Warching
Warching ist ein Gemeindeteil der Stadt Monheim im Landkreis Donau-Ries (Regierungsbezirk Schwaben, Bayern).[3] Die Gemarkung Warching hat eine Fläche …
Warching Stadt Monheim
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| Koordinaten: | 48° 50′ N, 10° 55′ O |
| Höhe: | 472 m ü. NHN |
| Fläche: | 8,5 km²[1] |
| Einwohner: | 159 (31. Dez. 2023)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 86653 |
| Vorwahl: | 09091 |

Warching ist ein Gemeindeteil der Stadt Monheim im Landkreis Donau-Ries (Regierungsbezirk Schwaben, Bayern).[3] Die Gemarkung Warching hat eine Fläche von 8,500 km². Sie ist in 347 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 24.495,37 m² haben.[1][4]
Geographie
Das Kirchdorf liegt auf der Monheimer Alb, einer Landschaft des Fränkischen Juras, etwa vier bis fünf Kilometer östlich von Monheim. Südlich des Ortes fließt die Gailach, ein Nebenfluss der Altmühl.
Die Umgebung ist geprägt von Karstlandschaften mit Dolinen und Kalksteinformationen. Südöstlich des Ortes befindet sich ein ausgedehntes Dolinenfeld im Malm-Kalk mit zahlreichen, teils tiefreichenden Einsturzdolinen auf mehreren hundert Metern Ausdehnung.[5][6]
Die Geologie steht im Zusammenhang mit der Lage am Rand des Nördlinger Rieses und der Monheimer Alb im Naturpark Altmühltal.[7]
Geschichte
Namensherkunft
Der Ortsname ist von einem althochdeutschen Personennamen wie Waracho oder Waricho abgeleitet und verweist auf eine frühmittelalterliche Sippensiedlung.[8]
Mittelalter
Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1363, als der Ort zusammen mit Monheim als Eichstätter Lehen genannt wurde.[8]
Warching war seit dem Mittelalter Teil der sogenannten Vogtei Monheim. Diese stand seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in engem Kontakt zum Herzogtum Bayern und unterstand seit 1457 der bayerischen Landeshoheit.[9]
Die kirchliche Betreuung erfolgte ursprünglich durch das Benediktinerinnenkloster Monheim.[9]
Frühe Neuzeit
Seit 1505 gehörte das Gebiet zum Fürstentum Pfalz-Neuburg. Infolge der Reformation kam es auch in Warching zu mehrfachen Konfessionswechseln: Ab 1542 wurde zeitweise das lutherische Bekenntnis eingeführt; nach wechselnden politischen Entwicklungen setzte sich im 17. Jahrhundert dauerhaft wieder der Katholizismus durch.[8]
Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort schwer getroffen. 1632 kam es zu Plünderungen, und bis 1637 war die Bevölkerung stark reduziert. Um 1648 war das Dorf weitgehend zerstört und wurde ab etwa 1650 wieder aufgebaut.[8]
Neuzeit
Im 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Entwicklung: 1706 sind bereits wieder mehrere Dutzend Familien nachgewiesen; auch ein Schulwesen ist für das 17. Jahrhundert belegt.[8]
Bis ins 20. Jahrhundert blieb Warching eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurde sie am 1. Mai 1978 in die Stadt Monheim eingemeindet.[10]
Religion
Warching ist traditionell römisch-katholisch geprägt und gehört zum Bistum Eichstätt.
Die Filialkirche St. Nikolaus liegt im Osten des Dorfes innerhalb eines ummauerten Friedhofs. Bereits im Jahr 1430 ist ein Benefizium belegt.
Der heutige Bau wurde 1753 unter Einbeziehung eines gotischen Turms aus dem 15. Jahrhundert errichtet, nachdem ein Vorgängerbau baufällig geworden war.
Zur Ausstattung gehören barocke Altäre sowie Figuren des Bildhauers Philipp Jakob Rämpl.
Wappen
Das ehemalige Gemeindewappen zeigt eine Teilung in Blau und Silber mit stilisierten Rauten als Hinweis auf die Zugehörigkeit zum wittelsbachischen Bayern. Drei Kugeln im unteren Feld symbolisieren den heiligen Nikolaus als Kirchenpatron.[9]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Katholische Filialkirche St. Nikolaus
- Dolinenfeld bei Warching als geologisches Naturdenkmal[5]
- Ehemaliger Steinbruch mit Aufschlüssen jurassischer Gesteine[7]
Persönlichkeiten
- Johann Baptist Herb (1806–1890), katholischer Theologe
- Martin Lechner (* 1951), Lehrstuhlinhaber für Jugendpastoral an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern
Weblinks
- Warching auf der Website von Monheim
- Warching in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
Einzelnachweise
- ↑ a b Gemarkung Warching (096913). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. April 2026.
- ↑ Monheim in Zahlen – Statistik aus dem Rathaus Monheim 2023. (PDF; 144 KB) Abgerufen am 3. November 2024.
- ↑ Stadt Monheim, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 5. Mai 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. April 2026.
- ↑ a b Dolinenfeld bei Warching. In: Stadt Monheim. Abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ Geotope Bayern – Dolinenfeld bei Warching. In: UmweltAtlas Bayern. Abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ a b Geologie Monheim und Umgebung. Abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ a b c d e Warching. In: MUM-Liste. Abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ a b c Warching. In: Stadt Monheim. Abgerufen am 26. Juni 2026.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
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