U 855

2. August 1943 – 2. April 1944

U 855
(alle U-Boote)
Typ: IX C/40
Feldpostnummer: M - 53 689
Werft: AG Weser (Deschimag), Bremen
Bauauftrag: 5. Juni 1941
Baunummer: 1061
Kiellegung: 21. Oktober 1942
Stapellauf: 17. April 1943
Indienststellung: 2. August 1943
Kommandanten:

2. August 1943 – 2. April 1944

Kapitänleutnant Albert Sürenhagen

3. April 1944 – 11. September 1944

Oberleutnant zur See Prosper Ohlsen

Flottillen:
  • 4. U-Flottille 2. August 1943 – 1. April 1944
  • 33. U-Flottille 1. April 1944 – 11. September 1944
Einsätze: 2 Unternehmungen
Versenkungen:

keine

Verbleib: Seit dem 11. September 1944 im Nordatlantik verschollen

U 885 war ein U-Boot vom Typ IX C/40, das von der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg in der Atlantikschlacht eingesetzt wurde. Das Boot konnte in seiner Dienstzeit keine Schiffe versenken oder beschädigen und ging am 11. September 1944 aus unbekannter Ursache verloren.

Geschichte

Der Bauauftrag wurde am 5. Juni 1941 an die AG Weser in Bremen vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 21. Oktober 1942, die Indienststellung folgte am 2. August 1943 unter Kapitänleutnant Albert Sürenhagen. Die Ausbildung fand bei der 4. U-Flottille in Stettin statt. Ab dem 1. April 1944 war das Boot der 10. U-Flottille in Lorient unterstellt und kurze Zeit später übernahm Oberleutnant zur See Prosper Ohlsen das Kommando über das Boot. Am 22. Juni 1944 lief U 855 von Kiel über Kristiansand zu seiner ersten Feindfahrt aus. Durch Maschinenprobleme wurde die Unternehmung allerdings am 25. Juni abgebrochen und wieder Kiel angesteuert.

Nachdem die Reparaturen vollendet waren, lief das Boot am 1. Juli 1944 von Kiel zu seiner zweiten Feindfahrt aus. In Kristiansand wurden Proviant und Betriebsmittel ergänzt, die Besatzung übernachtete aufgrund von Fliegergefahr in Egersund und lief am nächsten Tag aus selbem Grund Hagersund an. Das Boot operierte anschließend als Wetterboot im Nordatlantik.[1]

Verbleib

Das Boot ist seit dem 11. September 1944 aus unbekannter Ursache verschollen. Da es keine Alliierten Aufzeichnungen über angegriffene U-Boote an diesem Tag in dieser Region gab, welche bisher nicht zugeordnet wurden, gelten technische Defekte oder ein Minentreffer als wahrscheinlichste Ursache für den Verlust.

Literatur

  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. Band IV. Mittler, Hamburg, Berlin, Bonn 1999, ISBN 3-8132-0514-2. S. 291.

Einzelnachweise

  1. U 855 – U-Boot-Archiv Wiki. Abgerufen am 8. Juni 2026.

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