Alex Azary
Alex Azary ist ein deutscher DJ, Produzent und Labelbetreiber in der elektronischen Musikszene.[1]
Leben und Wirken
Bereits in den 80ern war Azary als DJ und Veranstalter in der Frankfurter Techno-Szene aktiv. 1988 entstand die Azary Medien Vertrieb GmbH (AMV), die sich auf den Vertrieb von Tonträgern und elektronischer Musik spezialisierte. 1989 finanzierte er die frühe Version der Techno-Zeitschrift Frontpage als lokales Werbemittel.[2]
Gemeinsam mit Mark Spoon betrieb er von 1991 bis 1994 den Techno-Club „XS“ in Frankfurt am Main. Ab 1987 bis zu dessen Schließung im Jahr 2000 war er gemeinsam mit Andreas Tomalla an Technoclub im Dorian Gray beteiligt, einer der international einflussreichsten Veranstaltungsreihen der frühen deutschen Techno-Szene.[3] 1995 gründete Azary gemeinsam mit seinem Bruder Dariusch Azary und Pascal F.E.O.S. das Labeldach General Electronic Music, unter dem unter anderem die Labels Elektrolux, Mikrolux, Phono Elements, Planet Vision, PV Records, Hey Babe! und psi49net erschienen. Zwischen 2003 und 2005 wirkte Azary am Frankfurter Veranstaltungsort Royal mit.
Musikprojekte
Azary war an frühen Veröffentlichungen der Saafi Brothers beteiligt und wirkte bei Produktion und Vermarktung einzelner Projekte mit.[4] Zusammen mit Pascal FEOS und Gabriel Le Mar gründete Azary das Ambient-Projekt Aural Float. Das Projekt verband Ambient, Dub und elektronische Clubmusik und war insbesondere in den 1990er Jahren aktiv. Azary gründete das Label Elektrolux, das sich auf elektronische Musik spezialisierte.
Space Night
Azary arbeitete an audiovisuellen Konzepten für Fernsehen und Multimedia. Dazu zählen Beteiligungen an den Sendungen Space Night und Flowmotion. Zudem war er bei Space Night als musikalischer Berater beteiligt. In den 1990er Jahren entwickelte sich die Sendung insbesondere durch die verstärkte Einbindung elektronischer Musik zu einem Kultformat der Chill-out- und Rave-Szene.[5]
Museum of Modern Electronic Music
Gemeinsam mit Stefan Weil und Andreas Tomalla initiierte Azary das Projekt zur Gründung des Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) in Frankfurt am Main, das 2022 eröffnet wurde.[6][7] Seit der Eröffnung des Museums ist Azary als Direktor des MOMEM tätig und verantwortet dessen inhaltliche Ausrichtung.
Diskografie (Auswahl)
Aural Float
Alben
- Introspectives (1995)
- Freefloat (1997)
- Beautiful Someday (2001)
Weblinks
- Alex Azary bei Discogs
Einzelnachweise
- ↑ Frankfurt: Der Elektro-Direktor fr.de
- ↑ Jürgen Laarmann: „Das Magazin, das Trends gesetzt hat“ bei goethe.de
- ↑ Zukunftsmusik von Alex Azary fr.de
- ↑ Saafi Brothers bei Laut.de
- ↑ G.Scheller zu Kultfaktor Space Night, aufgerufen am 23. November 2014
- ↑ Tassilo Dicke: Museum of Modern Electronic Music – Alex Azary im Interview. In: fazemag.de vom 26. März 2018.
- ↑ Elektro-Museum in Frankfurt droht zu scheitern ( des vom 4. Juni 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: hessenschau.de vom 2. Oktober 2019.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Azary, Alex |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher DJ, Produzent und Labelbetreiber in der elektronischen Musikszene |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
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