Martin Grabe

Martin Grabe (* 1959) ist ein deutscher Psychiater und Psychotherapeut. Er war von 1998 bis zu seinem Ruhestand 2025 Chefarzt der Abteilung für Psychotherapie …

Martin Grabe
Martin Grabe, 2013

Martin Grabe (* 1959) ist ein deutscher Psychiater und Psychotherapeut. Er war von 1998 bis zu seinem Ruhestand 2025 Chefarzt der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik der Klinik Hohe Mark in Oberursel. Seit 2024 ist er Direktor des Marburger Instituts für Religion und Psychotherapie der Ev. Hochschule Tabor, Marburg und dort seit 2026 Professor für Religion und Psychotherapie.

Leben

Martin Grabe studierte in Hannover Medizin und wurde im Jahr 1985 mit einer Dissertation zum Thema "Tumorpatienten erzählen ihre Geschichte - Das narrative Interview als Zugang zu bedeutsamen Dimensionen des Krankheitserlebens" zum Dr. med promoviert. Seit 1993 arbeitete Martin Grabe in der Klinik Hohe Mark in Oberursel bei Frankfurt, wo er 1998 zum Chefarzt der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik berufen wurde. 2018 wurde er zum Ärztlichen Direktor ernannt.[1] Im März 2025 wurde er in den Ruhestand verabschiedet.[2]

Seit ihrer Gründung im Jahre 2000 bis 2022 leitete Martin Grabe als 1. Vorsitzender die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge (APS)[3], die sich als Kommunikationsplattform für Psychotherapeuten und Seelsorger versteht und inzwischen etwa 800 Mitglieder umfasst. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift „P & S – Magazin für Psychotherapie und Seelsorge“ und Vorstandsmitglied des „Christlichen Gesundheitskongresses“.[4]

Seit 2008 nahm Martin Grabe Lehraufträge in Masterstudiengängen „Praktische Theologie“ am Theologischen Seminar Adelshofen sowie am Institut für Therapeutische Seelsorge Neuendettelsau wahr[5]. Im Jahr 2024 wurde er zum Direktor des Marburger Instituts für Religion und Psychotherapie (MIRP) der Ev. Hochschule Tabor, Marburg, berufen.[6] Seit April 2025 ist er im Ruhestand und wurde 2026 zum Professor für Religion und Psychotherapie an der Evangelischen Hochschule Tabor berufen.[7]

Mit seinem Buch Homosexualität und christlicher Glaube. Ein Beziehungsdrama (2020) warb er für eine theologische Akzeptanz homosexuell empfindender Menschen in christlichen Gemeinden. Unterstützung erhielt er von Michael Diener und Thorsten Dietz, Widerspruch erfuhr er von Ulrich Parzany und Ekkehart Vetter.[8]

Privates

Martin Grabe ist verheiratet und hat vier Kinder.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama, Francke, Marburg, 2020
  • Wege aus der Trauer: Wie wir im Verlust gewinnen können, Francke, Marburg, 2013
  • Die Alltagsfalle. Warum es sich lohnt, über den Sinn des Lebens nachzudenken, Francke, Marburg, 2003
  • Trauer und Depression. Vom Umgang mit Grenzerfahrungen, Francke, Marburg, 2003
  • Post aus Äthiopien. Brautbriefe einer Afrikamissionarin, Francke, Marburg, 2007
  • Zeitkrankheit Burnout. Warum Menschen ausbrennen und was man dagegen tun kann, Francke, Marburg, 3. Aufl. 2008
  • Lebenskunst Vergebung. Befreiender Umgang mit Verletzungen, Francke, Marburg, 4. ergänzte u. überarbeitete Aufl. 2009
Commons: Martin Grabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Martin Grabe: Vita, hohemark.de, abgerufen am 16. Mai 2025.
  2. Dr. Martin Grabe mit großer Feier in den Ruhestand entlassen, hohemark.de, Meldung vom 27. März 2025.
  3. Vorstandsliste von APS (Memento des Originals vom 12. April 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.akademieps.de
  4. @1@2Vorlage:Toter Link/www.christlicher-gesundheitskongress.comVorstandsliste des „Christlichen Gesundheitskongresses“ (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  5. Dozenten von Adelshofen (Memento des Originals vom 19. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lza.de
  6. Marburger Institut für Religion und Psychotherapie – Ev. Hochschule Tabor
  7. Evangelische Hochschule Tabor beruft Martin Grabe zum Professor, idea.de, Meldung vom 13. April 2026.
  8. Nicolai Franz: Einig in der Uneinigkeit, in: pro Christliches Medienmagazin 4/2020, S. 24f.

Content Disclaimer

Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.

  1. The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
  2. There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
  3. It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
  4. Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
  5. Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.