Stephan Lenz

Stephan Lenz (* 5. September 1968[1] in Cochem, Mosel) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit 2023 ist er erneut Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von B…

Stephan Lenz
Stephan Lenz im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin

Stephan Lenz (* 5. September 1968[1] in Cochem, Mosel) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit 2023 ist er erneut Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von Berlin, dem er bereits von 2011 bis 2021 angehörte.

Leben

Lenz studierte Rechtswissenschaften in Mainz und in Dijon und ist als Rechtsanwalt tätig. Von 1999 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Fraktion der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus.

Lenz ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.St.V. Ketteler zu Mainz. Zudem ist er Hauptmann der Reserve in der Feldjägertruppe.[2]

Politik

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Lenz politisch und trat 2001 der Partei CDU bei. Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 und 2016 errang Lenz ein Mandat im Abgeordnetenhaus von Berlin. 2021 schied er aus dem Parlament aus. Bei der Wiederholungswahl 2023 konnte er seinen Sitz im Abgeordnetenhaus wiedererlangen.[3] Die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit liegen in der Innen- und der Gesellschaftspolitik.

In der 19. Wahlperiode des Abgeordnetenhauses ist der Abgeordnete Lenz Sprecher der CDU-Fraktion für Verfassungsschutz, Vorsitzender der G 10-Kommission des Landes Berlin und Mitglied des Innenausschusses. Er gehörte dem 1. Untersuchungsausschuss „Neukölln II“, der Enquete-Kommission „Für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegen Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit und jede Form von Diskriminierung“[4] an. Er ist Sprecher der CDU-Fraktion im 2. Untersuchungsausschuss „Fördergeld“ und Mitglied des Kuratoriums der Berliner Landeszentrale für politische Bildung. Zudem ist er Mitglied des Präsidiums des Abgeordnetenhauses.[5]

Lenz war in der 18. Wahlperiode des Abgeordnetenhauses von 2018 bis 2021 Vorsitzender des 1. Untersuchungsausschusses „Terroranschlag am Breitscheidplatz“. Der Ausschuss hatte den Auftrag, die Hintergründe des Anschlags vom 19. Dezember 2016 auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche aufzuklären, Verantwortlichkeiten herauszuarbeiten und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Der Abschlussbericht mit über 1200 Seiten wurde im Sommer 2021 vorgelegt.[6]

Commons: Stephan Lenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Andreas Holzapfel (Hrsg.): Abgeordnetenhaus Berlin – 17. Legislaturperiode, 2011–2016. NDV Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Rheinbreitbach 2012, ISBN 978-3-87576-710-0, S. 48.
  2. Feldjägerregiment 1. In: Kameradschaft der Feldjäger e.V. (Hrsg.): Der Feldjäger. Band 166, Januar 2025, S. 41/42.
  3. Gewählte Wiederholungswahl zum 19. Abgeordnetenhaus von Berlin am Sonntag, dem 12. Februar 2023 (Hauptwahl vom 26.09.2021) in Berlin. In: wahlen-berlin.de. 12. Februar 2023, abgerufen am 3. März 2023.
  4. Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegen Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit und jede Form von Diskriminierung“
  5. Stephan Lenz – Abgeordnetenhaus Berlin. Abgerufen am 2. September 2025.
  6. Bericht des 1. Untersuchungsausschusses des Abgeordnetenhauses von Berlin – 18. Wahlperiode – zur Untersuchung des Ermittlungsvorgehens im Zusammenhang mit dem Terroranschlag am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 (PDF; 19 MB), auf parlament-berlin.de

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