Edaphosaurus
Skelettrekonstruktion von Edaphosaurus boanerges im New Yorker American Museum of Natural History
| Edaphosaurus | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Skelettrekonstruktion von Edaphosaurus boanerges im New Yorker American Museum of Natural History | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Oberes Karbon bis Unteres Perm | ||||||||||||
| 305 bis 272,5 Mio. Jahre | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Edaphosaurus | ||||||||||||
| Cope, 1882 | ||||||||||||

Edaphosaurus („Pflaster-Echse“, zu gr. edaphos – Pflaster, Boden; sauros – Echse) ist eine ausgestorbene Gattung der Pelycosaurier (Pelycosauria), des älteren der zwei Taxa der Synapsiden. Edaphosaurus gehörte zu den ersten bekannten Landwirbeltieren (Tetrapoda), die sich von Pflanzen ernährten. Die Typusart ist E. pogonias aus dem Unterperm von Texas.
Edaphosauridae
Die in klassischer Nomenklatur als Familie geführten Edaphosauriden bestanden nur aus zwei Gattungen, die beide Herbivoren (Pflanzenfresser) waren. Ianthasaurus besaß eine andere Art der Bezahnung, die derjenigen der karnivoren (fleischfressenden) Sphenacodontiden, deren bekanntester Vertreter Dimetrodon ist, sehr ähnelte. Darum wird von einem Schwestergruppenverhältnis der beiden Gattungen ausgegangen. Die Edaphosauriden waren neben den Diadectidae, nahen Verwandten der Amnioten aus dem Karbon und Unterperm von Laurussia, die ersten bekannten Herbivoren unter den Landwirbeltieren.
Morphologie

Edaphosaurus ähnelte in seinem echsenartigen Erscheinungsbild den heutigen Waranen und Leguanen, hatte aber im Verhältnis kürzere Beine. Die größten der etwa neun bekannten Arten waren E. cruciger und E. pogonias, die eine Länge von bis zu 3,2 Metern erreichten. Der Rumpf war – typisch für einen Pflanzenfresser – tonnenförmig, der ungewöhnlich kleine Kopf breit und kurz und die Schwanzwirbelsäule lang und dick. Die kegelförmigen, kurzen und breiten Zähne waren sowohl auf den Kieferrändern als auch großflächig auf ovalen Feldern auf Gaumen und dem Inneren des Unterkiefers vorhanden. Das ungewöhnliche Gebiss diente wohl dem Abrupfen und Zerkleinern von weichem Pflanzenmaterial.
Das auffälligste Merkmal waren jedoch die enorm verlängerten Dornfortsätze an den Wirbeln der Rumpf- und Halswirbelsäule, die ein spektakuläres und wahrscheinlich mit Haut überspanntes großes „Segel“ bildeten. Derartige Segel traten bei drei der sechs Familien der Pelycosaurier auf, kamen aber als konvergente Entwicklung auch bei anderen Tetrapoden vor. Anders als bei verwandten Formen wie Dimetrodon waren die Dornfortsätze bei den Edaphosauriden untereinander durch „Querstreben“ verbundenen. Ein früher Fund eines Edaphosaurus wurde ursprünglich als Naosaurus („Schiffsechse“) beschrieben, weil die Verbindungen an den Fortsätzen an die horizontalen Rahen an einem Schiffsmast erinnern.

Funktion des Dorsalsegels
Die Funktion des Rückensegels bei den Pelycosauriern ist nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden Thermoregulation, Kommunikation und Tarnung, die jedoch einander nicht ausschließen müssen. Berechnungen der Bedeutung des Segels im Wärmehaushalt zeigen, dass die Erwärmung des Körpers mit mehr als doppelter Geschwindigkeit verlief, wenn das Tier morgens das Segel senkrecht zu den einfallenden Sonnenstrahlen ausrichtete. Um sich abzukühlen, richtete Edaphosaurus das Segel parallel aus oder drehte es in den Wind. Rezente Beispiele für eine solche Strategie der Temperaturregelung finden sich bei Wüsteneidechsen. Bei Edaphosaurus verbesserten die Querverbindungen zwischen den Dornfortsätzen möglicherweise die Wärmeabgabe des Segels. Versuche im Windkanal zeigten, dass die durch die Querverbindungen hervorgerufenen Turbulenzen in der vorbeiströmenden Luft die thermoregulatorische Effektivität des Segels steigerten, so dass das Segel kleiner und flacher als ohne diese sein konnte. Während der Paarungszeit war das Segel möglicherweise auffallend gefärbt und spielte bei der Balz eine Rolle.
Literatur
- Robert L. Carroll: Paläontologie und Evolution der Wirbeltiere. Thieme-Verlag, Stuttgart. 1993.
- Martin Sander: Reptilien. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, 1994
- S. Christopher Bennett: Aerodynamics and thermoregulatory function of the dorsal sail of Edaphosaurus. Paleobiology: Vol. 22, No. 4, pp. 496–506 (1996). (Abstract)
Weblinks
- Palaeos.com (englisch)
- Introduction to the Pelycosaurs (englisch)
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.