Till Fest

Das Till Fest ist ein deutsches Festival des Sängers Till Lindemann. Es fand erstmals 2026 am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig statt. Die erste Ausgabe verzei…

Till Fest
Allgemeine Informationen
Ort Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig
Genre Neue Deutsche Härte, Industrial Metal
Veranstalter Till Lindemann
Zeitraum 2026
Website Till-Lindemann.com
Besucherzahlen
2026 28.000

Das Till Fest ist ein deutsches Festival des Sängers Till Lindemann. Es fand erstmals 2026 am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig statt. Die erste Ausgabe verzeichnete insgesamt 28.000 Besucher.

Hintergrund

Mit dem Beginn der Solo-Tournee Meine Welt von Till Lindemann, bei der er insgesamt 39 Shows in 24 Ländern spielte, wurde das Till Fest erstmals angekündigt. Es handelt sich dabei um zwei Open-Air-Shows unter dem Motto One Festival. Two Shows. Two Worlds. Dabei handelt es sich bei beiden Headliner-Auftritten von Till Lindemann um seine einzigen Europaauftritte im Jahr 2026.[1] Als Veranstalter tritt Till Lindemann selbst auf, die Organisation erfolgt über Mawi Concert.[2]

Das Festival fand am 3. und 4. Juli 2026 statt. Am Eröffnungsabend waren rund 13.000 Besucher anwesend, am zweiten Tag rund 15.000.[3] Neben Till Lindemann spielte als weitere Hauptband Ministry an beiden Abenden sowie Aesthetic Perfection am ersten und Hocico am zweiten Abend. Für Ministry waren es ebenfalls die beiden einzigen Europa-Auftritte.[4] Neben der Hauptbühne gab es eine Nebenbühne, auf der die Umbaupausen der Hauptbühne aufgefüllt wurden.[5] Aus Jugendschutzgründen war das Festival ab 18 Jahren frei gegeben.[6]

Setlist Till Lindemanns

Das Konzert war um die beiden Headliner-Shows von Till Lindemann konzipiert. Er spielte sowohl Material seiner Band Lindemann, die er mit Peter Tägtgren gegründet hatte, als auch Material seiner Solokarriere, insbesondere vom Album Zunge, jedoch keine Songs seiner Band Rammstein. Dabei war das erste Set in Schwarz getaucht und die Setlist bis auf die Zugaben identisch mit der Setlist des letzten Auftritts in Leipzig 2025. Der zweite Auftritt hatte eine etwas andere Setlist, wobei es Überschneidungen gab. Hier war die Bühne in Rot getaucht.[7]

3. Juli[8] 4. Juli[9]
  1. Meine Welt (Intro vom Band)
  2. Fat
  3. Und die Engel singen
  4. Schweiß
  5. Altes Fleisch
  6. Golden Shower
  7. Sport frei
  8. Tanzlehrerin
  9. Blut
  10. Allesfresser
  11. Prostitution
  12. Praise Abort
  13. Platz Eins
  14. Du hast kein Herz
  15. Skills in Pills

Zugaben

  1. Übers Meer
  2. Knebel
  3. Fish On
  4. Entre dos tierras
  5. Ich hasse Kinder
  6. Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt (vom Band)
  7. Rödler (vom Band)
  1. Zunge
  2. Schweiß
  3. Altes Fleisch
  4. Golden Shower
  5. Nass
  6. Steh auf
  7. Gummi
  8. Tanzlehrerin
  9. Yukon
  10. Ladyboy
  11. Prostitution
  12. Meine Welt
  13. Du hast kein Herz
  14. Ich hasse Kinder
  15. Es brennt...
  16. Übers Meer
  17. Entre dos tierras
  18. Und die Engel singen

Kontroversen

Ankündigung und Solotour von Till Lindemann erfolgten noch unter dem Eindruck der Vorwürfe von Frauen gegen Till Lindemann, die dem Erfolg der Tournee jedoch keinen Abbruch taten. Auch vor dem Festival wurden Stimmen gegen Till Lindemann laut, die sich auf die damaligen Vorwürfe bezogen. Am Donnerstag vor dem Festival fand eine Kundgebung unter dem Motto „Kein Applaus für Lindemann“ statt.[10]

Weitere Kritik zog das Festival an sich auf sich. So äußerte sich Anselm Hartinger, der Vorsitzende der Stiftung Völkerschlachtdenkmal, kritisch zu dem Auftritt von Lindemann. Insbesondere dessen martialisches Auftreten passe nicht zu dem Ort. Eine Anwohnerin hatte eine Petition gegen das Festival gestartet, die jedoch nur 200 Unterschriften erhielt.[7] Auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach sich gegen das Festival aus und führte ebenfalls die gewaltaffinen Songtexte vor der historischen Kulisse an.[11] Allerdings weitete er seine Kritik auf jegliche Veranstaltungen am Völkerschlachtdenkmal aus, wo auch schon verschiedene Bands wie Die Fantastischen Vier aufgetreten sind und auch das Wave-Gotik-Treffen jährlich Veranstaltungen organisiert.[12][13][14]

Letztlich verliefen aber beide Tage ohne größere Proteste.[15][8]

Einzelnachweise

  1. TILL LINDEMANN - Till Fest 2026 // One Festival. Two Shows. Two Worlds. In: MAWI Concert. Abgerufen am 4. Juli 2026.
  2. Till Fest am Völki: Warum diese Musik Fans seit Jahren begleitet. 4. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  3. Im Kuriositätenkabinett der Ekeligkeiten: Till Lindemann beendet Leipziger „Till Fest“ vor 15.000 Fans. In: lvz.de. 5. Juli 2026, abgerufen am 5. Juli 2026.
  4. Till Fest 2026. (leipzig.de [abgerufen am 4. Juli 2026]).
  5. Spektakulärer Auftakt beim Till Fest am Leipziger Völkerschlachtdenkmal. In: Blick.de. 4. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  6. Paul Linke: Till Lindemann in Leipzig: Wer keine 18 Jahre alt ist, darf das nicht sehen! In: Berliner Zeitung. 4. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  7. a b Paul Linke: Hass und Liebe in Leipzig: Ist Till Lindemann schlimmer als Scooter? In: Berliner Zeitung. 5. Juli 2026, abgerufen am 6. Juli 2026.
  8. a b Rolling-Stone-Redaktion: Till Fest Tag eins: So war der erste Abend mit Lindemann und Ministry. In: Rolling Stone. 4. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  9. Foto-Galerie: Till Fest live in Leipzig (03.07.-04.07.2026). In: Sonic Seducer. 6. Juli 2026, abgerufen am 6. Juli 2026.
  10. Yvonne Schmidt: Till Fest in Leipzig: Gibt die Stadt einem Täter eine Bühne? In: KATAPULT Sachsen. 2. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  11. Patrick Sebastian Koch: Till Lindemann probt für das „Till Fest“: Diese Songs erwarten Fans. In: Rolling Stone. 3. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  12. Till Fest am Völki: Warum diese Musik Fans seit Jahren begleitet. In: Rolling Stone. 4. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.
  13. Vor dem Völkerschlachtdenkmal: Rammstein-Frontmann Till Lindemann lädt zum „Till Fest“ in Leipzig. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2026]).
  14. Ulf Torreck: Wave-Gotik-Treffen: Leipzig als Treffpunkt der schwarzen Szene – das ist kein Zufall. In: LVZ - Leipziger Volkszeitung. (lvz.de [abgerufen am 4. Juli 2026]).
  15. Lindemann lädt zum „Till Fest“ – Kritik in Leipzig. In: Stern.de. DPA, 3. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026.

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