Sozan Coskun

Sozan Coskun (* 1996) ist eine deutsche Comiczeichnerin, die im Manga-Stil arbeitet.

Leben und Werk

2011 gewann Coskun den Manga-Talente-Wettbewerb der Leipziger Buchmesse. Beim Manga-Wettbewerb der Deutsch-Japanischen Gesellschaft 2013 belegte die den dritten Platz. Danach studierte sie Kommunikationsdesign an der FH Düsseldorf und schloss mit einem Bachelor of Arts ab. Als Teil ihrer Bachelorarbeit verfasste sie die Geschichte Sternenstaub in zwei Kapiteln, die sie anschließend im Selbstverlag publizierte.[1] 2019 präsentierte sie die ersten Kapitel ihres Manga Green Garden auf der Leipziger Buchmesse und wurde Autorin beim Hamburger Verlag Altraverse. Ab 2020 wurde Green Garden bei Altraverse veröffentlicht. Green Garden behandelt Themen wie Ökologie, Kapitalismus und Utopie. 2021 erreichte sie mit Green Garden bei den AnimaniA Awards in einer Fan-Abstimmung den zweiten Platz in der Kategorie „Bester Manga national“.[2] Seit 2023 erscheint beim gleichen Verlag ihre Serie Kiela und das letzte Geleit.[1]

Ab 2020 produzierte sie zusammen mit der Zeichnerin Racami den Podcast Ikigai, in dem beide Einblick in ihre Arbeit geben.[1] Seit der 52. Folge 2025 wird der Podcast offiziell durch den Verlag Altraverse begleitet.

Tancho Award 2026

Auf der Leipziger Buchmesse wurde der dritte Band von Coskuns Manga Kiela und das letzte Geleit mit dem 2026 erstmals vergebenen Tancho Award im Bereich Verlags-Publikation ausgezeichnet. Ein Artikel auf Lesering.de lobte hinsichtlich der Auszeichnung Coskuns den konsequenten Umgang mit der „Ökonomisierung existenzieller Grenzerfahrungen“,[3] die zu einem Kernaspekt des Manga gehöre. Coskuns Werk trage maßgeblich zu einer „Kanonbildung im Kleinen“[3] bei und erhöhe die nationale wie internationale Sichtbarkeit von Mangapublikationen aus der Feder deutschsprachiger Künstler.

Bibliografie

  • Sternenstaub (2018)
  • Green Garden (4 Bände, 2020–2022 bei Altraverse)
  • Kiela und das letzte Geleit (seit 2023 bei Altraverse)

Einzelnachweise

  1. a b c Comicmuseum Erlangen (Hrsg.): Manga aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von 2000 bis heute: Von Dragic Master bis Scarecrow. 2024 (unpaginiert).
  2. Ergebnisse der „AnimaniA Awards“ 2021 bekanntgegeben, manga-passion.de, 31. Juli 2021.
  3. a b Benedict P.: Tancho Award 2026: Sozan Coskun (Verlag) und LIAN (Selfpublishing) zeigen die Spannweite des deutschsprachigen Manga. lesering.de, 20. März 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.

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