Helmut Pleß

Helmut Claus Heinrich Pleß (* 2. November 1918 in Hamburg; † 25. Dezember 1999 in Lüneburg) war ein deutscher Journalist und Chefredakteur.

Helmut Claus Heinrich Pleß (* 2. November 1918 in Hamburg; † 25. Dezember 1999 in Lüneburg) war ein deutscher Journalist und Chefredakteur.

Leben

Helmut C. H. Pleß, Sohn von Elsa Pleß, geborener Schmidt, und des Innenarchitekten Wilhelm Pleß, besuchte in Hamburg die Lichtwarkschule, an der er 1937 das Abitur machte. Dort war er ein Klassenkamerad des späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt und dessen späterer Frau Loki Glaser. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er von der Luftwaffe der Wehrmacht zum Flugzeugführer ausgebildet. Bei einem Einsatz über Frankreich stürzte er ab und lag danach mit Schädelbruch und vielen anderen Knochenbrüchen monatelang im Lazarett.[1] Für seine Einsätze im Krieg gegen die Sowjetunion wurde ihm am 3. Dezember 1942 das Deutsche Kreuz in Gold sowie am 9. Juni 1944 als Leutnant das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.[2]

Nach Kriegsende wurde Pleß Journalist. 1946 war er zunächst Mitarbeiter des Neuen Hannoverschen Kuriers, dann Korrespondent der Landeszeitung für die Lüneburger Heide für den Kreis Gifhorn, in dem er auch das Amt des Kreisjungendpflegers innehatte.[1] 1947 wurde er als Lokalredakteur Mitglied der Redaktion der Lüneburger Landeszeitung. 1961 erhielt Pleß dort das Amt des Chefredakteurs, das er bis zu seinem 65. Geburtstag am 18. November 1983 ausübte. Er hatte zahlreiche Kommentare zur Kommunal- und Wehrpolitik verfasst sowie Funkfeatures für den NDR.

Pleß war in der Bundeswehr Oberst der Reserve bei der Bundesluftwaffe.[2] Er erhielt das Internationale Segelflieger-Leistungsabzeichen in Silber und bekleidete zahlreiche Ehrenämter u. a. im Vorstand des Clubs von Lüneburg, im Vorstand der Universitätsgesellschaft Lüneburg und im Rotary Club, in dem er lange Zeit Chefredakteur der bundesweit erscheinenden Clubzeitschrift war.[1]

Helmut Pleß war evangelisch, in zweiter Ehe ab 1954 verheiratet mit Margarethe Pleß, geborener Kruse, und hatte fünf Kinder (Thekla, Axel, Tanja, Corimma und Jan-Hinrich).

Buchveröffentlichungen

  • Lüneburg so wie es war. Droste Verlag, Düsseldorf 1979.
  • Lüneburg 45. Nordost-Niedersachsen zwischen Krieg und Frieden. 5. Auflage. Verlag der Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lüneburg 1998.
  • Salz und Malz. Lüneburger Bier in fünf Jahrhunderten. Holsten-Brauerei, Hamburg 1985 (veröffentlicht aus Anlass der 500-Jahr-Feier der Lüneburger Kronen-Brauerei).

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c Helmut Pleß prägte das Bild der Landeszeitung, Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 31. Dezember 1999, S. 5
  2. a b Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 597.
  3. Verdienstorden für Chefredakteur, Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 12. Februar 1974, S. 2
  4. Bundesverdienstkreuz für Helmut C. H. Pleß, Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 30. November 1978, S. 4
  5. Lüneburg-Preis für Helmut Pleß, Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 27. Mai 1982, S. 3
  6. https://www.landkreis-lueneburg.de/fuer-unsere-buergerinnen-und-buerger/mitmachen-im-landkreis/ehrenamtliches-engagement/eintragung-ins-ehrenbuch.html
  7. Drei Männer, denen die Stadt viel verdankt. Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 24. Februar 1984, S. 3.

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