihverein, den größten gesellschaftlichen Zusammenschluss im Dorf dar und bietet neben mehreren Herren- und Jugendfußballmannschaften auch Freizeittennis, Step-Aerobic, Gymnastik und Ski-Gymnastik.[9] Das Dorf beherbergt und betreibt zudem eine Freiwillige Feuerwehr, zwei Kindertagesstätten, einen Dorfmarkt sowie ein Dorfcafe.[10][11] Auch sind mehrere Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe in Simonshofen ansässig. Am Höllweiher findet regelhaft Freizeitangelbetrieb statt. In festen Abständen finden lokale und regionale Feste wie Kirchweihen oder ein Dorftag statt.[12]

Literatur

Commons: Simonshofen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Gemarkung Simonshofen (093574). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 27. Oktober 2024.
  2. Die Laufer Ortsteile. In: Lauf an der Pegnitz. Abgerufen am 2. April 2025.
  3. Gemeinde Lauf an der Pegnitz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 27. Oktober 2024.
  4. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. Oktober 2024.
  5. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  6. Politische Zusammensetzung der Landgemeinde Simonshofen, abgerufen am 27. Januar 2019
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 719 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  8. Wie Simonshofen zur Pfarrei Beerbach kam. Abgerufen am 11. August 2025.
  9. Der Verein – SV Simonshofen 1964 e. V. In: sv-simonshofen.de. Abgerufen am 11. August 2025.
  10. Dorfmarkt Simonshofen – Startseite. In: www.dorftag-simonshofen.de. Abgerufen am 11. August 2025.
  11. Willkommen im Dorfcafé. In: www.dorfcafe-simonshofen.de. Abgerufen am 11. August 2025.
  12. Dorftag Simonshofen – Startseite. In: www.dorftag-simonshofen.de. Abgerufen am 11. August 2025.

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