Otternes

Das Freilichtmuseum Otternes befindet sich in der norwegischen Provinz Vestland in der Gemeinde Aurland. Dort liegt es zwischen den Orten Aurlandsvangen und Flïżœ…

Otternes
Otternes

Otternes
Daten
Ort Aurland, Norwegen
Art
Freilichtmuseum
Website

Das Freilichtmuseum Otternes befindet sich in der norwegischen Provinz Vestland in der Gemeinde Aurland. Dort liegt es zwischen den Orten Aurlandsvangen und FlÄm auf der Ostseite des Aurlandsfjords. Das Museum besteht aus 27 in situ erhaltenen BauernhÀusern.

Geschichte

Die Ă€ltesten Siedlungsspuren lassen sich von etwa 300 n. Chr. nachweisen. Der Platz ist seit ĂŒber 400 Jahren durchgehend bewohnt und wurde 1522 erstmals schriftlich erwĂ€hnt.[1] Otternes bestand ursprĂŒnglich aus vier Höfen: Tomasgarden, Guttormgarden, Oddagarden und Andersgarden. Auf diesen lebten etwa 30 Personen. Alle HĂ€user des Hofes hatten ihre eigene Funktion. Neben den WohnhĂ€usern, Scheunen und StĂ€llen sind ein Ausgedingehaus, ein Stabbur, das fĂŒr die Aufbewahrung der Lebensmittel diente, und ein Backhaus erhalten.[1] Die Ă€ltesten erhaltenen GebĂ€ude Guttormstova und Eilertstova wurden um etwa 1700 erbaut. Um 1860 erhielt Otternes ein letztes WirtschaftsgebĂ€ude, das Einzige, das mehrere Funktionen beinhaltete.[1] Die beiden ĂŒbrig gebliebenen Höfe wurden bis 1970 traditionell bewirtschaftet. Otternes betrieb hauptsĂ€chlich Ackerbau, doch am Fjord und auf dem Hang hinter dem Hof lagen auch Heuwiesen.[1] Die Landreform von 1860 wurde in Otternes nicht angewendet und so konnte sich die Form der Streifenfelder bis 1987 erhalten. In Otternes wurden in der Nachkriegszeit kaum Modernisierungen durchgefĂŒhrt und so wirken viele GebĂ€ude wie aus dem 18. Jahrhundert. DarĂŒber hinaus ist die Kulturlandschaft aus HĂŒgeln, Brunnen, Mauern und Treppen intakt.

Im Jahr 1989 wurde Otternes zu einem bewirtschafteten Museum umgestaltet,[1] seit 1996 ist Otternes unbewohnt. Wegen seines historischen Erscheinungsbildes wurde es fĂŒr mehrere Filmproduktionen als Drehort gewĂ€hlt.

Im Jahr 2001 wurde Otternes von der Aurland Natur- og Kulturarv BA (ANKA) ĂŒbernommen und seither von Laila Kvellestad zusammen mit Ruth Sylvi wie ein privates Unternehmen als Landwirtschaftsmuseum und Zentrum fĂŒr altes Handwerk gefĂŒhrt. In ihm werden traditionelle Techniken wie Spinnen, Weben, GarnfĂ€rben, Backen und Bierbrauen in den Sommermonaten durch- und vorgefĂŒhrt.

Siehe auch

Commons: Otternes â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e Kulturhistorisk vegbok Sogn og fjordane Aurland. Naustdal: Sogn og Fjordane forl., 1991, ISBN 82-91082-00-6, S. 28.

Koordinaten: 60° 52â€Č 31,8″ N, 7° 8â€Č 56,1″ O

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