FS ALn 40

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FS ALn 40
ALn 40.004
ALn 40.004
ALn 40.004
Nummerierung: FS: ALn 40.1001–1025
Anzahl: 25
Hersteller: Fiat
Baujahr(e): 1936–1937
Ausmusterung: Ende 1970er Jahre
Achsfolge: (1A)'(A1)'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 23.516 mm
Breite: 2980 mm
Höhe: 3215 mm
Drehzapfenabstand: 16.420 mm
Drehgestellachsstand: 3100 mm
Raddurchmesser: 930 mm
Leermasse: 28,5 t
Dienstmasse: 29 t
Reibungsmasse: 15 t
Radsatzfahrmasse: 7,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Installierte Leistung: 2 × 106,75 kW
Motortyp: Fiat 357
Nenndrehzahl: 1700 U/min
Leistungsübertragung: mechanisch
Sitzplätze: 40/n. Umbau 70
Klasse(n): 1./2.

Von den Dieseltriebwagen der Baureihe ALn 40 (Littorine) wurden von Fiat in den Jahren 1936 und 1937 für die Ferrovie dello Stato (FS) 25 Stück gebaut.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Fahrzeuge bei den FS nicht benötigt. Acht Fahrzeuge wurden an die Bulgarische Staatsbahn BDŽ als Reihe 14 verkauft,[1] fünf Fahrzeuge kamen zur Ferrovie Torino Nord. Von diesen Fahrzeugen existieren die ALn 40.1001 und 1004 noch und wurden 2018 an die FS-Stiftung verkauft.

Geschichte

Vorkriegsgeschichte

Fiat lieferte 1936/1937 25 Triebwagen der Reihe an die FS. Auf der damals noch nicht elektrifizierten Strecke Mailand–Bologna konnten für den geplanten durchgehenden Betrieb von Rom nach Turin die FS ETR.200 nicht eingesetzt werden.[2] Die Salontriebwagen hatten 17 Plätze der 1. sowie 23 der 2. Klasse und eine kleine Küche.[3] Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Betrieb mit den Fahrzeugen eingestellt. Die ALn 40.1012 und 1018 wurden nach Unfällen ausgemustert.[3] 12 Einheiten wurden zwischen 1940 und 1942 an Fiat zurückgegeben. Die ALn 40.1002, 1003, 1004, 1008 und 1025 wurden für den Betrieb bei der Ferrovie Torino Nord (FTN) auf eine erhöhte Sitzplatzzahl von 70 Sitzplätzen umgebaut und auf der Strecke von Canavese nach Settimo Torinese eingesetzt.[3] Die ALn 40.1020, 1009, 1017, 1021, 1019, 1001 und 1007 gelangten in der Reihenfolge von 1940 bis 1943 zu den bulgarischen Staatsbahnen Bălgarski Dăržavni Železnici.[1]

Nachkriegsgeschichte

Nach Kriegsende, als zahlreiche elektrifizierte Eisenbahnstrecken wieder repariert werden mussten, wurden die Triebwagen wieder gebraucht. Die FS kauften die Wagen 1001, 1007, 1010 sowie 1011 von Fiat zurück. Den Fahrzeugen wurde die Küche ausgebaut und anschließend die Sitzplatzanzahl analog der FTN erhöht.[4] Eingesetzt wurden die Züge zuerst auf der Verbindung Mailand–Rom, danach wurden sie mit den bei den FS verbliebenen Fahrzeugen auf Nebenbahnen eingesetzt, bis sie 1968 im Depot Cuneo stillgelegt wurden.[5][3]

Die Fahrzeuge der BDŽ wurden zuerst als Reihe 04, ab 1965 als Reihe 24 bezeichnet. Sie wurden für das Verkehrsministerium, für Dienstreisen für verschiedene andere Eisenbahninstitutionen sowie in verschiedenen Orten im Vorortverkehr eingesetzt. Sie verkehrten bis Mitte der 1980er Jahre und wurden dann ausgemustert sowie verschrottet. Ein Fahrzeug, der ehemalige FS ALn 40.1007, ist heute noch als 18.008 im schlechten Zustand erhalten und wird von der Bulgarischen Eisenbahninfrastrukturgesellschaft geführt.[1]

Von den fünf Fahrzeugen der FTN musste der ALn 40.1025 1962 nach einem Unfall verschrottet werden.[6] Die restlichen Wagen waren bis Ende der 1970er Jahre im Einsatz und wurden dann bis auf die 1001 und 1004 (jetzt bezeichnet als ALn 40.001 und 004) ausgemustert. Diese beiden Wagen waren lange abgestellt und konnten erst Ende 2018 von der Fondazione FS Italiane übernommen und nach dem Bahnhof Turin Smistamento überführt werden.[7]

Die Fahrzeuge sollen wieder fahrfähig aufgebaut werden. Zum Stand 2021 waren noch keine Aufarbeitungsaktivitäten erfolgt.[8]

Technik

Von den zahlreichen italienischen Triebwagen der Vorkriegsbauart, die auch als Littorine genannt wurden,[9] sind die ALn 40 die längste Variante[10] und außerdem für den gehobenen Verkehr mit einer kleinen Küche und Sitzplätzen der beiden oberen Klassen ausgestattet. Die Wagenkasten sind nach der Bauart aus den Vorgängerfahrzeugen abgeleitet und elegant gestaltet. Die Form leitet sich von der Struktur aus dem Luftfahrtsektor ab und ist entsprechend der Spantenbauart tragend ausgeführt.[11] Die Außenhaut besteht aus harten Aluminiumblechen.[12] Ursprünglich waren sie mit 17 Plätzen in der 1. Klasse[13] und 23 Sitzplätzen in der 2. Klasse ausgestattet.[14] Nach dem Krieg erfolgte der Umbau auf eine vergrößerte Sitzplatzzahl von 70 Plätzen.[4]

Sie waren ursprünglich mit zwei Antriebsmotoren vom Typ FIAT 357 ausgestattet, die Kraftübertragung geschieht über ein mechanisches Getriebe mit vier Gängen auf die jeweils innen liegenden Achsen der Drehgestelle.[15] Der Motor ragt in den Einstiegsbereich hinein und ist mit einer Haube bedeckt. Der Triebwagenführer hat seinen Platz links neben dem Motor.[16] Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h.

Siehe auch

Literatur

  • Thomas Estler, Loks der italienischen Staatsbahnen FS, Transpress Verlag Stuttgart, 2019, ISBN 978-3-613-71598-1
Commons: FS ALn 40 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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