Jim Sutton

James „Jim“ Robert Sutton (* 7. November 1941 in Reading, England) ist ein neuseeländischer Politiker der Labour Party, der unter anderem mehrmals Minister…

Jim Sutton
Jim Sutton (2. März 2007)

James „Jim“ Robert Sutton (* 7. November 1941 in Reading, England) ist ein neuseeländischer Politiker der Labour Party, der unter anderem mehrmals Minister war.

Leben

James „Jim“ Robert SuttonSutton wanderte 1949 mit seinen Eltern nach Neuseeland aus und nahm nach dem Besuch der Timaru Boys’ High School eine Tätigkeit als Landwirt auf. Er hatte daneben verschiedene Ämter bei Federated Farmers, einem landesweiten Landwirtschaftsverband, und anderen landwirtschaftlichen Verbänden bekleidet. Bei der Wahl am 28. November 1981 bewarb er sich für die Labour Party im Wahlkreis „Waitaki“ für ein Mandat im Repräsentantenhaus, unterlag aber mit 8.158 Stimmen (42,29 Prozent) dem Wahlkreisinhaber Jonathan Elworthy von der National Party, auf den 8.463 Stimmen (43,87 Prozent) entfielen. Bei den darauf folgenden Wahlen am 14. Juli 1984 wurde er erstmals zum Mitglied des Repräsentantenhauses gewählt und besiegte dabei im Wahlkreis „Waitaki“ mit 8.710 Stimmen (45,10 Prozent) den Wahlkreisinhaber Jonathan Elworthy (8.149 Stimmen, 42,19 Prozent). Die meisten ländlichen Wahlkreise in Neuseeland unterstützen traditionell die National Party; daher war Suttons Sieg als Labour-Kandidat bemerkenswert. Sutton verteidigte seinen Wahlkreis bei der Parlamentswahl am 15. August 1987, unterlag jedoch bei der Wahl am 27. Oktober 1990 mit 7.803 Stimmen (38 Prozent) deutlich gegen seinen Herausforderer von der National Party, Alec Neill, auf den 10.708 Stimmen (52,13 Prozent) entfielen. Er war zeitweise Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen und Ausgaben und wurde vor der Wahlniederlage im Kabinett Palmer als Nachfolger von Colin Moyle am 9. Februar 1990 Minister für Land- und Forstwirtschaft (Minister of Agriculture and Forestry).[1] Er bekleidete dieses Amt vom 4. September bis zum 2. November 1990 auch im Kabinett Moore.[2] Für seine Verdienste in der Regierung (Executive Council) wurde ihm am 6. Dezember 1990 der Ehrentitel „The Honourable“ verliehen.[3]

Nach der Niederlage der Labour Party bei der Wahl am 27. Oktober 1990 kehrte Sutton zunächst in die Landwirtschaft zurück, wurde aber bei der Wahl am 6. November 1993 im Wahlkreis „Timaru“ erneut zum Mitglied des Repräsentantenhauses gewählt und konnte sich dabei mit 10.153 Stimmen (46,96 Prozent) gegen den bisherigen Abgeordneten der National Party, Maurice McTigue, durchsetzen, der 7.213 Stimmen (33,36 Prozent) erhielt. Er vertrat diesen Wahlkreis bis zu dessen Auflösung am 6. September 1996 und wurde daraufhin am 12. Oktober 1996 im neu geschaffenen Wahlkreis „Aoraki“ zum Abgeordneten gewählt. Nachdem er 1999 und 2002 in diesem Wahlkreis wiedergewählt wurde, verlor er bei der Wahl am 17. September 2005 mit 11.315 Stimmen (33,49 Prozent) gegen seine Herausforderin von der National, Jo Goodhew (18.252 Stimmen, 54,03 Prozent).[4][5] Am 10. Dezember 1999 wurde er als Landwirtschaftsminister und Minister für Handelsverhandlungen (Minister of Agriculture and Trade Negotiations) in das Kabinett Clark I berufen und bekleidete diese Ämter vom 15. August 2002 bis zum 19. Oktober 2005 auch im Kabinett Clark II.[6][7] Als Nachfolger von Marian Hobbs[8] bekleidete er des Weiteren zwischen dem 23. Februar 2001 und dem 19. Oktober 2005 den Posten des Minister für Biosicherheit (Minister of Biosecurity) und war des Weiteren vom 15. August 2002 bis zum 21. Dezember 2004 Minister für Forstwirtschaft und ländliche Angelegenheiten (Minister of Forestry and Rural Affairs), woraufhin Jim Anderton[9] Minister für Forstwirtschaft sowie Damien O’Connor[10] Minister für ländliche Angelegenheiten wurden. Er blieb daraufhin jedoch zwischen dem 21. Dezember 2004 und dem 19. Oktober 2005 noch Beigeordneter Minister für ländliche Angelegenheiten.

