Musculus buccinator
Der Musculus buccinator (lateinisch; etwa: Backenmuskel oder Trompetermuskel, veraltet auch Musculus buccinatorius) oder Wangenmuskel[1] ist ein Skelett…
| Musculus buccinator |
|---|
| Ursprung |
| Ober- und Unterkiefer (Processus alveolaris) |
| Ansatz |
| Mundwinkel |
| Funktion |
| Anpressen der Backen |
| Innervation |
| Nervus facialis (Hirnnerv VII) |
Der Musculus buccinator (lateinisch; etwa: Backenmuskel oder Trompetermuskel, veraltet auch Musculus buccinatorius) oder Wangenmuskel[1] ist ein Skelettmuskel, der im Wesentlichen die Wange (Backe) formt. Im Gegensatz zu den anderen mimischen Muskeln besitzt der M. buccinator eine eigene Muskelfaszie. Mit den oberen Schlundkopfschnürern ist er über die Raphe pterygomandibularis verbunden.
Bei Tieren unterscheidet man eine Pars buccalis (Backenteil) und eine tiefer gelegene Pars molaris (Mahlzahnteil).
Funktion
Der Musculus buccinator drückt die Backen gegen die Zahnreihen. Er transportiert Nahrung aus dem seitlichen Mundhöhlenvorhof zurück in die eigentliche Mundhöhle. Außerdem wird er bei Tätigkeiten wie Pusten oder Pfeifen aktiviert. Als mimischer Muskel unterstützt der M. buccinator zusätzlich den Ausdruck des Lachens bzw. Weinens.
Bezeichnung als Trompetermuskel
Die Bezeichnung Trompetermuskel geht zurück auf die historischen Abbildungen der trompetenspielenden Barockengel, welche stets mit aufgeblasenen Wangen dargestellt sind. Entgegen der eigentlichen Tonerzeugung veranschaulicht es das einfache Luft hineinpusten, was auch der Funktion des Muskels entspricht. Zum eigentlichen Trompetenspiel verwenden nur sehr wenige Spieler, wie u. a. Dizzy Gillespie diesen Muskel intensiv, wobei letzterer ihn stark aufblies und dadurch so ein optisch charakteristisches Trompetenspiel bot. Der Muskel spielt tatsächlich auch beim normalen Ansatz eine wichtige Rolle. Nur wird er dabei angespannt und hält die weiteren wichtigsten Muskeln zum Trompetenspielen zusammen.[2] Dies sind der Mundringmuskel der Unterlippenherabzieher, der Mundwinkelherabzieher und Mundwinkelheber sowie der Jochbeinmuskel.
Einzelnachweise
- ↑ Detlef Kießling, Sabine Stannat: Anatomie am Lebenden. Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 12.
- ↑ Matthias Bertsch: Zur Tonerzeugung auf der Trompete. Univ. f. Musik Wien, Wien 2002 (Dissertation ( des vom 4. August 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. [PDF]).
Content Disclaimer
Informasi ini disarikan dari Wikipedia dan disajikan kembali untuk tujuan edukasi. Konten tersedia di bawah lisensi CC BY-SA 3.0. Kami tidak bertanggung jawab atas ketidakakuratan data yang bersumber dari kontribusi publik tersebut.
- The information displayed on this website is sourced in part or in whole from Wikipedia and has been adapted for the purpose of restating it. We strive to provide accurate and relevant information, however:
- There is no guarantee of absolute accuracy. Wikipedia is an open, collaborative project that can be edited by anyone, so information is subject to change.
- It is not intended to constitute professional advice. The content displayed is for informational and educational purposes only. For important decisions (e.g., medical, legal, or financial), please consult a professional.
- Content copyright. Wikipedia is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License (CC BY-SA). This means that content may be reused with appropriate attribution and shared under a similar license.
- Responsible use. Any risk arising from the use of information from this website is entirely the responsibility of the user.