Thomas Rechsteiner

Thomas Rechsteiner (* 14. November 1971 in Appenzell; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Politiker (Die Mitte, vormals CVP).

Thomas Rechsteiner
Thomas Rechsteiner (2019)

Thomas Rechsteiner (* 14. November 1971 in Appenzell; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Politiker (Die Mitte, vormals CVP).

Leben

Thomas Rechsteiner ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er ist ausgebildeter Versicherungsfachmann und Finanzplaner und leitet die Generalagentur der Schweizerischen Mobiliar in Appenzell.[1]

Politik

Thomas Rechsteiner war politisch zunächst als Schulrat und später im Grossen Rat, der Legislative des Kantons Appenzell Innerrhoden, aktiv. Von 2011 bis 2018 war er als Säckelmeister (Finanzdirektor) Mitglied der Kantonsregierung. Bei den nationalen Parlamentswahlen vom 20. Oktober 2019 wurde Rechsteiner von seiner Partei CVP nicht offiziell zum Kandidaten portiert – sie wollte eine Frau als Kandidatin aufstellen – und er kandidierte stattdessen «wild».[2] Rechsteiner setzte sich dabei u. a. gegen Antonia Fässler, die offizielle Kandidatin der CVP, durch.[3]

Im Nationalrat war Rechsteiner bis 2023 Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission. Seit Frühling 2023 ist er Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit.[4] Bis 2023 war Rechsteiner Vizepräsident der Delegation für die Beziehungen zum Landtag des Fürstentums Liechtenstein.[5] Seit 2023 präsidiert er diese Delegation.

Kontroversen

Rechsteiner sorgte im Juni 2026 mit einer Interpellation unter dem «Mut zu Schweizer Kindern» für Aufsehen. In der Interpellation fragte er den Bundesrat, zu Massnahmen zur Geburtensteigerung von «Schweizer Kindern», denn die Schweizer Bevölkerung könnte schrumpen und «längerfristig könnte sie sogar aussterben». Unter anderem fragte er den Bundesrat zu einer Massnahme der ehemaligen ungarischen Regierung unter Viktor Orbán, die die Einkommensteuer für dreifache Mütter befreite.[6] Die Interpellation sorgte für heftige Reaktionen. Rechsteiner wurde unter anderem Rassismus vorgeworfen. Rechsteiner wies diesen Vorwurf zurück, und sagte, dass er gar keine Bevorzugung von Schweizer Kindern möchte und er «nur Fragen» stellen würde.[7][8]

Commons: Thomas Rechsteiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Thomas Rechsteiner. Schweizerische Mobiliar, abgerufen am 4. September 2020.
  2. Thomas Rechsteiner ist neuer Innerrhoder Nationalrat. In: SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz. 24. Oktober 2019, abgerufen am 4. September 2020.
  3. Claudio Weder: Die Mitfavoritin rechts überholt: Wer ist der neue Innerrhoder Nationalrat, der Antonia Fässler keine Chance liess? In: St. Galler Tagblatt. 22. Oktober 2019, abgerufen am 4. September 2020.
  4. Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK, auf parlament.ch
  5. Thomas Rechsteiner auf der Website der Bundesversammlung , abgerufen am 4. September 2020.
  6. Thomas Rechsteiner: 26.3579 Interpellation Mut für mehr Schweizer Kinder. In: Parlament.ch. 4. Juni 2026, abgerufen am 18. Juni 2026.
  7. Jochen Tempelmann: «Ich stelle nur Fragen»: Innerrhoder Nationalrat eckt mit Vorstoss zu Schweizer Kindern an. In: St. Galler Tagblatt. 18. Juni 2026, abgerufen am 18. Juni 2026.
  8. Mehr Schweizer Kinder: Rassismusvorwürfe an Innerrhoder Nationalrat. In: St. Galler Tagblatt. 17. Juni 2026, abgerufen am 18. Juni 2026.

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