Bei den Parlamentswahlen am 17. September 2005 verlor Jim Sutton seinen Wahlkreis „Aoraki“ mit deutlichem Abstand und musste dabei den stärksten Rückgang an Wählerstimmen aller Wahlkreise hinnehmen. Dies wurde auf den Unmut über Themen wie Schulschließungen sowie auf seine Rolle in der Affäre um die „rasende Autokolonne“[11] zurückgeführt. Er wurde jedoch auf dem elften Listenplatz der Labour Partey wieder zum Mitglied des Repräsentantenhauses gewählt, kündigte jedoch am 10. Juli 2006 seinen Rückzug aus der Politik mit Wirkung zum 1. August 2006 an und wurde von Charles Chauvel[12] als „Nachrücker“ auf der Wahlliste der Labour-Partei ersetzt. Im darauf folgenden Kabinett Clark III fungierte er schließlich vom 19. Oktober 2005 bis zum 31. Juli 2006 noch als Staatsminister (Minister of State) sowie zudem vom 19. Oktober 2005 bis zu seiner Ablösung durch Phil Goff[13] am 31. Dezember 2005 weiterhin als Minister für Handelsverhandlungen.[14] Er war darüber hinaus zwischen dem 31. Dezember 2005 und dem 31. Juli 2006 Beigeordneter Minister für Handelsverhandlungen und in diesen Funktionen maßgeblich an den Vorverhandlungen für die Transpazifische Partnerschaft (TPP) beteiligt, ein Handelsabkommen zwischen Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur, Vietnam und ursprünglich den USA, dessen Vertragstext nach siebenjährigen Verhandlungen am 5. November 2015 veröffentlicht wurde.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Repräsentantenhaus wurde Jim Sutton Handelsbotschafter und Vorsitzender des staatlichen Unternehmens Landcorp, wobei diese Ernennung 2009 von der National-Regierung verlängert wurde. Im Rahmen der New Year Honours wurde er zum 1. Januar 2007 für seine Verdienste um das Gemeinwohl als Abgeordneter und Regierungsminister zum Companion des New Zealand Order of Merit (CNZM) ernannt.[15] Zudem war er Direktor der Trustbank South Canterbury, Vorsitzender der New Zealand AIDS Foundation und Vorstandsmitglied der Public Health Commission sowie stellvertretender Vorsitzender sowohl der New Zealand Lotteries Commission als auch des staatlichen Energiewirtschafts-Energieversorgungsunternehmens Meridian Energy. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

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  • Hon Jim Sutton. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).

Einzelnachweise

  1. Kabinett Palmer (Memento vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
  2. Kabinett Moore (Memento vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
  3. Roll of The Honourables. Department of the Prime Minister and the Cabinet, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  4. Hon Jo Goodhew. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  5. Electorate Profile Aoraki. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  6. Kabinett Clark I (Memento vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
  7. Kabinett Clark II (Memento vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
  8. Hon Marian Hobbs. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  9. Hon Jim Anderton. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  10. Hon Damien O’Connor. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  11. Am 17. Juli 2004 erreichte eine Fahrzeugkolonne – bestehend aus Polizeikräften, dem Personenschutzkommando für Diplomaten und Mitarbeitern des Ministeriumsdienstes – Geschwindigkeiten von bis zu 172 km/h, als sie Premierministerin Helen Clark und Kabinettsminister Jim Sutton von Waimate zum Flughafen Christchurch brachte, damit Clark ein Rugby-Union-Spiel in Wellington besuchen konnte.
  12. Charles Chauvel. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  13. Hon Phil Goff. Repräsentantenhaus, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).
  14. Kabinett Clark III (Memento vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
  15. New Year Honours List 2007. Department of the Prime Minister and the Cabinet, abgerufen am 8. Juli 2026 (englisch).

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